Allgemeine Berichte | 08.11.2017

Tabuthema steht im Mittelpunkt

„Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!“

Internationales Frauenfrühstück, Fahnenaktion und ein Filmnachmittag am 24. November

Meckenheim. Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Unsere Veranstaltung hierzu in Meckenheim findet schon einen Tag zuvor, am Freitag, 24. November, statt. Nur selten wird häusliche Gewalt öffentlich thematisiert. Gleichwohl sind auch in Deutschland Frauen durch Gewalt, die ihr Partner an ihnen und ihren Kindern ausübt, betroffen. Gewalt an Frauen kann sehr unterschiedliche Gesichter haben. Wie verbreitet sie heute immer noch auf der ganzen Welt und auch hier vor Ort ist, das ist das Thema der diesjährigen Informationsveranstaltung, die in Meckenheim mit einem gemeinsamen Frauen-Frühstück beginnen.

Unter dem Motto „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!“ wird – wie in jedem Jahr – eine Tüte von den Veranstalterinnen: der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Meckenheim, Bettina Hihn, dem Caritasverband Rhein-Sieg e.V., dem Fachdienst Integration und Migration, der Integrationsagentur im Caritasverband, dem Katholischen Familienbildungswerk Meckenheim, dem Jugendmigrationsdienst Rhein-Sieg-Kreis linksrheinisch, dem SKM Rhein-Sieg und dem SKF Rhein-Sieg, der Diakonie Rhein-Sieg und dem SPZ Meckenheim mit knackigen Meckenheimer Äpfeln sowie handfesten Informationen zum Thema gepackt.

Auch ein kleines praktisches Präsent gibt es. Es werden rote Tragetaschen aus Kunststoff, die sich klein zusammenknüllen lassen und in jede Handtasche passen, verteilt. Auf den Taschen befindet sich der Slogan der Aktion „Nein zu Gewalt gegen Frauen!“ ebenso wie die Kontaktdaten der Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen und des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt. Die Veranstalterinnen hoffen, dass auch über diese Taschen und diejenigen, die sie tragen, ihr Appell gegen Gewalt in die Öffentlichkeit getragen wird.

Das Programm am 25. November

9 Uhr gemeinsames Internationales Frauen-Frühstück mit Austausch: Wie in jedem Jahr laden die Veranstalter, Stadt Meckenheim, Katholisches Familienbildungswerk, Integrationsagentur des Fachdienstes Integration und Migration des Caritasverbandes Rhein-Sieg e.V. und der Jugendmigrationsdienst RSK linksrheinisch, dazu ein; Thema: „Internationaler Gedenktag – Nein zu Gewalt an Frauen“. Ort des Frühstücks ist bei freiem Eintritt das Familienbildungswerk im Caritas-Haus, Kirchplatz 1, in Meckenheim. „Wir bieten den Rahmen, Sie bringen ihre Lieblingsspeise für einen Imbiss mit“ lautet das Motto. Anmeldungen nimmt im Caritas-Haus Hildegunde Schmid unter Tel. (0 22 25) 9 92 40 entgegen.

11 Uhr „Fahnenaktion“: Als Zeichen der Verbundenheit mit den Frauen, die weltweit Gewalt erfahren, wird die stellvertretende Bürgermeisterin, Heidemarie Wiens, gemeinsam mit allen Anwesenden die Solidaritätsflagge gegen Gewalt an Frauen hissen. Anschließend erfolgt auf dem Kirchplatz die Verteilung der Tüten „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!“.

Filmnachmittag/Filmabend

Der Gedenktag

Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jeweiliges Unrecht zu entwickeln.

Wir wollen die Gewalt, die in unserer direkten Nachbarschaft stattfindet, öffentlich machen.

Familientragödien werden die Gewalttaten in den Medien oft genannt. Zumeist männliche Täter sind bis zum Äußersten gegangen und haben ihre Partnerinnen und häufig auch ihre Kinder getötet. Die Gesellschaft ist für einen Augenblick entsetzt, sucht nach Erklärungen und verdrängt schließlich die unvorstellbaren Taten. Ungenannt und unerkannt sind die vielen Opfer, die regelmäßig über einen langen Zeitraum Partnergewalt ausgesetzt sind. Sie bleiben anonym, da die Opfer aus Scham versuchen, die äußeren Zeichen der Gewalt zu verstecken.

Pressemitteilung der

Stadt Meckenheim

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