Allgemeine Berichte | 12.05.2020

Übergabe von Schutzmasken im Haus Herzig in Wormersdorf

Flüchtlinge nähen Mund- Nasen-Masken für Flüchtlinge

Den Flüchtlingen in der Flüchtlingsunterkunft im Haus Herzig wurden selbst genähte Mund- und Nasenschutzmasken übergeben. Foto: Alfred Eich

Wormersdorf. Das ist nicht alltäglich, dass Flüchtlinge als Selbstversorger tätig werden. So geschehen in der Flüchtlingsunterkunft im Haus Herzig in Wormersdorf, direkt neben der Grundschule. Auf Initiative von Anne Mäsgen, Koordinatorin für Flüchtlingsarbeit im Diakonischen Werk Bonn und Region und dem Flüchtlingshelferkreis Rheinbach, erhielten die 22 Flüchtlinge im Haus Herzig in Wormersdorf, darunter drei junge Familien und sechs kleine Kinder im Alter von bis zu 10 Jahren, von Geflüchteten selbst genähte waschbare „Mund- und Nasenschutzmasken“. Das Besondere an der Rheinbacher Aktion ist, dass zwei Geflüchtete für Geflüchtete die waschbaren Masken genäht haben. Ein früherer gelernter Schneider, der nun in Rheinbach einer Vollzeitbeschäftigung nachgeht und eine Familienmutter mit drei Kindern aus Marokko, haben bis jetzt 150 Masken angefertigt, die im April u. a. für die Gemeinschaftsunterkünfte am Schornbuschweg und am Getreidespeicher gespendet wurden. Ehrenamtlich begleitet wird das Projekt durch Heide Stegmann, Verena Behle und Dirk Strahtmann, während der Förderverein Flüchtlingshelferkreis Rheinbach e.V. finanzielle Unterstützung leistet.

„Es ist toll und wichtig, dass niemand in unserer Gesellschaft vergessen wird und die Corona-Krise zeigt, wie groß die Solidarität und Hilfsbereitschaft ist, sowohl unter Einheimischen als auch unter den Geflüchteten“, erklärt die für Soziales zuständige Fachbereichsleiterin Daniela Hoffmann. „Es ist bemerkenswert, wieviel Motivation die hier lebenden Menschen entwickeln und ihr Können in den Dienst einer guten Sache stellen“, lobte Bürgermeister Stefan Raetz diese Eigeninitiative. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde auch darauf hingewiesen, dass die Hygienevorschriften im Haus Herzig von allen Bewohnern strikt eingehalten würden.

Hierzu zählt z. B. dieser Schritt: die Händedesinfektion - die Handhabung wurde in allen Landessprachen ausgehängt.

Alfred Eich

Den Flüchtlingen in der Flüchtlingsunterkunft im Haus Herzig wurden selbst genähte Mund- und Nasenschutzmasken übergeben. Foto: Alfred Eich

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