Allgemeine Berichte | 16.10.2019, 09:53 Uhr

Heimatverein Niederbachem eröffnete Heimatmuseum

Geschichte Niederbachems präsent gemacht

Von den Römern bis zum Klimawandel

Über ein volles Haus freuten sich Walter Töpner und seine Mitstreiter vom Heimatverein.Fotos: StF
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Niederbachem. Es war wahrlich keine kleine Aufgabe, welche sich der Heimatverein Niederbachem vorgenommen hatte. Die rund 260 Mitglieder rund um den Vorsitzenden Walter Töpner hatten sich vorgenommen, in der Alten Schule des Ortes ein kleines, aber feines Heimatmuseum zu errichten. Dies ging freilich nur mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement und ganz viel Idealismus. Die Alte Schule aus dem Jahr 1864 freilich bietet im 2. Obergeschoss schon einmal das richtige Ambiente für ein solches Vorhaben und neben den Ausstellungsstücken verfügt man auch über einen kleinen Aufenthaltsraum sowie eine Bibliothek. Heizung, Elektro und viele andere Arbeiten mussten gestemmt werden und am Freitag vergangener Woche konnte man endlich Eröffnung feiern.

Über die Resonanz an diesem Abend zeigte sich das Team um Walter Töpner hoch erfreut, denn mit einem derart großen Zuspruch, dass die Stühle nicht ausreichen sollten, hatte man nicht gerechnet. In seiner Begrüßung ging Walter Töpner dann auch auf die Geschichte Niederbachems ein, welche sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen lässt. So gab es zum einen den Rhein als „Nassen Limes“, aber auch zahlreiche Befestigungspunkte, wo die Römer das Treiben der Germanen beobachteten und sich mittels Lichtsignalen austauschen konnten. Neben den bekannten Stätten in Bonn kann man das auch von Remagen nachweisen, dem alten Ricomagus. Hoch erfreut ist man daher, dass man neben eigenen Materialien auch Leihgaben aus dem LVR-Museum in Bonn erhalten hat.

Aber die Geschichte ist nicht stehen geblieben, auch die Kirche hat ihre Spuren hinterlassen, so ist man außerordentlich stolz und glücklich darüber, einen Teil des alten Altaraufsatzes der Kirche „St. Gereon“ zeigen zu können. „Wenn der Eisbär stirbt, steigt in Niederbachem der Bach“, so ist eine von mehreren Schautafeln überschrieben, welche die katastrophalen Auswirkungen des letzten Jahrhunderthochwassers zeigt. Dieses Ereignis wirkt bis heute in Niederbachem stark nach und sorgte auch beim Eröffnungsabend für zahlreiche Diskussionen und Erinnerungen. Diese wurden ebenfalls geweckt in einer Ausstellung, wo Jugendbücher ausgestellt wurden aus der Zeit der heutigen Großelterngeneration. Bei einem Glas Wein wurden die einzelnen Stationen und Schaubilder vorgestellt und erläutert. STF

Stolz präsentiert Walter Töpner einen römischen Stein.

Stolz präsentiert Walter Töpner einen römischen Stein.

Dieser Teil des Altars war früher in der Pfarrkirche St. Gereon beheimatet

Dieser Teil des Altars war früher in der Pfarrkirche St. Gereon beheimatet

Über ein volles Haus freuten sich Walter Töpner und seine Mitstreiter vom Heimatverein.Fotos: StF

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