Allgemeine Berichte | 30.04.2024, 13:43 Uhr

Ortsausschuss Berkum zu Burg Odenhausen gefragt

Freunde der Burg fordern Information zum Neubaugebiet

Ein gutes Dutzend der Freunde der Burg beim Zählen der 2000 Unterschriften mit Petra Vieten (li.). Foto: privat
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Wachtberg. In einem Brief an Bürgermeister Jörg Schmidt, den Vorsitzenden des Berkumer Ortsausschusses, Stephan Zieger, und an die Mitglieder des Berkumer Ortsausschusses fordert der Initiativkreis der „Freunde der Burg“ (Odenhausen) die örtlichen Politikerinnen und Politiker auf, sich in diesem Gremium möglichst bald und intensiv mit der künftige Entwicklung des Wachtberger Zentralorts zu befassen. Dies gilt insbesondere den Fragen, die sich zu dem rund 130 Wohnungen umfassenden Neubaugebiet am Hang des der Gemeinde ihren Namen gebenden Wachtbergs und dem unmittelbar daran angrenzenden, bisher nicht näher definierten Mischgebiet am Wachtbergring ergeben. Kernpunkte sind dabei vor allem die dadurch gefährdete Standfestigkeit der tausendjährigen Burganlage, ihre Lage in der Landschaft und die Bewahrung des einzigartigen Landschaftsbilds im grünen Herzen des „Drachenfelser Ländchens“.

Die Freunde der Burg betonen dabei, dass dieses Gremium für alle Fragen, die für die Entwicklung des Ortes Berkum von besonderer Bedeutung sind, eine eigene Zuständigkeit besitzt, die bisher nicht wahrgenommen wurde. Der Initiativkreis, der sich aus dem Kreis der rund 2000 Menschen gebildet hat, die mit ihrer Unterschrift gegen die Bebauung der Ackerflächen oberhalb der Burg votiert haben, und deren Kern Einwohner von Berkum bilden, kann nicht nachvollziehen, dass sich der Ortsausschuss mit der möglichen Bebauung dieser Fläche nach dem Beschluss der Ratsgremien über einen Städtebaulichen Entwicklungsvertrag bisher noch nicht befasst hat.

Auf folgende Fragen müsse es im Dialog mit den Bürgern valide Antworten geben:

1. Wann wurde / wird der Städtebauliche Vertrag mit dem Investor Dornieden rechtsgültig und final unterzeichnet?

2. Gab es seit dem Votum der Ratsgremien zu dem Entwurf eines Städtebaulichen Vertrages Nachverhandlungen und Nebenabreden mit dem Investor mit der Folge, dass der Vertrag gegebenenfalls erneut von den Ratsgremien beraten und beschlossen werden muss?

3. Gibt es eine aktualisierte Zeitplanung für das Projekt, und von welchem Zeitrahmen wird verwaltungsseitig ausgegangen?

4. Sind in dem Städtebaulichen Vertag die Verpflichtungen des Investors aufgeführt zur Übernahme der Kosten, die bei der Gemeinde Wachtberg durch das mögliche zukünftige Baugebiet entstehen wie zum Beispiel für den Bau eines 3-4-gruppigen Kindergartens?

5. Wer baut ggf. den notwendigen 3-4 gruppigen zusätzlichen Kindergarten auf dem Gesamtareal, und wo soll er entstehen (Zusage / Absprache mit dem Rhein-Sieg-Kreis)?

6. Wurde angesichts des Zeitdrucks und der hohen Priorität des möglichen zukünftigen Baugebiets, der seitens seiner Befürworter stets geäußert wurden / werden, bereits die notwendigen geo-hydrologischen Untersuchungen beauftragt? Bekanntlich liegt hierzu bisher nur ein „Zwischenbericht“ aus dem Jahre 2013 vor, der auch von der Verwaltung für unzureichend erachtet wird.

7. Schließt diese hydrologische Untersuchungen das ebenfalls avisierte Mischgebiet oberhalb des Wohnungsbaugebiets am Wachtbergring mit ein?

8. Gibt es Planungen für dieses Mischgebiet seitens der Verwaltung, und wenn mit welchem Investor? Gibt es einen Zeitrahmen für die Planung, das Beschlussverfahren und die Realisierung des Mischgebiets?

9. Ist ein getrenntes Untersuchungs- und Genehmigungsverfahren für Wohn- und Mischgebiet sinnvoll und rechtlich möglich?

10. Wie beurteilt der Ortsausschuss die durch das Wohnbaugebiet und durch das Mischgebiet zu erwartende massive Veränderung des Landschaftsbildes unterhalb des der Gemeinde ihren Namen gebenden Wachtbergs?

11. Ist ein Genehmigungsverfahren, in dem die für das Wohngebiet nachzuweisenden Parkplätze in dem bisher völlig unabhängig davon betrachteten Mischgebiet platziert werden, sinnvoll und rechtmäßig?

Die „Freunde der Burg“, in ihrer Leitungsgruppe vertreten durch Dr. Uwe Riecken, Herwart Weinrich, Sabine Killmann, Dr. Christof Siefahrth, Ulf Hausmanns und Klaus Huse, erwarten daher, dass kurzfristig zu einer Sitzung des Ortausschusses eingeladen wird.

Pressemitteilung

Freunde der Burg

Ein gutes Dutzend der Freunde der Burg beim Zählen der 2000 Unterschriften mit Petra Vieten (li.). Foto: privat

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