Spießer-Martini-Kirmes in Bad Ems
Gelebte Tradition
Bad Ems. Einmal im Jahr ist so richtig was los in dem Stadtteil Spieß. Der Grund ist die Spießer Martini Kirmes in Bad Ems. Diese kleine, aber feine Kirmes, ist die letzte stattfindende Familienveranstaltung zum Jahresende an der Oberlahn. Der Spießer Martini Verein kann auf eine lange Tradition zurückblicken, die schon über mehrere Generationen weitergegeben wurde. Mit dem Baumstellen am Freitag hieß es für drei Tage Spaß haben. Den hatten die Erwachsenen bei einem „Zelt-Dart-Turnier“, den ersten drei Siegern winkten Geldpreise. Die Jugend amüsierte sich mit den Fahrgeschäften, Entenangeln und an der Schießbude.
Dirk Beckenbach begrüßte zahlreiche Gäste zum Fassanstich im Festzelt. Er freute sich, dass so viele Freunde und Gönner, Gäste und Vertreter verschiedener Vereine, die amtierende Bartholomäus Marktkönigin Laura Lotz, sowie der zukünftige Verbandsbürgermeister der neuen VG Bad Ems-Nassau, Uwe Bruchhäuser gekommen waren. Beckenbach dankte allen für die Unterstützung die zum Gelingen und Durchführen beigetragen haben, damit auch in diesem Jahr die Tradition drei Tage gefeiert werden kann.
Der Stadtbürgermeister Berny Abt eröffnete am Samstag standesgemäß mit dem Fassanstich das Heimatfest. Sein Dank galt dem Verein. „Es zeugt von großem Respekt, was diese Mitglieder alljährlich auf die Beine stellen. Nicht nur, dass sie jedes Jahr mit einem tollen Korsowagen beim Blumenkorso vertreten sind. Nein, was diese Menschen für die Kinder und Bürger unserer Stadt Bad Ems tun ist einmalig.“ Dann ein kräftiger gekonnter Schlag auf den Zapfhahn (mittlerweile ist Abt ein Profi) und das Freibier floss. Musikalisch umrahmt von den Roten Husaren Bad Ems war die Kirmes somit eröffnet.
Größter Sankt Martins-Umzug in der Verbandsgemeinde
Sankt Martin wird überall im November gefeiert. Zum Gedenken an den Schutzpatron ziehen die Kinder mit ihren Laternen durch die Straßen. So auch in dem Stadtteil Spieß. Er ist der größte Umzug in der Verbandsgemeinde. Begleitet wurde dieser große Lindwurm, der sich am Richard-Wagner-Weg formierte, von den Fackelträgern, dem Spielmannszug der FFw Dausenau und dem Musikverein Rote Husaren. Allen voran hoch zu Ross der „Heilige Sankt Martin“ (Birgit Stoffel und ihre Holly) mit Ehemann Willi. Dahinter viele hunderte Kinder mit ihren zum Teil selbst gebastelten Laternen. Die wohl bekanntesten Lieder „Auf den Straßen auf und nieder, ziehen die Laternen wieder“, „Sankt Martin, Sankt Martin“ oder „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“ sangen die Familien mit ihren Kids in die Dunkelheit hinein. Für die schönsten Laternen gab es auch in diesem Jahr wieder tolle Preise.
Der Höhepunkt zum Abschluss des Umzuges war das bengalische Leuchten der Bäderlei mit ihren Heinzelmännchen-Höhlen, dem Abbrennen des großen Martinsfeuer auf der Lahn. Abgerundet mit einem spektakulärem, über zehnminütigen Feuerwerksspektakel, das einfach einmalig ist. Das Wetter spielte mit und die Macher erhielten tosenden Applaus. Für die Sicherheit sorgte die Freiwillige Feuerwehr Bad Ems, Polizei und DRK.
Kinderkarussell und Break-Dancer wurden sofort erobert und sorgten für Spaß. Anstehen für die begehrten Martinstüten und die Preisverleihung der schönsten selbst gebastelten Laternen rundeten den Abend ab.
Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst im Zelt. Am Nachmittag spielten die Roten Husaren ein zweistündiges Platzkonzert für viele Besucher. Schöne Preise wurden am Abend bei der großen Tombola verlost. Der Spießer Martini Verein Bad Ems, steht für Familie, Freunde und das Miteinander der Gesellschaft. Hält Tradition aufrecht und lässt Kinderaugen strahlen.
Birgit Stoffel als Sankt Martin und ihre Holly.
Fassanstich: v.L. Dirk Beckenbach (1. Vorsitzender), Bartholomäus Marktkönigin Laura Lotz, Janine Kornapp (Page), Stadtbürgermeister Berny Abt, Hans-Jörg Elbert (2.Vorsitzender). Fotos: MFU
Der Kirmesbaum steht.
