Die kfd St. Johannes Treis feiert ihr 150-jähriges Bestehen
Gedenkstein erinnert an den runden Geburtstag
Gottesdienst und Festprogramm am 1. September
Treis. Die kfd St. Johannes Treis feiert am 1. September ihr 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird es dann ab 14.30 Uhr einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes geben, in dessen Verlauf auch der neue Gedenkstein aus Treiser Grauwacke geweiht wird. Die beiden Vorsitzenden Dorothea Keifenheim und Elvira Herrig haben sich zusammen mit dem achtköpfigen Vorstand ein kleines Festprogramm ausgedacht, das nach der offiziellen Feier auf dem Kirchenvorplatz stattfindet. Neben Kaffee und Kuchen wird es für alle Festgäste auch Schnittchen und sonstige Gaumenfreuden geben. „Außerdem wollen wir in einer besonderen Modenschau unter dem Motto ‚Die Frau im Wandel der Zeit‘ organisieren“, so Dorothea Keifenheim im Gespräch mit BLICK aktuell. Das Singen von Volksliedern mit der Gitarrengruppe aus Müden sowie kleine Spiele für die Kleinen werden den Tag abrunden.
Ein Blick in die Chronik des Geburtstagskinds zeigt, wie sich die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) in Treis langsam entwickelt hat: In dem Zeitdokument heißt es unter anderem: Im Jahre 1869 gründet sich der „Elisabethverein“ in Treis, der zunächst nur karitative Aufgaben übernimmt. Die Einrichtung einer Suppenanstalt zur Speisung von Armen ist hier vermerkt, es wird außerdem von den Frauen Kleidung für Kinder genäht. 1928 schließen sich die Frauenverbände des Bistums Trier zusammen. 1938 wurde die Fahne mit eingestickter Jahreszahl des Frauen- und Müttervereins Treis durch Pastor Heinrich Stenger geweiht. 1951 gründete man nach der Nazi-Herrschaft, als die kfd auch in Treis verboten war, den Zentralverband wieder. Alle Frauenverbände schließen sich zu der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands zusammen. 280 Mitglieder sind zu diesem Zeitpunkt in der Pfarrei St. Johannes Treis eingetragen. Pastor Christoph Billen wird 1958 neuer Präses. Christine Castor ist damals die erste Vorsitzende.
1975 übernimmt Maria Hasbach den Vorsitz. Die kfd wird neu belebt und unternimmt vielfältige Aktivitäten. Die Altenbegegnung wird 1977 im renovierten Pfarrheim eingerichtet. 1981 wird Magdalena Locker Dekanatsvorsitzende. 1986 übernimmt Dietlinde Schmidt die Frauenseelsorge. 1984 wird Pastor Willi Rodermann neuer Präses. Man engagiert sich in Kirche und Gesellschaft, Andachten, Gottesdiensten, Handarbeitsbasaren, Kochkurse und kreativen Kurse werden gehalten. Karnevalsveranstaltungen, Gymnastik und Singgruppen werden ebenso gebildet. Fahrten und Fortbildungen besuchen die kfd-Frauen überregional. Die kfd wächst, und im Jahr 1988 zählt die Gruppe 253 Mitglieder. 1994 wird schließlich das 125. Jubiläum gefeiert.
Die kfd heute übernimmt gegenwärtig Besuchsdienste, hält Totengebete, Andachten und Gottesdienste und engagiert sich in der Gemeinde. Die Mitarbeiterinnen bilden sich mit der Teilnahme an Fortbildungen in Trier und Koblenz fort. Ebenso unterstützen sie die Aktionen der kfd überregional.
Die kfd ist der größte Frauenverband Deutschlands. Ihr Leitbild lautet: „Leidenschaftlich glauben und leben.“ Heute hat die kfd St. Johannes insgesamt 97 aktive Mitglieder und zwölf Ehrenmitglieder. Der Vorstand besteht aus acht Frauen und 17 Mitarbeiterinnen.
MT
