Hammerzunft Adenau
Franz Radermacher gibt den Ton an
Adenau. Das Zunftwesen in Adenau ist sehr aktiv: Das bewies die 1746 gegründete Hammerzunft bei ihrem Zunftfest am Tag ihres Schutzpatrons, des Heiligen Josef. Die jüngste der drei Adenauer Zünfte begann den Abend mit dem gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes, der von Dr. Rainer Justen, einem geborenen Mitglied der Zünfte, zelebriert wurde. Anschließend trafen sich die Mitglieder in der „Komturei“ zur Jahreshauptversammlung, wo Dieter Becker die Anwesenden begrüßte. Unter ihnen die Zunftmeister der Gerber- und Wollenweberzunft, Walter Bell und Bernd Koll.
Nach dem Zunftgebet, von Kurt Löhr gesprochen, und dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder erfolgte der Jahresrückblick. Hier war als Höhepunkt das Konzert des Heeresmusikcorps Koblenz am Nürburgring zu erwähnen. Die Zunftgemeinschaft war an der Organisation beteiligt und konnte mit anderen Organisatoren dem Förderverein die stolze Summe von 38.000,86 Euro Überreichen. Auch der Kassenbericht der Hammerzunft war schnell abgehandelt, die Kassenprüfer fanden keine Unstimmigkeiten und erteilten dem Vorstand Entlastung. Als neuer Zunftmeister wurde Franz Radermacher ernannt, aus der Hand von Altmeister Bernd Hoffmann nahm er Fahne, Hut und Schärpe entgegen. Bastian Geyer ist Jungmeister. Als nächster Tagesordnungspunkt standen Ehrungen auf dem Programm. Für 40 Jahre Zunftmitgliedschaft bekamen Kurt Löhr, Hans Peter Geyer, Wolfgang Pantenburg und Arnold Hoffmann Ehrenurkunden überreicht. Beim Punkt Verschiedenes stellte Peter Körtgen die Gründung eines Zunfttreffpunkts, vielleicht sogar ein Zunfthaus mit Café oder ein Reparaturcafé zur Diskussion. Als Räumlichkeit wurde das Haus Hartmann am Buttermarkt ins Auge gefasst.
Bernd Schiffarth als Vorsitzender des Fördervereins St.-Josef-Krankenhauses bedankte sich bei den Zünften für die Organisation des Konzerts. Des Weiteren bat Schiffarth die Zünfte darum, beim nächstgrößeren Bauprojekt wie beim Ausbau der Zimmer zu helfen. Danach endete der offizielle Teil des Zunftabends, die Zunftbrüder saßen noch lange bei Schösschen mit Limburger Käse und interessanten Gesprächen beisammen. SES
