Interkulturelles Projekt in der Kita St. Anna in Remagen
„Gemeinsam sind wir stark“
Zusammengehörigkeit, Vielfalt und Toleranz standen im Fokus
Remagen. Im Rahmen des Projekts „Wir sind Kinder dieser Erde – Gemeinsam sind wir stark“ haben sich die Kinder in der städtischen Bewegungskindertagesstätte St. Anna in Remagen zwei Monate intensiv mit dem Thema Gestaltung von Gemeinschaft, Beziehungen und Vielfalt befasst. Dieses Projekt griff alle drei Schwerpunkte der Kita St. Anna auf: interkulturelle Arbeit, Bewegung und Sprachbildung.
Die Anerkennungspraktikantin Mercedes Orobio agierte nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder.
Sie führte Kinderkonferenzen durch, bei denen die Kinder wählen konnten, was sie gerne gestalten wollten. Die Kinder entschieden sich für gemeinsames Singen, das Gestalten eines Baums der Freundschaft und für Fußball. Lieder wie „Du bist anders“ oder „Mut, Mut, Mut – das brauchen wir im Leben“ haben die Kinder immer wieder begeistert gesungen.
Im zweiten Projektschritt wurde Fußball gespielt. Zunächst wurde mit den Kindern über das Thema Herkunft gesprochen: welche Sprache in ihrer Heimat gesprochen wird, welcher Religion sie zugehörig sind, über Rücksicht, Toleranz und Fair Play. Zuletzt wurde von allen Kindern die Flagge ihres Heimatlandes angeschaut. Danach gestaltete jedes Kind eine Flagge. Am Fußball- Spieltag jubelten die Kinder mit ihren Flaggen und feuerten die Spieler an.
Im dritten Projektschritt wurde ein gemeinsamer Baum der Freundschaft gestaltet. Vorgegeben war der „Tag der Muttersprache“. Das Bilderbuch „Otto, die kleine Spinne“ von Guido van Genechten wurde in verschiedenen Sprachen von engagierten Eltern und Geschwistern vorgelesen. In diesem Buch geht es um Toleranz und Vorurteile denjenigen gegenüber, die anders aussehen oder anders sind. Zum Abschluss des Projekts fand ein gemeinsames Frühstück statt, bei dem die Eltern für ihre Heimat typische Speisen mitbrachten. Zuletzt wurde das Bilderbuch „Das Kleine WIR“ von Daniela Kunkel vorgelesen und thematisiert.
Insgesamt sollte das Projekt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder stärken und die Vielfalt der Kinder zeigen. Die Kinder lernten sich nicht nur untereinander kennen, sondern machten die Erfahrung, dass alle Menschen Grundbedürfnisse haben wie Empathie, Wertschätzung, Respekt und Toleranz.
Es ist wichtig, dass schon Kinder diese Werte und Normen verstehen, sich mit ihnen auseinandersetzen und sie akzeptieren.
