Allgemeine Berichte | 17.08.2016

Pfarrgemeinderat Linz und Linzer Tafel e.V. laden ein

Geburtstagsparty für St. Martin

Gemeinsame Mittagstafel zu Ehren von St. Martin findet am 28. August statt

Linz. Vor 1700 Jahren wurde Martinus von Tours geboren. Bis heute ist die Szene aus seinem Leben bekannt, wie er seinen Mantel mit dem Bettler teilte. Der Pfarrgemeinderat St. Martin Linz und die Linzer Tafel e.V. wollen das besondere Jubiläum feiern und laden zu einer gemeinsamen Mittagstafel ein. Am Sonntag, 28. August (Kirmes-Sonntag) werden ab 12 Uhr auf dem Buttermarkt und vor der Sparkasse in der Mittelstraße die Männer der Gulasch-Kanone der Stadtsoldaten an Jedermann Kartoffelsuppe austeilen. Und da die Musik zu einem Fest nicht fehlen darf, spielt zur Unterhaltung der Gäste eine Blaskapelle. Bei Regen findet die Veranstaltung im Rathaussaal statt. Nach dem Motto „Teilen wie St. Martin“ sind Spenden willkommen. Der Erlös ist für die Linzer Tafel e.V. bestimmt. Derzeit werden Lebensmittel an 822 Menschen ausgegeben.

Für die Unterstützung geht die Wertschätzung der Veranstalter an die Stiftung Stadtsparkasse Linz, an die Metzgerei Berg und an die Mitarbeiter des Altenheims der Verbandsgemeinde. Die Erinnerung an einen Menschen wie Martinus von Tours kann auch heute noch die Aktualität eines selbstlosen, an einem Ideal orientierten Lebens wach halten. 316/317 wurde Martinus als Sohn eines römischen Offiziers in Ungarn geboren. Schon mit 15 Jahren musste er in die Armee eintreten. Während seines Offiziersdienstes in Gallien ereignete sich vor dem Stadttor von Amiens die Begegnung mit einem Bettler. Martinus teilte durch einen Schwerthieb seinen Mantel und gab dem Armen die Hälfte. Erst später ließ sich Martinus taufen und verließ als Kriegsdienstverweigerer in Worms die römische Armee.

Als Martinus zum Bischof von Tours gemacht wurde, lehnte er den Einzug in den Bischofspalast ab und lebte weiterhin im Kloster Marmoutier. Er unternahm zahlreiche Reisen, um den Menschen das Christentum nahe zu bringen. Sein großer Gerechtigkeitssinn zeigte sich in Trier am Hofe des Kaisers Maximus: Priscillian und seine Gefährten waren wegen ihrer streng asketischen Armutsbewegung als Häretiker angeklagt. Trotz aller Bemühungen gelang es Martinus aber nicht, sie vor der Hinrichtung zu bewahren.

Am 8. November 397 starb Martinus und wurde am 11. November beerdigt. Er ist einer der ersten Heiligen, der als Nichtmärtyrer verehrt wurde.

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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