Der Tag der offenen Tür der Feuerwehr in St. Katharinen
Gefahrgut-Tonnen sicher geborgen
St. Katharinen. Nicht umsonst genießen die Feuerwehrmänner und -frauen das höchste Ansehen und Vertrauen in der Bevölkerung.
Das betrifft nicht nur die Berufs-Feuerwehrmitarbeiter – meist in größeren Städten -, sondern mindestens genauso die Freiwilligen Feuerwehren. Gerade deren unbezahltes Engagement zu jeder Uhrzeit verdient größten Respekt und Dank.
Als „Freund und Helfer“ gehören auch regelmäßige Veranstaltungen wie die „Tage der offenen Tür“ zu ihrem Einsatz, auf denen sie zeigen, wie wichtig diese Organisationen für die Menschen sind, die sie häufig aus gefährlichen Situationen befreien. Lothar Junior von der Freiwilligen Feuerwehr St. Katharinen erklärte am Pfingstsonntag bei dem diesjährigen „Tag der offenen Tür“:
„Viele kommen auch aus eigener Schuld in fatale Situationen. Wichtig ist daher vor allem die Vorsorge. Das zeigen gerade die Feuerwehren."
Gefahrgutübung zieht viele Besucher an
Die Freiwillige Feuerwehr in Sankt Katharinen hatte daher am Pfingstsonntag bei ihrem gut besuchten „Tag der offenen Tür der Feuerwehr St. Katharinen“ auch in diesem Jahr ab 10 Uhr bis Nachmittags eingeladen. Ein Highlight der gut besuchten Veranstaltung war dabei um 15 Uhr die Vorführung einer Gefahrgutübung, die viele Zuschauer direkt auf der Fläche neben dem Feuerwehrhaus verfolgten.
Die Ausgangssituation für den Vorführ-Einsatz war, dass ein Unfall passiert ist und ein Pkw mit Anhänger von der Straße abgekommen ist, wodurch die Ladung verrutscht und leck geschlagen war. Dabei lief aus einer der Tonnen auf dem Pkw-Anhänger eine übel riechende Flüssigkeit. Da man nicht wusste, was geladen war, wurde die FW herbei gerufen.
Vor dem Feuerwehrhaus kamen die Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn an. Geleitet wurde der „Einsatz“ von Wehrführer Tobias Schaarschmidt. Nach dem Absperren des Unfallplatzes ging es anschließend darum, zu klären, um welche Flüssigkeit es ging. Schnell waren die Schutzanzüge angelegt und mit Messgeräten der Qualm aus der defekten Tonne untersucht. Nachdem diese bestimmt war, konnte die Wehr sie dann gezielt bergen.
Die Feuerwehr konnten ihre Schutzanzüge ablegen. Weitestgehend unbekannte war den Zuschauern, dass diese und die Folie in einen Korb zur Dekontaminierung verstaut, denn sie werden bei „echten“ Einsätzen an den Hersteller zurückgesandt. Damit war die Vorführung beendet und von den Zuschauern mit viel Applaus bedacht.
Neue Kollegen und Kolleginnen sind gewünscht
Schaarschmidt und Junior erläuterten im Anschluss: „Wir sind 24 Stunden im Dienst und haben jährlich mehr als 50 Einsätze.“ Zu der 1926 ins Leben gerufene Wehr in St. Katharinen gehören 32 Personen, darunter auch eine „Feuerwehr-Frau“. Schaarschmidt appellierte daher an die Anwohner in St. Katharinen: „Wir sind immer auf der Suche nach Leuten, die gerne aktiv mitwirken möchten. Sollte Sie mit dem Gedanken spielen, sich zu engagieren, sind Sie gerne eingeladen, sich dienstags um 19 Uhr bei unseren Übungsdiensten im Gerätehaus in St. Katharinen, Am Sportplatz 6, zu informieren“.
Zahlreiche Besucher verfolgten aufmerksam das Geschehen.
Lothar Junior kommentiert die einzelnen Schritte der Bekämpfung.
