Allgemeine Berichte | 29.03.2017

20 Jahre BeraterinnenNetzwerk Bonn/Rhein-Sieg

Frauen gründen anders!

Unternehmerinnen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis überzeugen durch individuelle Dienstleistungen

V.l.: Ingrid Rauber, Anita Halft, Wirtschaftsförderung Rhein-Sieg-Kreis, Gertrud Hennen, Wirtschaftsförderung Bundesstadt Bonn, Irene Kuron, Unternehmensberaterin.privat

Rhein-Sieg-Kreis. Ob Tattoo-Artistin, Yoga-Lehrerin für Schwangere oder mobile Friseurin – die Gründerinnen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis überzeugen durch individuelle Dienstleistungen und den Mut zur Nische.

Dies können die Expertinnen des BeraterinnenNetzwerks Bonn/Rhein-Sieg berichten, die seit mittlerweile 20 Jahren Frauen beim Weg zum eigenen Unternehmen unterstützen; ein Weg, der oftmals auch geprägt ist von Ungleichbehandlungen und Vorurteilen. Es handelte sich damals um einen ungewöhnlichen Zusammenschluss von 17, heute 15 Existenzgründungsberaterinnen – teils aus Institutionen und teils Unternehmerinnen aus der Wirtschaft –, die antraten, um gemeinsam den Blick der Öffentlichkeit auf selbstständige Unternehmerinnen zu lenken.

„Frauen zur beruflichen Selbstständigkeit motivieren und der Gründungsoffensive ‚GO‘ ein weibliches Gesicht geben, das war unsere Motivation“, sagte Anita Halft von der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises und Gründungsmitglied des regionalen BeraterinnenNetzwerks nun im Pressetermin.

Rund 4.500 Gründerinnen im Alter von 19 bis 59 Jahren kamen in den letzten 20 Jahren durch unterschiedlich intensive Beratungen und durch Veranstaltungen in den Genuss des Expertinnen-Wissens des Netzwerks. Über 150 Seminare und Workshops, ob alleinverantwortlich oder in Kooperation mit den regionalen Volkshochschulen oder im Rahmen des Projektes „ICE – Intelligenz, Charisma und Elan“, fanden unter Federführung des Netzwerkes statt.

„Ich kann allen Frauen, die in die Selbstständigkeit gehen wollen, nur einen guten Tipp geben: Lasst Euch beraten“, erzählte Ingrid Rauber, Unternehmerin mit eigener Naturheilpraxis in Birlinghoven. Vor 15 Jahren hat sie sich selbstständig gemacht und den Sprung ins kalte Wasser gewagt. „Die Beratung damals war Gold wert; zu jedem Thema gab es Expertinnen – es gab beinahe alles aus einer Hand.“

Rollenbilder bremsen Frauen aus

Nach wie vor bleiben aber gerade im Wirtschaftsstandort Bonn/Rhein-Sieg vorhandene Potenziale ungenutzt: immer noch bremsen gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Rollenbilder in den Köpfen aller Beteiligten Frauen aus und verhindern, dass sich der Anteil der Frauen am Gründungsgeschehen angemessen an ihrer vorhandenen Qualifikation und Kompetenz widerspiegelt. Bonn/Rhein-Sieg verzeichnet einen hohen Anteil von gut qualifizierten Frauen und bietet einen aufnahmefähigen Markt für innovative Dienstleistungen. Zwar machen Frauen inzwischen mit 45 Prozent fast die Hälfte aller Erwerbstätigen aus, sie stellen jedoch nur knapp ein Drittel (31 Prozent) aller Selbstständigen.

Das sei der Grund, warum auch heute noch Angebote für angehende Unternehmerinnen notwendig seien und man regionale Unternehmerinnen in den Blick der Öffentlichkeit rücke, betonte Gertrud Hennen, Mitarbeiterin der Bonner Wirtschaftsförderung und Netzwerk-Beraterin.

Realistischeres Bild von Unternehmerinnen zeichnen

Im Focus seiner zukünftigen Aktivitäten hat das Netzwerk, in der Öffentlichkeit ein realistischeres Bild von Unternehmerinnen zu zeichnen. Zudem soll die Social Media-Präsenz ausgebaut werden. Potenzielle Gründerinnen erfahren über den neuen Facebook-Account https://www.facebook.com/BeraterinnennetzwerkBonnRheinSieg/ mehr über aktuelle Veranstaltungen und neueste Erfolgsmeldungen.

Weitere Informationen gibt es zudem online unter www.beraterinnenNetzwerk.de oder unter Tel. (0 22 41) 19 24 89 oder (02 28) 77 51 49.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

V.l.: Ingrid Rauber, Anita Halft, Wirtschaftsförderung Rhein-Sieg-Kreis, Gertrud Hennen, Wirtschaftsförderung Bundesstadt Bonn, Irene Kuron, Unternehmensberaterin.Foto: privat

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