Bildungspartnerschaft ermöglicht Besuche und unterstützt bei Facharbeiten
Geschichtslehrer zu Gast im Stadtarchiv
Rheinbach. Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung besuchten jetzt Lehrerinnen und Lehrer des Städtischen Gymnasiums das Stadtarchiv Rheinbach. Sie lernten hier Möglichkeiten kennen, wie ortsgeschichtliche Quellen in den Geschichtsunterricht eingebaut werden können. Stadtarchivar Dietmar Pertz stellte zunächst verschiedene Dokumente aus dem Fundus des Stadtarchivs vor. Die Palette der Materialien reichte vom ältesten Amtsbuch aus dem Jahre 1573, über Pergamenturkunden, Akten und Zeitungsausschnittsammlungen bis zu von Rheinbachern im Zweiten Weltkrieg verbotenerweise gesammelten Flugblättern. Letztere hatten die Alliierten aus ihren Flugzeugen abgeworfen, um die deutsche Bevölkerung gegen das NS-Regime aufzubringen. Maike Vaas und Sabine Heither, die gemeinsam die Fachkonferenz Geschichte am Städtischen Gymnasium leiten, waren angetan von der Vielfalt der vorgestellten Papiere. Diskutiert wurde anschließend, wie diese Quellen aus dem Stadtarchiv im Unterricht, aber auch für Schülerfacharbeiten genutzt werden können. Stadtarchivar Pertz bemerkte dazu: „Ich freue mich, wenn unsere Archivalien im Unterricht genutzt werden. Schülerinnen und Schülern kann so verdeutlicht werden, dass Geschichte auch im persönlichen lokalen Bereich stattgefunden hat. Vielleicht fällt es ihnen dann leichter, einen Zugang zur Beschäftigung mit der Vergangenheit zu bekommen.“
Den Abschluss des Besuchs bildete eine Führung durch die Rheinbacher Burg, wobei der Stadtarchivar im sogenannten Hexenturm erläuterte, wie er im Rahmen seiner Arbeit versucht, bei Burgführungen Kindern und Jugendlichen die Themen „Ritter“ und „Hexenverfolgung“ nahezubringen.
Die Veranstaltung fand im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Städtischen Gymnasium Rheinbach und dem Stadtarchiv Rheinbach statt. Im vergangenen Jahr wurde mit Förderung des Landes NRW eine Bildungspartnerschaft vereinbart, die unter anderem Besuche in der Schule mit einem „Archivkoffer“, Unterstützung bei Facharbeiten und Lehrerfortbildung umfasst.
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