Allgemeine Berichte | 18.01.2024

Kolpingfamilie St. Martin

Gebetsstunde für den Frieden

Die Musikgruppe „Spirit“ bereicherte wieder die Gebetsstunde für den Frieden in der Lahnsteiner Martinskirche.  Foto: Kolping St. Martin

Lahnstein. „Gebete ändern nicht die Welt, aber Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt.“ Diesen Satz soll einst Albert Schweitzer geprägt haben. Er gilt auch für die Gebetsstunde für den Frieden, mit welcher die Kolpingfamilie St. Martin, die Jugendmusikgruppe „Spirit“ und die katholische Friedensorganisation Pax-Christi jedes Jahr am zweiten Freitag im Januar ihr Jahresprogramm eröffnen. Trotz einsetzenden Schneeregens waren rund 40 Menschen in den Chorraum der St. Martinskirche gekommen. Vor dem Kyrie äußerten die Teilnehmer selbst ihre Gedanken und Ängste. Natürlich wurden da die Kriege in der Ukraine und in Nahost, die Menschenrechtsverletzungen im Iran und im Sudan wie auch das Erschrecken über ein Treffen von AfD Politikern und Sympathisanten in Potsdam genannt. Letzteres in Erinnerung an ein ganz dunkles Kapitel deutscher Geschichte. In den Wortbeiträgen der Teilnehmer ging es um den „kleinen Frieden“ mit den Mitmenschen vor Ort und auch um die Ohnmacht über das Weltgeschehen, die viele umgibt. Die Bibelstelle 1 Thess 5, 12-22, wurde als Lesungstext von Sylvie Rösner vorgetragen. Darin heißt es u.a. „Haltet Frieden untereinander“, „Prüft alles und behaltet das Gute“, „Meidet das Böse in jeder Gestalt“. Ulrike Schneider legte die biblischen Worte in einer Predigt aus. Gemeinsam wurde ein Gebet des Theologen Stephan Wahl gesprochen, welcher in Israel lebt. Als Andenken nach „Vater unser“, Einladung zum Friedensgruß durch Ute Wagner und Segen bekamen alle eine kleine Gebetskarte mit der Wortwolke „Frieden“. Auf der Karte war zu lesen: „Verhindere die Gewöhnung an jede Gewalt und jedes Unrecht. Lass uns prophetische Menschen sein, die für Frieden und Gerechtigkeit eintreten. Mache uns zu Werkzeugen deines Friedens.“ Wenn es eines weiteren Beweises für harmonischen Vortrag von moderner Kirchenmusik bedurfte, dann wurde er an diesem Abend erbracht: Die Jugendmusikgruppe „Spirit“ wusste wieder einmal zu überzeugen. Passend zum Jahresbeginn wurde unter anderem „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ gesungen oder der vierstimmige Kanon „Herr, gibt uns deinen Frieden“. „Spirit“ mit Manfred Heilscher, Elmar Schmitz, Gernot Schauren, Bettina Bäcker und Tanja Sporenberg sind ein Juwel des neuen geistlichen Liedes. Zur Agapefeier mit Rotwein, Traubensaft und Kräuterbutter-Broten kam man abschließend im Pfarrhaus St. Martin zusammen. Dabei war auch der Präses der Kolpingfamilie, Bezirksdekan Armin Sturm. Gedacht wurde auch an den Arnsteiner Pater Wolfgang Jungheim, der jetzt in Werne lebt und das Friedensgebet mit vorbereitet hatte. Auch Mitglieder des „Treff 81“, der Gruppe von Behinderten und weniger Behinderten aus der katholischen Kirchengemeinde St. Martin, begannen ihr Jahresprogramm mit der Teilnahme am Friedensgebet. Bleibt zu hoffen, dass die Gebete erhört werden und das Jahr 2024 vielleicht den ein oder anderen Friedensschluss und damit mehr Vernunft bringt.

Die Musikgruppe „Spirit“ bereicherte wieder die Gebetsstunde für den Frieden in der Lahnsteiner Martinskirche. Foto: Kolping St. Martin

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