Allgemeine Berichte | 10.01.2017

140 Sternsinger aus Linz und Umgebung wurden von Dattenberg aus in die Gemeinden geschickt

„Gemeinsam für Gottes Schöpfung in Kenia und weltweit!“

Sammlung für Umweltprojekte in Turkana

Zum ersten Mal versammelten sich Mitte voriger Woche alle 140 Sternsinger der Pfarreiengemeinschaft Linz in der Dattenberger Kirche, von der aus sie Pfarrer Lothar Anhalt aussandte, den Segen Gottes in die Häuser der jeweiligen Gemeinden zu tragen und für Umwelt-Projekte in Turkana/Kenia zu sammeln. DL

Dattenberg. Vom Licht zahlreicher Sterne erstrahlte am späten Mittwochnachmittag die Dattenberger Kirche „Heilig Schutzengel“. Nicht nur die jungen Sternsinger der kleinen Rheinhöhengemeinde hatten sich dort versammelt. „Wir freuen uns, dass so viele Kinder und Jugendliche aus allen Orten der Verbandsgemeinde hier her gepilgert sind. Noch nie hat hier eine so große Gruppe von rund 140 Sternsingern an der Aussendefeier teilgenommen“, freute sich Gemeindereferentin Ursula Monter zusammen mit Pfarrer Lothar Martin Anhalt. Durch den gemeinsamen Aussendegottesdienst für die ganze Pfarreiengemeinschaft würden sich die vielen Jungen und Mädchen, die sich in den einzelnen Orten auf den Weg machen, als große Gemeinschaft erfahren.

„In den ersten Januartagen des neuen Jahres 2017 werden bundesweit und somit auch in den Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit wieder die Sternsinger unterwegs sein“, so die Chef-Organisatorin der Aktion in Linz. Das Motto dieser 59. Aktion lautet: „Segen bringen - Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung in Kenia und weltweit!“

„Wie die drei Könige oder Weisen an der Krippe hier im südlichen Querschiff habt Ihr Euch heute aus Euren Heimatorten auf den Weg nach Dattenberg gemacht, um nach dieser Feier den Menschen den Segen Gottes in die Häuser zu bringen“, so Lothar Anhalt nach der Lesung aus der Genesis, in welcher der Mensch als „Krone der Schöpfung“ bezeichnet wird, der sich um die Unterhaltung der Welt kümmern soll. Allerdings habe man offensichtlich verlernt, den blauen Planeten zu erhalten, weil man auch vergessen habe, an andere Menschen zu denken, bedauerte der Pfarrer, um sich dann der zehnjährigen Aweet zuzuwenden. Diese lebt in Turkana, einer äußerst trockenen Region im Nordwesten von Kenia. „Sie muss zweimal am Tag an der Wasserstelle Wasser für ihre sechsköpfige Familie holen. Dieser stehen nur 40 Liter zur Verfügung, während wir pro Person 130 Liter Wasser verbrauchen“, rechnete Lothar Anhalt vor. Während man sich in Deutschland vor allem im Sommer nach Sonne sehnen würde, frage man sich in Turkana, wann es endlich mal wieder regnen würde. Grund für die Trockenheit dort sei nicht zuletzt der durch den Klimawechsel bedingte Treibhaus-Effekt, der mit der verheerenden Erderwärmung einerseits Quellen versiegen ließe, in anderen Regionen mit Wirbelstürmen und Überschwemmungen Gebiete verwüsten würde.

„Ihr werdet durch Euer Tun zur Quelle für die Menschen in Kenia und weltweit“, so der Pfarrer zu den Sternsingern des großen Seelsorgebereichs, bevor sie alle in das Lied „Laudate si, o mio Signore“ einstimmten. Nicht mit leeren Händen kommen die Kinder und Jugendlichen an die Türen. Neben den Sternen, den Wegweisern zur Krippe, tragen sie Kronen, Gaben und Sammelbüchsen. Die Krone ist Zeichen für die Einzigartigkeit eines jeden Menschen, der Wohlgeruch des Weihrauchs vertreibt alles Böse und zeigt, wie unsere Gebete hinauf zu Gott gelangen“, erläuterte Lothar Anhalt. Mit der Kreide werde der Segensspruch „20 C+M+B 17“ an die Türen geschrieben, der eben nicht die Namen der Könige, Caspar, Melchior und Balthasar meint, sondern „Christus mansionem benedicat“ und der damit an das Weihnachtsfest erinnert, an den Tag, an dem Jesus, das Licht der Welt aus Gottes Liebe zu den Menschen geboren ist.

„Die Sammelbüchsen sind ein Zeichen dieser Liebe, kommen in sie doch die Spenden für die Aktion des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ einging, die 1959 ins Leben gerufen worden ist und sich seitdem zu der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt hat“, ergänzte der Pfarrer, bevor er mit den Sternsinger das Lied „Seht Ihr uns’ren Stern dort stehn, helles Licht in dunkler Nacht“ anstimmte. Die Katholische Kirche spielt eine wichtige Rolle in der Region Turkana. So arbeitet etwa die Diözese Lodwar seit fünfzig Jahren für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung. Als eine der größten Entwicklungsorganisationen in der Turkana stellt sie 60 Prozent aller Gesundheitsdienste. Darüber hinaus werden auch zahlreiche Friedens-, Ernährungs- und Ausbildungsprojekte werden von der Kirche getragen. Wasserversorgung, etwa durch den Bau von Brunnen, und die Anlage von Nutzgärten sowie Bildungsangebote sind Schwerpunkte der Arbeit, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. „Wir können nur hoffen, dass unsere Sänger mit ihrem Stern über Bethlehem vielen den Weg weisen in dem Sinne von Papst Franziskus, der in seiner Umwelt-Enzyklika hervorgehoben hat, dass alle als Werkzeuge Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten können, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus“, so Ursula Monter, bevor sich die 140 Sternsinger des Seelsorgebereichs in ihre Heimatgemeinden aufmachten, um Gottes Segen in die Häuser zu bringen, um Spenden zu sammeln und Lieder zu singen „für die Menschen, für den Herrn!“ DL

Ungeduldig warteten die kleinen „Könige“ in der Kirche auf den Beginn der ersten gemeinsamen Aussendfeier

Ungeduldig warteten die kleinen „Könige“ in der Kirche auf den Beginn der ersten gemeinsamen Aussendfeier

Zum ersten Mal versammelten sich Mitte voriger Woche alle 140 Sternsinger der Pfarreiengemeinschaft Linz in der Dattenberger Kirche, von der aus sie Pfarrer Lothar Anhalt aussandte, den Segen Gottes in die Häuser der jeweiligen Gemeinden zu tragen und für Umwelt-Projekte in Turkana/Kenia zu sammeln. Fotos: DL

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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