Allgemeine Berichte | 08.12.2023

Weimarfahrt der RS+ Cochem

Geschichte mal anders…

Einmal neben Goethe und Schiller stehen.  Foto: Nicole Peters.

Cochem. Immer nur aus Büchern erfahren, was damals war, immer nur lesen, immer nur vorgegebene Fragen beantworten? Es geht auch anders. Das dachten sich auch die Abschlussklassen mit ihren Lehrkräften der Realschule plus Cochem und planten eine zweitägige Exkursion in die geschichtsträchtige Stadt Weimar. Los ging es mit 70 Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften. Gegen 14 Uhr kam die Gruppe problemlos in Weimar an und bezog ihre Zimmer in der Jugendherberge Germania. Kaum zu glauben, wie viel man für zwei Tage braucht. Nun ging es in die Stadt, die die Jugendlichen zunächst auf eigene Faust erkunden konnten. Danach begann die Stadtführung unter dem Motto „Gefeiert und missbraucht - Weimar als Instrument der Politik“. Während der Führung erfuhren die Jugendlichen, wie die Nationalsozialisten Weimar als Machtzentrale missbrauchten und wie mit Juden und Andersdenkenden umgegangen wurde. Aber natürlich kamen auch Goethe und Schiller zur Sprache, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.

Am nächsten Morgen stand der Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald auf dem Programm. Schon während des Frühstücks und der kurzen Fahrt zum KZ merkte man den Jugendlichen ihre Betroffenheit an.

Auf dem Plateau von Buchenwald angekommen, spiegelten die eisigen Temperaturen die Kälte des Ortes wider. Unter fachkundiger Führung wurden den Schülerinnen und Schülern nun die Gräueltaten der Nationalsozialisten an diesem Ort vor Augen geführt. Zutiefst beschämt von so viel Hass und Unmenschlichkeit konnten die Jugendlichen im Museum über das Gesehene und Gehörte sprechen und weitere Informationen anhand von Quellen sammeln.

Dank der großzügigen Spende der Sparkasse Cochem war diese kurze Reise in die Vergangenheit für die Schülerinnen und Schüler möglich. Gerade in der heutigen Zeit, in der überall wieder Unverständnis, Neid oder Hass aufkeimen, ist es wichtig, in die Vergangenheit zu reisen und sich die Fehler von damals bewusst zu machen. Es ist wichtig, dass wir die nächste Generation zu offenen und toleranten Menschen erziehen, die aus den Fehlern anderer oder aus ihren eigenen Fehlern lernen und dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert. BA

Geschichte mal anders…

Einmal neben Goethe und Schiller stehen. Foto: Nicole Peters.

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