Katholisches Pfarramt St. Dionysius
Gedenken an einen Glaubenszeugen
Treffen am Stolperstein von Johannes Schulz
Nickenich. Fünf Jahre wohnte Johannes Schulz im Priesterseminar Trier, wo er seine theologische Ausbildung erhielt. Vor dem Eingang des Bischöflichen Priesterseminars erinnert ein Stolperstein mit seinem Namen, seiner Häftlingsnummer im KZ Dachau und mit seinem Sterbedatum an die Persönlichkeit. Nach seiner Priesterweihe war Johannes Schulz unter anderem Pfarrer in Elm und danach Pfarrer in Nickenich. Immer wieder prangerte er das menschenverachtende Unrechtsregime an. Er wurde bespitzelt und seine Predigten wurden mitgeschrieben.
Als er im Mai 1940, also vor genau 80 Jahren, dem Generalfeldmarschall Hermann Göring den damals üblichen Gruß verweigerte, war das für den politisch Mächtigen ein willkommener Anlass, den Priester festnehmen zu lassen und ins Konzentrationslager Dachau bringen zu lassen, wo er qualvoll starb.
Der heutige Pfarrer von Elm, Hans-Georg Müller, und der heutige Pfarrer von Nickenich, Norbert Missong, trafen sich vor dem Gedenkstein und erinnern in diesen Tagen an den mutigen Glaubenszeugen, der lieber Gott gehorchte als den Menschen.
Der Stolperstein von Johannes Schulz.
