Allgemeine Berichte | 15.06.2016

Arbeitskreis „Verkehr“ stellte Eltern die Projektidee zur Verkehrssicherheit vor

„Gelbe Füße“ sollen den Weg zur Schule und den Kitas sicherer machen

Sie wollen den Schulweg sicherer machen: Patricia Schon-Ohnesorge, Käthemie Dung, Dagmar Stolle, Daniela Haack und Susanne Ahrends.DL

Rheinbreitbach. Aufgesprühte stehende oder gehende „Gelbe Füße“ auf den Gehwegen sollen den Rheinbreitbacher Kindergarten- und Grundschulkindern im Straßenverkehr helfen und sie vor gefährlichen Querungen der jeweiligen Straße warnen. „Ziel unserer Aktion ist es, die Kinder nicht mehr an jeder beliebigen Stelle die Straße überqueren, sondern an diesen besonders geeigneten, weil ungefährlicheren Stellen“,erklärte das Ratsmitglied der Unabhängigen Wählergruppe Rheinbreitbach, Susanne Ahrends, für den Schulelternbeirat (SEB) Anfang voriger Woche auf einer Informationsveranstaltung mit einer Powerpoint-Präsentation. Eingeladen zu dieser in das Hotel Ad Sion hatte sie mit den anderen Mitgliedern des Arbeitskreises „Verkehr“ (AKV) wie der Rektorin Patricia Schon-Ohnesorge, Käthemie Dung vom Maria Magdalena-Kindergarten und Daniel Haack vom Kindergarten „Sonnenschein“.

„Wir wollen das bewährte landesweite Verkehrsleitsystem ‚Gelbe Füße‘ in Rheinbreitbach umzusetzen, das in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach entwickelt und auch schon in verschiedenen Orten wie etwa in Bad Hönningen erfolgreich umgesetzt worden ist“, so Susanne Ahrends. An dem Projekt in Rheinbreitbach beteiligt hätten sich auch der Bauhof, das Ordnungsamt und die Polizeistation Linz. Bevor sich diese alle zusammen auf den Weg durch den Ort gemacht hatten, waren die Eltern einbezogen worden. Sie sollten in einem Fragebogen den Weg ihrer Kinder zur Kita oder zur Schule angeben und dabei die Stellen markieren, an denen ihr Kind Straßen überquert. Besonders „kritische“ Straßenübergänge galt es dabei hervorzuheben. Bei einer Ortsbegehung Mitte Februar, an der auch Polizeioberkommissarin Nadine Engebrecht von der PI Linz, Christoph Heck vom Ordnungsamt und Markus Fuchs von Bauhof teilgenommen hatten, waren dann auf dem Bürgersteig am Denkmal hinter dem Kreisel, an der Bushaltestelle Hans Dahmen-Halle sowie an der Kirche, auf den Ecke Neuwieder-/Josefstraße an der Leonarduskapelle und natürlich an der Schule die Stellen festgelegt worden, an denen vorerst „Gelbe Füße“ aufgesprüht werden.

„Damit haben wir man zunächst nur die Hauptwege und die gefährlichsten Stellen nach Ansicht der Eltern berücksichtigt. Weitere Markierungen können später hinzukommen, wenn wir entsprechende Erfahrungen gemacht haben“, erklärte die Schulleiterin. Schon zu Beginn des neuen Schuljahres werde es dagegen sogenannte „Sammelpunkte“ ebenfalls am Denkmal und der Feuerwehr geben, von denen aus die Kinder gemeinsam ihren Weg in die Schule oder ihre Kita fortsetzen sollen. Um eine Nachhaltigkeit zu gewähren, wird das Konzept natürlich auch in den Unterricht mit entsprechenden Spielen, Liedern und Gedichten eingebunden. „Natürlich wird auch das Schulwegtraining, das im Herbst eines jedes Schuljahres von Frau Engebrecht und den Lehrern aller Klassen durchgeführt wird, die ‚Gelben Füße‘ aufgreifen“, so Patricia Schon-Ohnesorge. Und auch die Verkehrstage der Wickelzähne in den beiden Kitas würden zur Einübung eingeplant, versicherten Käthemie Dung und Daniela Haack. „Außerdem sucht der SEB engagierte Eltern, die in den ersten beiden Wochen des neuen Schuljahres mit den Kindern die markierten Wege abgehen, um so mit den Kids das Verhalten im Straßenverkehr einzuüben, bis sie sich ohne eine Aufsicht von Erwachsenen auf den Schulweg machen können“, ergänzte Susanne Ahrends. Angedacht sei zudem, Viertklässler als Schulweg-Paten auszubilden.

Spätestens zum Schulbeginn nach den Sommerferien soll das Projekt umgesetzt worden sein. Noch sind nicht ausreichend Spenden zusammen gekommen. Allerdings konnten Teilnehmern an der Info-Veranstaltung mit dem Erwerb eines kleinen gelben Fuß die Patenschaft für einen großen übernehmen. Kaufen kann man die fröhlich lachenden Füßchen auch in den Kindergärten und in der Grundschule.

DL

Sie wollen den Schulweg sicherer machen: Patricia Schon-Ohnesorge, Käthemie Dung, Dagmar Stolle, Daniela Haack und Susanne Ahrends.Foto: DL

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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