Allgemeine Berichte | 17.02.2026

Zum Wohl der Honigbienen

Fusion aller Imkervereine im Westerwald

Seit dem 25. Januar 2026 vertritt der neue Kreisvorstand die Interessen der Imker und Imkerinnen im Westerwaldkreis: Dr. Christoph Zimmermann-Wolf (1. Vorsitzender), Dr. Ine Schmale (2. Vorsitzende), Christina Kokot (Schriftführerin) und Willi Welters (Kassierer).

Region. Ende Januar haben in Montabaur die Vertreter der beiden bisherigen Kreisimkerverbände Unter- und Oberwesterwald die Fusion zu einem gemeinsamen Kreisimkerverband Westerwald beschlossen. Dieser vertritt damit die 428 im Deutschen Imkerbund organisierten Imker und Imkerinnen auf Kreisebene.

Diese neue Struktur entspricht nun der bereits 1974 in Rheinland-Pfalz erfolgten Verwaltungsreform zum Landkreis Westerwald und bündelt die Aufgaben in einem einzigen Kreisverband. Darüber hinaus ermöglicht die Fusion die Konzentration der vorhandenen Ressourcen für die Vorstandsarbeit, denn auch unter den Imkerinnen und Imkern gibt es nur noch wenige Menschen, die sich in der Verbandsarbeit ehrenamtlich engagieren und übergeordnete Aufgaben wie die Leitung eines Kreisvorstandes übernehmen.

„Die bereits seit langem bestehende intensive Zusammenarbeit der beiden bisherigen Kreisimkerverbände wird durch die heutige Zusammenlegung gestärkt.“, erklärt Dr. Christoph Zimmermann-Wolf, den die Vertreterversammlung anlässlich der Fusion zum 1. Vorsitzenden des Kreisimkerverbands Westerwald gewählt hat. „Auch wenn der Fokus der Imkervereine primär auf dem Wohl der Bienenvölker liegt, benötigt die imkerliche Arbeit von politischer Seite Unterstützung. Der neue Kreisimkerverband sieht sich als Schnittstelle zur Politik und Öffentlichkeit auf Kreisebene und der Interessensvertretung der Imker und Imkerinnen.“

Für die Imker und Imkerinnen im Westerwald ergeben sich darüber hinaus u. a. Vorteile im Hinblick auf die Bienenzucht (Resistenz der Bienen gegen die Varroamilbe, Sanftmut, Sammeleifer), die Weiterbildung in allen imkerlichen Fragestellungen und die Schulung von Neu-Imkern.

Auch für die Region Westerwald hat die Imkerei eine besondere politisch-wirtschaftliche Bedeutung. Für eine Vielzahl von Nahrungspflanzen ist die Bestäubungsarbeit der Bienen nahezu unerlässlich. In der ökonomischen Relevanz rangieren Bienen nach Rindern und Schweinen auf dem dritten Platz der für die menschliche Ernährung wichtigen Tiere – noch vor Schafen, Ziegen, Hühnern etc. Im Fokus der Imkerinnen und Imker steht das konkrete Bienenvolk, das es sachgerecht zu pflegen und vor Krankheiten zu schützen gilt. Dazu kommt die Sensibilität für eine lebenswerte Umwelt, die artenreiche Naturräume entwickelt und sichert.

Der neue Kreisvorstrand besteht aus folgenden Personen:

  • 1. Vorsitzender:Dr. Christoph Zimmermann-Wolf, Imkerverein Kannenbäckerland
  • 2. Vorsitzende:Dr. Ine Schmale, Imkerverein Westerburg-Wallmerod
  • Kassierer: Willi Welters, Imkerverein Hachenburg
  • Schriftführerin: Christina Kokot, Imkerverein Montabaur

Die Aufgaben des Kreisimkerverbandes: Organisationsstruktur der Imkervereine im Westerwald

  • Informationsaustausch der Imker und ihrer Ortsvereine
  • Interessen der Imkerinnen und Imker gegenüber der Politik vertreten
  • Engagement für eine artenreiche Umwelt
  • Ausbildung und Begleitung von Jung- oder Neu-ImkerInnen
  • Fortbildung für eine sachkundige Arbeit mit Bienen
  • Fortbildungen zur Honigernte und Honigqualität
  • Unterstützen der züchterischen Arbeit für sanfte, gesunde und fleißige Bienen
  • Beratung bei Vorbeugung und Bekämpfung von Bienenkrankheiten

Im Unterwesterwald gibt es drei Ortsvereine:

  • Kannenbäckerland (38 Mitglieder/225 Bienenvölker),
  • Montabaur (80 Mitglieder/658 Bienenvölker) und
  • Selters (39 Mitglieder/159 Bienenvölker).

Im Oberwesterwald gibt es sechs Ortsvereine:

  • Am Stöffel (66 Mitglieder/ 428 Bienenvölker).
  • Bad Marienberg (27 Mitglieder/ 138 Bienenvölker).
  • Hachenburg (68 Mitglieder/ 362 Bienenvölker).
  • Kroppacher Schweiz (47 Mitglieder/ 360 Bienenvölker).
  • Rennerod (22 Mitglieder/ 128 Bienenvölker) und
  • Westerburg-Wallmerod (41 Mitglieder/ 172 Bienenvölker).

