Studenten aus Lantershofen in Synagoge Niederzissen
Führung hinterließ nachhaltigen Eindruck
Niederzissen. Studenten des Studienhauses St. Lambert aus Grafschaft-Lantershofen informierten sich kürzlich vor Ort über die Geschichte der jüdischen Gemeinden des Brohltals und der Niederzissener ehemaligen Synagoge.
Damit nahmen sie zur Freude der Niederzissener Verantwortlichen des Kultur- und Heimatvereins die Kontakte wieder auf, die vor Jahren zu regelmäßigen Besuchen von Studenten dieses einzigartigen Priesterseminars des dritten Bildungsweges in Deutschland geführt hatten.
Bei dem diesmal mehr als dreistündigen Aufenthalt erfuhren sie viel Wissenswertes und Spannendes über die lange jüdische Geschichte Niederzissens und des Brohltals, die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Synagoge mit der vor der Sanierung vom Speicher geborgenen Genisa, als einer der größten Funde in Deutschland.
Aber auch die Frage nach dem Aufbau und der Zweckbestimmung einer Synagoge als Haus des Versammelns, Haus des Betens und Haus des Lehrens und Lernens waren wichtige Aspekte des gegenseitigen Austauschs. Sehr beeindruckt bedankten sie sich bei Richard Keuler, Gisela Reichrath und Dr. Gerhard Wagner, die mit viel Detailwissen versuchten, den Wissendurst der Studenten zu löschen. Es zeigte sich einmal mehr, dass die ehemalige Synagoge mit dem jüdischen Museum ein gefragtes Haus als Bildungseinrichtung sowohl für Schulen, als auch für Studieneinrichtungen ist.
