Allgemeine Berichte | 26.04.2019

Mit dem NABU Mayen und Umgebung Bärlauch & Co. entdecken

Frühjahrsblüher im Pöntertal

Exkursion ins Pöntertal am Sonntag, 5. Mai

Ein Teppich aus Bärlauch beeindruckt durch seine Blütenpracht.Foto: NABU/Hans-Jürgen Schneider

Kell. Der NABU Mayen und Umgebung lädt am Sonntag, 5. Mai, zu einer zweistündigen Exkursion ins Pöntertal bei Andernach ein. Die reichen Bärlauchbestände des Pöntertals und andere Wildkräuter gibt es zu entdecken. Gesäumt von dichten Buchenwäldern ist das Pöntertal der ideale Standort für diese in unseren Küchen beliebte Pflanze. Bevor sich das Blätterdach der Laubbäume im Frühjahr wieder gänzlich schließt, nutzt der Bärlauch die zeitigen Sonnenstrahlen, um zu seiner beeindruckenden Blüte anzusetzen. Von Ende April bis Mitte Mai breiten sich die weißen Teppiche aus. Ein wahrnehmbarer Geruch durchströmt dann das Tal, der die Verwandtschaft des Bärlauchs verrät und ihm seinen Zweitnamen eingetragen hat: Waldknoblauch.

Das Pöntertal bei Kell ist das jüngste der Naturschutzgebiete in Rheinland-Pfalz. Das Areal dehnt sich dabei vom Tönissteiner Mineralbrunnen im Norden bis zur Quelle des Krayerbachs im Süden aus. So bildet es einen bedeutsamen Wanderkorridor für Wildtiere vom Laacher See zu den bewaldeten Hängen längs des Rheins. Mit etwa 350 kartierten Pflanzenarten gilt das Pöntertal als sehr artenreich. Darüber hinaus ist es ein bedeutendes Nahrungshabitat für Rot- und Schwarzmilan, aber auch Schmetterlingen und Heuschrecken bietet das Tal einen geeigneten Lebensraum.

Seit 2018 nun werfen die Naturschützer des NABU Mayen und Umgebung im Rahmen einer Bachpatenschaft einen aufmerksamen Blick auf das in weiten Teilen natürlich fließende Gewässer und die umliegenden Wiesen und Felder. Im Fokus steht die Erhaltung und Verbesserung des allgemeinen Zustandes des Pönterbachs und seiner Umgebung. Die Durchgängigkeit für die Lebewesen im Bachlauf sicherzustellen sind ebenso Ziel der Bemühungen wie auch den gefahrlosen Wildwechsel in den angrenzenden Wiesen und Wäldern zu ermöglichen. Neues und Aktuelles zu diesem Projekt können Interessierte bei der Wanderung von Hans-Jürgen Schneider erfahren.

Fachkundig geleitet wird die Exkursion von Helmut Schwarzer. Als Naturfreund, Wanderer und Fotograf mit einem Auge für die kleinen Glanzpunkte am Wegesrand – so erkundet er unsere Heimatregion. Dabei gelingen ihm immer wieder faszinierende Fotos und Makroaufnahmen der Pflanzen- und Tierwelt. Beim Ausklang der Veranstaltung in der Burgklause in Nickenich besteht im Anschluss die Möglichkeit, mit ihm näher ins Gespräch zu kommen. Im Übrigen sind gutes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung für diesen Tag angeraten.

Treffpunkt um 13.45 Uhr ist der Parkplatz an der KiTa, Pöntertalstr. 38 in Kell. Um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten. Diese ist möglich bei Ursel Westphalen unter Tel. (0 26 51) 7 05 16 00 oder unter der Email-Adresse Ursel.Westphalen@NABU-Mayen.de. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Ein Teppich aus Bärlauch beeindruckt durch seine Blütenpracht. Foto: NABU/Hans-Jürgen Schneider

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