Die Realschule plus in Kobern-Gondorf erinnert an Nazi-Verbrechen
Gegen das Vergessen!
Kobern-Gondorf. Die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten ist das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Damit sich so etwas nie wieder ereignet, gedenkt Deutschland jedes Jahr am 27. Januar den Opfern der Nazis.
Es ist eine langjährige Tradition der Realschule plus und Fachoberschule Untermosel in Kobern-Gondorf, diesen Gedenktag mit einer Veranstaltung zu begehen.
In diesem Jahr wurde im Rahmen des Holocaust-Gedenktags die Ausstellung „abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten“ unter Mitwirkung zahlreicher Ehrengäste eröffnet. Schulleiter Dieter Möntenich stellte die besondere Bedeutung der Schulen für die Erinnerungskultur heraus.
„Die Schüler zu Toleranz, Friedfertigkeit und einem verantwortungsvollen Miteinander zu erziehen ist ein zentraler Auftrag der Schulen und das geeignete Mittel, rechtsradikalen Tendenzen zu begegnen“, so Schulleiter Möntenich in seiner Eröffnungsrede. Erinnerung als Erziehung zur Wachsamkeit - diese Botschaft war auch Bestandteil der Grußworte von Landrat Dr. Alexander Saftig und dem Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig. Schüler der Klassen 6 bis 10 rahmten mit einem Gesangsduett, einem Flötenquartett, einem Theaterstück und einer Präsentation zur Ausstellung die Redebeiträge ein.
Heutzutage werden antisemitische Inhalte durch Whatsapp Nachrichten und Posts auf Instagram verbreitet, früher waren es Postkarten. Eine Auswahl dieser judenfeindlichen Postkarten aus dem Kaiserreich, der Weimarer Republik und dem III. Reich sind in der Ausstellung „abgestempelt“ der Bundeszentrale für politische Bildung in der Realschule plus in Kobern-Gondorf zu besichtigen. Für die Öffentlichkeit ist diese Ausstellung noch bis zum 9. März, montags bis freitags jeweils von 9 bis 16 Uhr im Mehrzweckraum der Schule zu sehen.
