Der Weltladen Linz in Zeiten von Corona
Gelebte Solidarität im Fairen Handel
Linz. Durch die weltweite Corona-Pandemie haben Menschen auf der ganzen Welt mit Einschränkungen im privaten und im beruflichen Alltag zu leben. Besonders die Arbeiter*innen am Anfang von Produktions- und Lieferketten leiden unter den Folgen der Pandemie. In Ländern des globalen Südens gibt es selten Wirtschaftshilfen von der Politik wie in Deutschland. Auch sind die Gesundheitssysteme nicht so robust wie bei uns.
Doch im Fairen Handel unterstützen sich die Partner gegenseitig. Hier wird beispielsweise auf Stornierungen oder Strafzahlungen bei Lieferverzögerungen verzichtet.
Eine lokale Anlaufstelle für eine Vielzahl von fairen Produkten ist der Weltladen Linz. Er ist einer von bundesweit ca. 900 Weltläden, in denen sich mehrere 10.000 Menschen ehrenamtlich engagieren. Weitere Anlaufstellen für Produkte des Fairen Handels sind in der Linzer Region z. B. der CAP-Markt in St. Katharinen, im Ortsteil Noll die Bäckerei Nowak und in Neustadt/Wied die Bäckerei Zimmermann, die seit Jahren einen Teil ihres Ladens für den Verkauf von fair gehandelten Produkten des Weltladen Linz zur Verfügung stellt. Wer gezielt sucht, findet auch Produkte aus Fairem Handel in Linz bei Aldi, Edeka Fett und Gilgen´s Bäckerei sowie in Vettelschoß bei Penny und Rewe.
Alle, die im Fairen Handel tätig sind, setzen sich für einen gerechten Welthandel ein, bei dem ein wichtiges Ziel darin besteht, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Menschen in den Ländern des Südens zu verbessern - inzwischen auch in vielen anderen Teilen der Welt. Der Kauf fair gehandelter Produkte hat vielfältige positive Auswirkungen: Er hilft, die unwürdige Ausbeutung von Menschen und Natur zu stoppen, schont sowohl die Umwelt als auch das Klima und hilft Fluchtursachen zu vermeiden.
Zusätzlich zum Verkauf fair gehandelter Produkte im Weltladen und den einzelnen Verkaufsstellen informiert seit vier Jahren der Bildungsreferent des Vereins Eine-Welt Linz e. V., Karl Hermann Amthauer, z.B. in Schulen, Vereinen, Gemeinde-Cafes, der Kath. Familienbildungsstätte und der Volkshochschule über Modellprojekte des Fairen Handels und klärt über den Zusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten und dessen Auswirkungen in den Produzentenländern auf. So werden z. B. mit dem Umsatz im Fairen Handel die Produzenten und Lieferanten unterstützt, sodass sie langfristig unter humanen Bedingungen arbeiten und dafür fair entlohnt werden können.
Das Vortragsangebot von Amthauer ist kostenfrei, ruht allerdings zurzeit wegen Corona. Informationen sowie die Kontaktdaten von Karl-Hermann Amthauer enthält die Internetseite www.weltladen-linz.de
Auch während des Lockdowns halten die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen des Weltladens zusammen. Der Weltladen bietet für die Zeit, in der der Weltladen geschlossen bleiben muss, sowie darüber hinaus, einen kostenfreien Bestell- und Lieferservice für Lebensmittel und alle anderen Produkte des Weltladens. Informationen zum Angebot und zum Bestellservice stehen im Internet unter www.weltladen-linz.de
