Allgemeine Berichte | 10.08.2016

In Linz wurde ein neuer Zebrastreifen beschlossen

Fußgänger sollen künftig sicherer die Asbacher Straße überqueren können

Fußgänger sollen künftig sicherer die Asbacher Straße überqueren können

Linz. Am 04. August informierten die Stadt Linz, die Masterstraßenmeisterei Neuwied, Polizei und der Landesbetrieb Mobilität (LBM) die Presse zu dem geplanten Fußgängerübergang in der Asbacher Straße. An dem Termin nahmen VG-Bürgermeister Hans-Günther Fischer, Elke Wagner-Hürter vom Fachbereich Bürgerdienste der VG Linz, Bernd Cornely, Landes Betrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz, Thomas Rossi, Verkehrs-Ingenieur bei der LBM Koblenz, Michael Quirin, Leiter der Masterstraßenmeisterei Neuwied sowie Hauptkommissar Hans-Werner Kleebach von der Polizei Linz und Martin Arndt vom Ordnungsamt teil.

In der schon längeren Planung eines sichereren Straßenübergangs an dieser Stelle auf Höhe der Hausnummer 47 trafen sich die Verantwortlichen und Vertreter der Stadt vor Ort, um vor der Presse die getroffene Entscheidung zu erläutern.

Nachdem hier schon ein Fußgänger bei einem Unfall verletzt wurde, haben sich die zuständigen Behörden und Stellen entschlossen, einen Fußgänger-Übergang zur sicheren Überquerung einzurichten, denn auch viele Schulkinder müssen die Straße

hier überqueren. Mit einem neuen Zebrastreifen soll das Queren sicherer werden.

Entscheidung aus vier Möglichkeiten

Dass speziell an dieser Stelle – nur wenige Meter vom Neutor und der Fußgängerzone im Zentrum entfernt – ein Zebrastreifen eingerichtet wird, erklärte Cornely vom LBM und umriss die Situation zu diesem allgemeinen Wunsch: „Wir haben uns mit einem Verkehrssicherheits-Ingenieur zusammengesetzt und vier Möglichkeiten gesehen, die man umsetzen könnte.“

Zu den unterschiedlichen Lösungen zählte auch eine Mitteltrennung, die dem Fußgänger ermöglicht, beim Queren der Straße am Straßenrand und auf der Strassen-„Insel“ nur in eine Seite schauen muss.

Zudem kann man in der Aufenthalt-Zone in der Mitte des Übergangs einhalten, geschützt vor dem Verkehr.

Diese Möglichkeit wäre jedoch mit großem Aufwand und hohen Kosten verbunden, denn man müsste die Straße verbreitern, um den Platz für diese Insel zu schaffen.

Die Entscheidung fiel auf den Zebrastreifen

Unter den weiteren drei Möglichkeiten - Tiefaufpflasterung, Über-/Unterführung und Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) – hat man sich für den Zebrastreifen entschieden, der eventuell später mit bauliche Maßnahmen oder einer Ampel ergänzt werden kann. Diese kann noch angeordnet werden, falls noch mehr Verkehr aufkommen sollte. Wichtig ist aber auf jeden Fall ein guter Blick der Autofahrer auf den Zebrastreifen. Wie Cornely durchblicken ließ, würde man sich beim LBM „einer Unter- oder Überführung auch nicht verschließen. Zuständig für den geplanten Straßen-Übergang sind die Anordnungsbehörde und die VG. Sie können anordnen, wir setzen um! Ein Durchgang unter oder eine Brücke über der Straße ist der sicherste Weg für Fußgänger.“ Bei einem Zebrastreifen ist für Fußgänger und Autofahrer ein guter Blick wichtig: auf die Autos und auf die Fußgänger. Hauptkommissar Hans-Werner Kleebach wies daher auf die anstehenden Änderungen an: „Man muss 20 Meter vor dem Überweg daher ein absolutes Halteverbot anordnen“!

