Allgemeine Berichte | 11.07.2017

Bischof Ackermann hält Friedensandacht in Büchel

Für eine Welt ohne Atomwaffen

Bischof Dr. Stephan Ackermann nahm an einem Bittgang und einer Friedensandacht in Büchel teil.privat

Büchel. „Es geht um die Ächtung von Atomwaffen. Wir müssen hinarbeiten auf eine Welt ohne sie“, hat Bischof Dr. Stephan Ackermann im Juli seine Teilnahme an einem Bittgang und einer Friedensandacht in Büchel begründet. Am Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe im Landkreis Cochem-Zell sollen amerikanische Atomwaffen lagern. Der Termin hatte auch dahingehend eine Symbolkraft, da die UN-Vorbereitungskonferenz für ein Verbot von Nuklearwaffen zeitgleich tagte. Der Bittgang und die Andacht wurden von der Internationalen Katholischen Friedensbewegung Pax Christi organisiert.

Gebet am Bildstock auf der Friedenswiese

„Herr, schaffe du die Wege, die zum Frieden führen“, formulierte Ackermann sein Gebet am Bildstock auf der Friedenswiese. „Die Bitte an den Heiligen Geist ist wichtig, weil er die Wege in die Köpfe und Herzen der Menschen findet. Wir setzen mit dem Gebet auf die Macht Gottes.“ Die Andacht sei eine Form, für den Frieden einzutreten, erklärte Horst-Peter Rauguth, Diakon und geistlicher Beirat von Pax Christi. „Atomwaffen sind gegen die Menschlichkeit.“

„Obwohl es hier eher eine kleine Veranstaltung ist, ist es doch eine deutliche Aussage“, sagte die Geschäftsführerin der Deutschen Kommission von Justitia et Pax Gertrud Casel im Hinblick auf die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zudem sei es ein gutes und öffentliches Zeichen, dass der Bischof da sei. „Unser Anliegen wird von unzähligen Menschen weltweit geteilt“, motivierte Bischof Ackermann die Anwesenden. Das Großziel der Abrüstung insgesamt dürfe nicht aus den Augen verloren werden, stellte Ackermann klar.

Aktueller Bezug zur Nordkorea-Krise

Es sei wichtig, die Gefahr in den Blick zu nehmen, obwohl es in den vergangenen Jahren vielleicht ruhiger um das Thema geworden sei. „Daher danke ich Ihnen für Ihr ausdauerndes Engagement“, richtete der Bischof sein Wort an die versammelten Frauen, Männer und Jugendlichen. Die bekannten Risiken der atomaren Abschreckung zeigten sich aktuell deutlich in der Krise der Beziehungen zwischen Nordkorea und Südkorea sowie den USA. Es sei ein langer Weg, den sie bestreiten müssten.

„Aber wir machen uns auf den Weg“, stellte der Organisator der Andacht Thomas Gerhards aus Neef fest.

Dem Bischof und Vorsitzenden der Deutschen Kommission Justitia et Pax war es wichtig zu betonen, dass es keine Demonstration gegen den Standort, gegen die Soldaten oder die zivilen Angestellten, die hier arbeiten, sei. Die Ächtung von Atomwaffen weltweit sei der Anlass für die Andacht. „Ich glaube, da kann vernünftigerweise kein Mensch dagegen sein“, stellte Ackermann fest. Für Gerhards war es eine Bestätigung in seinem Engagement, dass der Bischof vor Ort war: „Wir sind sehr froh, dass der Bischof da ist, auch für mich persönlich als Katholik.“

Andachtsbild als regionale Tradition

Der Bildstock wurde im vergangenen Jahr von Mitgliedern von Pax Christi und dem Internationalen Versöhnungsbund errichtet. Zu sehen ist das Motiv „Christus zerbricht das Gewehr“ des Künstlers Otto Pankok. Das Bild solle ausdrücken, dass Atomwaffen ein Verbrechen an Gott und der Menschheit seien, und zum Nachdenken anregen, erklärte Gerhards. Der Bildstock nehme Bezug auf die regionale Tradition, wonach Christen bei großer Sorge um den Frieden ein Andachtsbild errichten.

Pressemitteilung

Bischöfliche Pressestelle Trier, Redaktion Koblenz

Bischof Dr. Stephan Ackermann nahm an einem Bittgang und einer Friedensandacht in Büchel teil.Foto: privat

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