Allgemeine Berichte | 07.11.2024

Erste ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Zukunftsregion Ahr

Für Staatssekretärin Simone Schneider ist der Name Programm

Sie haben die Zukunft des Ahrtals im Blick: Guido Mombauer (links) und Peter Jansen. Fotos: GS

Kreis Ahrweiler. Die Begleitung von Aktivitäten des Wiederaufbaus, die Vernetzung maßgeblicher Akteure der Zivilgesellschaft, von öffentlichen Institutionen, Unternehmen und Politik, die Wiederherstellung gleichwertiger Lebensbedingungen, die Beförderung eines zukunftssicheren und nachhaltigen Aufbaus und damit die Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Ahrregion. Dabei sollen Belange des Klimaschutzes besondere Berücksichtigung finden. Das ist der Zweck des Vereins Zukunftsregion Ahr. Oder wie Vorstandsvize Staatssekretärin Simone Schneider bei der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung in der Kleinen Bühne des Bad Neuenahrer Kurparks sagte: „Es geht um neue Impulse und Entwicklungen. Dabei ist der Vereinsname Programm.“ Es gehe darum, gemeinsam die Ahrregion zu gestalten und im Konsens zukunftsfähig zu machen. Dafür gelte es Kompetenzen zu bündeln und nachhaltige Lösungen zu finden.

Dem haben sich die Vertreter der zehn Gründungsmitglieder, Land, Kreis und die acht Gebietskörperschaften des Kreises seit Juli 2023 verschrieben. Und Mitstreiter bekommen: Wirtschaft, Kammern, Vereine und auch Privatpersonen. „Durch die Aktivitäten des Vereins soll eine stärkere Teilhabe der Zivilgesellschaft an der Gestaltung von Wiederaufbau und Zukunftsfähigkeit der Region ermöglicht werden“, erläuterte Geschäftsführer Christoph Klötzer der Mitgliederversammlung, zu der auch interessierte Bürger eingeladen waren.

Fachkräfte fürs Ahrtal

Das Dach des Ganzen bildet Vorstand mit Guido Mombauer als Vorsitzendem, Vize Simone Schneider, Geschäftsführer Christoph Klötzer, Landrätin Cornelia Weigand, Richard Lindner, Jürgen Schwarzmann, Dominik Gieler, Marcel Caspers und ganz neu Peter Jansen. Wobei Jansen sich mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Geschäftsführer der Ahrweiler Traditionsfirma Jansen ganz besonders in das Projekt Ahrtalzentrum für Fachkräfte einbringen will. Dieses soll zum Jahresbeginn 2025 an den Start gehen. Konkret geht es dabei darum, dem Arbeits- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken und neue Kräfte für die Ahrregion zu generieren, innerhalb und außerhalb der EU. Wobei auch das Ziel ist, im Wettbewerb um Arbeitnehmer gemeinsam attraktiver und erfolgreicher aufzutreten und potenziellen Arbeitskräften ein umfassendes Angebot zur Ansiedlung im Kreis Ahrweiler bieten. Eine Aufgabe, auf die sich der bodenständige Manager Jansen freut und in die er sein ganzes Netzwerk einbringen will. Das machte er beim Handschlag mit Guido Mombauer klar. Mit der Bewilligung eines Förderantrages an das Land, das auch den Löwenanteil der Vereinsarbeit trägt, wird noch in diesem Jahr gerechnet.

Mit der Mitarbeit der Bürger rechnet der Verein indes bei m Thema Dokumentation und Erinnerung. Dazu hat im September bereits ein Dialog in Ahrweiler stattgefunden. Ein Thema, das polarisiert, denn die Idee einer zentralen Dokumentationsstätte, wurde dabei durchaus skeptisch gesehen. So fand Vorstandsmitglied Jürgen Schwarzmann als Ortsbürgermeister des von der Flut gebeutelten Hönningen gegenüber Blick aktuell deutliche Worte: „Ich brauche kein Flutmuseum“ und eine Ahrweiler Bürgerin machte klar: „Ich habe zuhause genug Flutmuseum.“ So fasste Klötzer denn auch zusammen: „Nach diversen Arbeitskreissitzungen, in welchen die Art der Umsetzung diskutiert wurde, wurde entschieden sich als Zukunftsregion Ahr keinen eigenen Vorschlag zu eigen zu machen.“ Seitdem stehe die Moderation der öffentlichen Diskussion, die Vermittlung zwischen unterschiedlichen Vorhaben sowie die gemeinsame Erarbeitung eines Konzeptes im Vordergrund.

Innovative Projekte

Bei den Stichworten Innovation und Zukunftsfähigkeit sind innovative Mobilitäts- und Verkehrskonzepte, die Versorgung mit erneuerbaren Energien, Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Tourismus, Förderung des technischen Fortschritts bei Erhalt der einmaligen Kulturlandschaft und Stärkung der regionalen Identität die aktuellen Themen. Wie das konkret aussehen kann, zeigten bei der Mitgliederversammlung zwei Impulsvorträge. So sprach Carl Pump vom Fraunhofer Institut über Potenziale von Agri-Photovoltaik im Obst- und Weinbau. Ein Projekt, dessen Pilot auf einem Obsthof auf der Grafschaft es auf die Titelseite des neuen Heimatjahrbuches des Kreises Ahrweiler geschafft hat. Und Dr. Bert Droste-Franke vom Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung (ehemals Europäische Akademie in Ahrweiler“ erläuterte die Ergebnisse einer Studie zu Chancen für geothermische Wärmespeicherung im Kreis Ahrweiler. All dies fällt in die Rubrik „Freies Denken für den Wiederaufbau und auch (weit) darüber hinaus.“

Und schließlich geht es beim Standortmarketing darum, den Kreis Ahrweiler als attraktiven Standort für Unternehmen zu positionieren. Dies gemeinsam mit den Partnern IHK, Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft und Kreiswirtschaftsförderung. Zudem sollen mit einem Regionalpatenprogramm Schüler für die Themen der MINT-Fächer begeistert und die Motivation für technische Ausbildungs- und Studiengänge gefördert werden. Denn, so Staatssekretärin Simone Schneider, „junge Leute von heute sind die Fachkräfte von morgen. Hinzu kommen Sponsoring von Jugendarbeit, Kulturveranstaltungen, Sport-Events, Kunstausstellungen, gesellschaftliche Teilhabe und Bildungsmaßnahmen.

Die Fäden für all das Genannte laufen in der mit viereinhalb Vollzeitstellen besetzten Geschäftsstelle in der Ahrweiler Wilhelmstraße 1 zusammen. Infos gibt es unter zukunftsregion-ahr.de. GS

Die Mitglieder des Vereins Zukunftsregion Ahr stimmten einstimmig für das Jahresprogramm 2025.

Die Mitglieder des Vereins Zukunftsregion Ahr stimmten einstimmig für das Jahresprogramm 2025.

Sie haben die Zukunft des Ahrtals im Blick: Guido Mombauer (links) und Peter Jansen. Fotos: GS

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