Die Asbacher Straße zählt zu den verkehrsreichsten Straßen

Zum Zeitpunkt (vormittags 10 Uhr) des Pressegesprächs an der Asbacher Straße gab es starken Verkehr, auch viele Lkw brummten durch die Stadt. Wie man beim LBM weiß, befahren täglich insgesamt 15.000 Autos pro Tag die Asbacher Straße. Vergleichsstraßen in Rheinland-Pfalz liegen bei rund 2.800 Fahrzeugen. Fußgänger können als „letztes Glied im Verkehr“ beim jetzigen Zustand nur auf Zeitlücken im Verkehr warten, um die Straße zu überqueren. LBM-Fachmann Rossi weiß: „Hier fährt alle drei Sekunden ein Auto vorbei!“ Ein erstelltes Lomogramm zeigt, wie viele Autos pro Stunde auf der Straße unterwegs sind, auch die Zahl der Fußgänger wird ermittelt: In der Asbacher Straße überqueren stündlich rund 50 Fußgänger diese Landesstraße.

Das Thema beschäftigt die LBM, die Polizei und die Politik: Man geht davon aus, dass die neue Maßnahme schnell realisiert wird. VG-Bürgermeister Fischer: „Wir sind alle überzeugt, dass die Sicherheit der Menschen hier das wichtigste für uns ist – vor allem auch für Schulkinder und Ältere, denn sie sind die Schwächsten im Verkehr.“

Für Kinder ist Verkehrserziehung unverzichtlich

Hauptkommissar Kleebach von der Polizeiwache Linz verspricht sich viel von der neuen Maßnahme: „Ein Zebrastreifen ist gut, denn es gab hier auch schon Tote. Daher ist wichtig, dass die Eltern der Kinder bei der Verkehrserziehung aktiv sind. Das ist ein entscheidender Aspekt, denn jeder muss sich regelgerecht verhalten.“ Als hier vor einiger Zeit eine Baustelle eingerichtet war, wurde ein Not-Zebrastreifen ohne bauliche Maßnahmen hier eingerichtet. Kleebach war damals enttäuscht: „Die Autofahrer sind bis auf den letzten Meter vor dem Zebrastreifen gefahren und haben dort auch geparkt. Wir kommen daher nicht herum, diesen Bereich freizuhalten. Aufgrund des Rückstaus bis in die Kurve vor dem Übergang habe ich aber auch viele gefährliche Situationen gesehen. Wenn Kinder zwischen zwei Autos auf die Straße laufen, hat der Autofahrer keine Chance, denn man sieht sie hinter anderen Autos nicht. Dieser Bereich muss daher freie Sicht haben. Wir werden deshalb unterbinden, dass jemand in diesem Bereich parkt, denn die Übersicht ist hier schlecht.“ Bei Geschwindigkeits-Messungen werden hier oft bis zu 20 „Raser“ erwischt.

Abgesenkte Bordsteine und mehr Beleuchtung

Der Bordstein am Straßenrand wird auf Höhe des Zebrastreifens abgesenkt, um Menschen mit Mobilitäts-Handicaps, Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollatoren sowie natürlich auch Eltern mit Kinderwagen die Möglichkeit zu geben, quasi stufenlos den Gehsteig zu verlassen oder wieder zu erreichen. Auch die Beleuchtung in diesem Bereich ist wichtig. Zudem gibt es 20 Meter vor und hinter dem Zebrastreifen ein absolutes Halteverbot, um den Blick zwischen Fußgänger und Autofahrer nicht zu verstellen.

VG-Bürgermeister Fischer zeigte sich am Ende des Gesprächs zufrieden: „Wir stimmen zu und die Polizei ebenfalls, auch das Straßenverkehrsamt wird zustimmen und den Fußgängerüberweg anordnen. Wir schauen, was wir baulich selber machen können, um Kosten zu verringern wie zum Beispiel bei der Beleuchtung. Wir setzen uns in wenigen Tagen zusammen, eine zeitnahe Verbesserung der Situation ist daher in Sicht. Das Thema bewegt uns alle! Wir nehmen diese Maßnahmen in Angriff und werden auch die Verkehrserziehung stärken.“

Fußgänger sollen künftig sicherer die Asbacher Straße überqueren können
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