Tag des offenen Denkmals in Swisttal
Gedenken an Dr. Johann Bayer
Verein Zehnthaus ehrt seinen Gründer - Tafel würdigt das Engagement des Odendorfer Arztes
Swisttal-Odendorf. Am Tag des offenen Denkmals war das Zehnthaus in Odendorf für Besucher geöffnet. Bildpräsentationen und Führungen informierten über die Geschichte des Denkmals und die Arbeit des Zehnthaus-Vereins. Zum Auftakt des Tages, der unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ stand, versammelten sich Mitglieder des Vereins Zehnthaus, Angehörige der Familie Bayer und weitere Bürger zum Gedenken an den Gründungsvater: Der Odendorfer Arzt Dr. Johann Bayer (1915 bis 2008) hatte im Jahr 1974 zur Gründung des Vereins aufgerufen, um das Zehnthaus vor dem Abriss zu bewahren.
Die 1. Vorsitzende Dr. Maria Burger erinnerte in ihrer Ansprache an die erfolgreiche Gründungsversammlung wie auch an die beschwerlichen Jahre der Sanierung. Sieben Jahre verstrichen, bis das Zehnthaus am 19. Juli 1981 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Burger beschrieb den vor acht Jahren verstorbenen Gründer als einen energischen und hilfsbereiten Menschen. Mit Zitaten aus Ansprachen und Rundbriefen ließ sie Bayer dabei gleichsam selbst zu Wort kommen. Seine Tatkraft bewies er auch bei anderen Aufgaben im Ort, von denen insbesondere die Ehlen-Siedlung zu erwähnen ist. Mit dem Zehnthaus ist sein Name jedoch untrennbar verbunden. So empfinden das auch seine Angehörigen. Raimund Bayer enthüllte an der Giebelwand des Zehnthauses eine Gedenktafel, die das Engagement seines Vaters von nun an dauerhaft würdigt. Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner erinnerte in ihrem Grußwort an den verdienstvollen Einsatz des Odendorfer Arztes. Seinem Engagement verdanke Swisttal, dass ein historisches Kleinod bewahrt und mit neuem Leben gefüllt wurde. „Das Zehnthaus hat sich zu einem Zentrum der Kultur und Begegnung entwickelt. Das ist etwas, worauf Sie alle stolz sein können.“ Dem Verein Zehnthaus wünschte die Bürgermeisterin weiterhin viel Freude bei der Fortsetzung seiner Arbeit. Mehrere Gründungsmitglieder waren zu dem Festakt gekommen, die anschließend beim Sektempfang ihre persönlichen Erinnerungen erzählten.
Die Erinnerungstafel gleich unter dem Denkmal-Schild.