Der Kreisverband Westerwald hat 428 Mitglieder, die 1588 Bienenvölker betreuen. Der Landesverband Nassau hat aktuell 667 Mitglieder, die 4.515 Bienenvölker betreuen.

Zur Information: Auch in diesem Jahr wird wieder ein Anfängerkurs in Theorie und Praxis fürs Imkern vom neuen Kreisverband angeboten. Die Theorie wird über ZOOM stattfinden, also zuhause am Computer, die Praxis draußen am Bienenvolk. Insgesamt besteht der Kurs aus sechs theoretischen und drei praktischen Einheiten.

Geschichte

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es lokale Vereine für Imkerei. Auch heute noch sind die Imker primär in Ortsvereinen organisiert, in denen man sich gegenseitig informiert und in denen Neuimker Unterstützung finden. Ende des 19. Jahrhunderts entstand mit Entwicklung der Landwirtschaft auch im Westerwald eine in Vereinen organisierte Bienenzucht, kurz vor dem Ende des Herzogtums Nassau (1866). Daran erinnert immer noch der Name des Landesverbandes Nassau. Pressemitteilung Kreisimkerverband Westerwald

Seit dem 25. Januar 2026 vertritt der neue Kreisvorstand die Interessen der Imker und Imkerinnen im Westerwaldkreis: Dr. Christoph Zimmermann-Wolf (1. Vorsitzender), Dr. Ine Schmale (2. Vorsitzende), Christina Kokot (Schriftführerin) und Willi Welters (Kassierer). Foto: D.Wolf

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Dauerauftrag
10 Jahre NoWi Bau
10 Jahre NoWi
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre Nowi
First Friday Anzeige Mai
10 Jahre NoWi
10 Jahre Nowi
Stellenanzeige Servicekräfte
Empfohlene Artikel
Gerstensaft bis zum Abwinken: Im Biermuseum werden die Biermarken der Welt präsentiert. Foto: privat
442

Herzlich willkommen in Bitzen an der Sieg! Kennen Sie nicht? Macht nichts! Denn das Örtchen ist ziemlich klein und unscheinbar. Mittendrin steht ein Museum, das, an der Optik gemessen, garantiert nicht mit dem Louvre verwechselt wird. Muss es auch nicht. Denn dieses Biermuseum ist vor allem eins: kultig. Hier wird dem goldenen Gerstensaft ein echtes Denkmal gesetzt. Und zwar mit Herzblut. Verantwortlich...

Weiterlesen

Der weise Zauberer Gandalf wacht über die Wanderschar. Foto: Horst Hohn
380

Stellen Sie sich das mal vor: Jemand drückt Ihnen einen Ring in die Hand, den Sie tausende Kilometer entfernt in den Schlot eines Vulkans schmeißen müssen. Klingt verrückt, ist aber dem Hobbit Frodo Beutlin aus J. R. R. Tolkiens literarischem Meisterwerk „Herr der Ringe“ genauso passiert – natürlich nur im fiktiven Kontext. Aber die Verfilmung des Stoffs kennt eigentlich so ziemlich jeder; es gab Oscars zuhauf und folglich gibt es auch jede Menge Fans des fantastischen Spektakels.

Weiterlesen

Weitere Artikel
7

Bonn/Meckenheim. Nicht einmal Graupelschauer und Aprilwetter konnten die gute Stimmung an diesem Tag vermiesen: Ulla Schmidt besuchte im März den Unternehmensverbund der Lebenshilfe Bonn. Konkret stand ein Rundgang durch das Werk Meckenheim der Bonner Werkstätten auf dem Programm. Drei Stunden nahm sich die Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe Zeit, um sich verschiedene Arbeitsbereiche zeigen zu lassen.

Weiterlesen

Symbolbild.
153

36-jähriger Autofahrer verliert bei Starkregen die Kontrolle über sein Fahrzeug

04.05.: Dramatisher Unfall auf der B 56: Motorradfahrer schwer verletzt

Lohmar. Am Montag, den 4. Mai, ereignete sich in Lohmar ein schwerer Verkehrsunfall, als zwei Fahrzeuge im Gegenverkehr kollidierten. Dabei erlitt ein Motorradfahrer schwere Verletzungen. Gegen 16:00 Uhr fuhr ein 36-jähriger Mann aus Siegburg mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 56 von Siegburg nach Lohmar. Bei starkem Regen verlor er im Ortsteil Heide aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über seinen Mercedes-Benz.

Weiterlesen

Symbolbild.
124

Spielschein wurde ohne Kundenkarte in einer Annahmestelle abgegeben

Glückspilz aus dem Westerwald gewinnt über 680.000 Euro im Eurojackpot

Region. Ein Spielteilnehmer oder eine Spielteilnehmerin aus dem Westerwald hatte am vergangenen Freitag allen Grund zur Freude: Mit einem Tippschein für die europäische Lotterie Eurojackpot, den er oder sie in einer Annahmestelle von Lotto Rheinland-Pfalz gespielt hatte, gewann er oder sie in der Gewinnklasse 2 über 681.000 Euro.

Weiterlesen

Daueranzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2026
Anzeige Uhren Vintage
Innovatives rund um Andernach
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
Aktionstage 5.-7. Mai
Door To Door Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Zukunft trifft Tradition KW 18
Jubiläum
Stellenanzeige
Titel
Innovatives rund um Andernach