Rhein-Hunsrück-Kreis lehnt finanzielle Beteiligung am Standort Boppard ab 2028 ab
GK-Mittelrhein steht vor weitreichender Entscheidung
Koblenz. Das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein bedauert die Entscheidung des Rhein-Hunsrück-Kreises, den vom Landesgesundheitsminister vorgeschlagenen Kompromiss beim Runden Tisch abzulehnen und stattdessen neue Bedingungen zu stellen, die für die beiden Hauptgesellschafter – die Stadt Koblenz und der Landkreis Mayen-Koblenz – untragbar sind.
Darüber hinaus wird bereits jetzt ein Verlustausgleich nach 2028 ausgeschlossen. Gleichzeitig wird eine Betriebspflicht bis Ende 2030 verlangt und damit sämtliche Risiken komplett auf die beiden Gesellschafter und die Gesellschaft verlagert. Damit fordert der Rhein-Hunsrück-Kreis eine dauerhafte Gesundheitsversorgung vor Ort, ohne sich selbst beteiligen zu wollen. Die Stadt Koblenz und der Landkreis Mayen-Koblenz sollen eine stationäre Versorgung in Boppard finanzieren. Diese Forderungen gehen weit über das hinaus, was beim Runden Tisch vereinbart wurde.
Die Zusage des Kreises ist der entscheidende Baustein für die Umsetzung des erarbeiteten Zukunftskonzepts, das auf einer langfristigen, solidarisch getragenen Verantwortung aller beteiligten Gesellschafter beruht. Dieses Konzept bietet eine tragfähige Grundlage, um den Standort Boppard als wohnortnahe Versorgungseinrichtung zu sichern und den Beschäftigten eine verlässliche Perspektive in Boppard zu geben.
Durch die Ablehnung entfällt jedoch die finanzielle und nachhaltige Basis, die für eine nachhaltige Umsetzung erforderlich gewesen wäre. Weder eine faire Verteilung möglicher Risiken noch eine dauerhafte Absicherung der Finanzierung ist unter diesen Voraussetzungen realistisch möglich. Der Stadt Koblenz und dem Landkreis Mayen-Koblenz ist es nicht möglich, in alleiniger Verantwortung dauerhaft ein Krankenhaus in einer anderen Kommune zu finanzieren.
„Das GK-Mittelrhein steht weiterhin zu seinem Ziel, die medizinische Versorgung in der Region zu sichern. Angesichts der aktuellen Beschlusslage muss jedoch am kommenden Freitag, 16. Januar, in der Gesellschafterversammlung über das Schließungskonzept für den Standort Boppard beraten und entschieden werden. Wir hoffen sehr, dass der Rhein-Hunsrück-Kreis die bis dahin verbleibende Zeit noch nutzt und den gefundenen Kompromiss mitträgt, da auch die neuesten Bedingungen nicht tragbar und zielführend sind“, betont David Langner, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung.
Pressemitteilung Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein
Weitere Themen
Artikel melden
13.01.: Bad Neuenahr-Ahrweiler: Zahlreiche Schüler von der Polizei kontrolliert
- Kiefer: Wenn ich sehe wie viele von Landershofen runter nach Ahrweiler ohne Beleuchtung fahren dann wird es mir schlecht. Jeden Morgen dasselbe Spiel
Sternsinger bringen Segen
- Ulrich Manns : Sehr beeindruckend das Engagement! Eine schöne Kultur, die man unbedingt unterstützen sollte. Danke an alle Beteiligten ???
Mutmaßlicher Mord in Gimmigen: Mahnwache für Anna vor Prozessbeginn
- Anne: Wie gut, das jetzt keine Dorfkirmes ist am 19. Januar. Da gäbe es dann eher ein traditionelles Hahneköppen in ausgelassener Stimmung unmittelbar neben dem Tatort anstatt einer Mahnwache…
Tempokontrollen auf der B50: Konsequenzen für Raser
12.01.: 121 km/h zu schnell und Kokain im Blut
Sohren. In der Woche vom 12. bis zum 16. Januar 2026 führten die Polizeiinspektion Simmern sowie die Polizeiwache Hahn gezielte Geschwindigkeitskontrollen durch.
Weiterlesen
Eröffnung des 1.Semester 2026 Forum aktive Ältere
Was macht denn eigentlich so ein Bürgermeister?
Neuwied. Am Mittwoch, den 28. Januar 2026, von 15 bis 16:30 Uhr, findet im Rahmen des 1. Semesters 2026 des Forums „Aktive Ältere“ eine Veranstaltung mit Herrn Bürgermeister Peter Jung statt. Unter dem Motto „Was macht denn eigentlich so ein Bürgermeister?“ gibt Herr Jung Einblicke in seine Arbeit.
Weiterlesen
Notmaßnahme in der Kölner Straße: Reparaturarbeiten dauern eine Woche
16.01.: Wasserrohrbruch sorgt für Verkehrsbehinderungen in Heimerzheim
Heimerzheim. In Heimerzheim wurde die Gemeindeverwaltung von dem Wasserversorger e-regio über einen Wasserrohrbruch an der Ecke Kölner Straße/Frongasse informiert.
Weiterlesen
