Allgemeine Berichte | 10.05.2023

Interkommunale Zusammenarbeit positioniert sich am Runden Tisch

Gesundheit mitEINANDER Zukunft

Landräte und Landrätin der Region gemeinsam mit dem Projektteam der Kreisverwaltungen Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell und Vulkaneifel. Copyright: Dirk Barbye

Kreis Cochem-Zell. Die Herausforderungen in der medizinischen Versorgung, insbesondere in ländlichen Regionen, sind längst nicht mehr von der Hand zu weisen. Eine alternde Gesellschaft mit steigendem Versorgungsbedarf bei gleichzeitigem Fachkräftemangel wird die Situation zukünftig weiter verschärfen. Da sich die medizinische Versorgung nicht an Kreisgrenzen orientiert und an diesen aufhört, arbeiten die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell und Vulkaneifel im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit „Gesundheit mitEINANDER Zukunft“ gemeinsam an nachhaltigen Lösungsansätzen.

Im Rahmen eines „Runden Tischs Gesundheit“ wurde nun in Wittlich das durch das Projektteam der Kreisverwaltungen erarbeitete Maßnahmenkonzept wichtigen Schlüsselakteuren vorgestellt und in Kleinrunden diskutiert. Im Fokus der geplanten Maßnahmen stehen neben dem Thema Nachwuchsgewinnung und -förderung sowie Vernetzung der Akteure in der medizinischen Versorgung auch die Herausstellung von Standortvorteilen der Region Eifel – Mosel – Hunsrück. So sollen beispielweise künftig auch im Landkreis Cochem-Zell Studenten der Universität Frankfurt in einer Gruppenfamulatur (vierwöchige Praktikumsphase) die ländlichen Strukturen der Region kennenlernen.

Des Weiteren gab es Einblick in erste Ergebnisse der derzeit vom Projektteam durchgeführten Befragung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Mit einer Rücklaufquote von knapp 50 % können bereits fundierte Aussagen über Praxisstrukturen in den vier Landkreisen getroffen werden, um zukünftig bessere Unterstützungsangebote für Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen und Therapeuten in der Region entwickeln zu können. Darüber hinaus soll die Abfrage einen Überblick über den tatsächlichen kurz- und mittelfristigen Nachbesetzungsbedarf liefern. Eine Veröffentlichung anonymisierter Ergebnisse folgt, sobald die Erhebung abgeschlossen ist.

In Kleingruppen diskutierten die anwesenden Vertreter der regionalen Krankenhäuser, Kreisärzteschaften und der Kassenärztlichen Vereinigung gemeinsam mit den Landräten Eibes, Kruppert, Schnur und Landrätin Gieseking die Chancen dieser interkommunalen Initiative. Die geäußerten Anregungen der Experten greift das Projektteam nun auf und integriert diese in das Konzept.Pressemitteilung des

Kreis Cochem-Zell

Landräte und Landrätin der Region gemeinsam mit dem Projektteam der Kreisverwaltungen Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell und Vulkaneifel. Copyright: Dirk Barbye

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