Allgemeine Berichte | 24.06.2021

ECHO Germany e.V. aus Naunheim kreiert „Zukunftstüte“ für Indien

Global denken und Regional handeln in Zeiten von Corona

Jetzt auch in Plaidt möglich

Von links nach rechts: Landwirtschaftsmeister Peter Geisen, Imker Guido Ackermann, Carlos Schneider, Rosemarie Müller, Pater Shijo, Helga Pütz, Landwirt Johannes Maur.Foto: privat

Plaidt. Corona, Existenzängste, Vereinsamung, Grenzen der Globalisierung sind nur einige der Schlagwörter, die seit Monaten unser Denken und Handeln im Alltag bestimmen. Nicht zuletzt führte die Pandemie auch zu einer immer größer werdenden sozialen Kluft in der Gesellschaft und zwischen den Ländern. Besonders hart trifft es den Subkontinent Indien.

Hier sind die Folgen sehr deutlich zu spüren. Mehr als 300 000 Neuinfektionen und 2000 Tote gibt es täglich zu verzeichnen. In sozialen Netzwerken suchen die Menschen verzweifelt nach einer medizinischen Versorgung.

In dieser Situation setzt sich der Verein ECHO India unter der Leitung von Pater Antony vor Ort in Bangalore für Kinder und Jugendliche ein, die auf der Straße um ihr Überleben kämpfen müssen.

Unterstützung erfährt Pater Antony durch den 2019 gegründeten deutschen Förderverein ECHO Germany e.V., der mit Spendengeldern in der Phase des Lockdowns 2020 Online-Unterricht für die Kinder finanzierte. Im Lockdown 2021 werden 1.000 Essenstüten pro Tag in Bangalore an kranke und arme Menschen ins Haus geliefert. Es braucht kreative Ideen und ein persönliches Engagement, das in diesen Zeiten eine finanzielle Hilfe generiert.

Dass dies möglich ist, verdeutlicht die Initiative einiger Hersteller regionaler Produkte aus Mertloch auf dem Maifeld und aus dem Kreis Neuwied. Sie zeigen, dass sich globales Denken und regionales Handeln nicht ausschließen müssen. Gemeinsam mit dem Vorstand von ECHO Germany entwickelten sie die Idee, ihre verschiedenen Produkte in eine Tüte zu packen, diese zu verkaufen und einen Teil des Betrags an ECHO India zu spenden. So profitieren gleichermaßen die regionalen Hersteller und die Straßenkinder in Bangalore von dieser Idee.

Der Inhalt der Tüten setzt sich zusammen aus Nudeln, hergestellt aus den Eiern einer mobilen Freilandhaltung, Honig aus eigener Herstellung, Dosenwurst von Tieren, die auf dem Maifeld gezüchtet und mit eigenem Getreide gefüttert werden sowie selbstgekochter Marmelade und Wein vom Rhein.

Bei den Produzenten handelt es sich namentlich um Guido Ackermann, Peter Geisen und Johannes Maur aus Mertloch. Außerdem schließen sich das Weingut Scheidgen aus Hammerstein und die Marmeladenherstellerin Engelhardt aus Neuwied an.

Wer den Verein durch den Kauf einer „Zukunftstüte“ (25 Euro, davon 5 Euro für Indien) unterstützen möchte, kann diese bestellen bei Pater Shijo Puthuvelil unter der Nummer 02654/ 9629155 (Polch) oder bei der Vereinsvorsitzenden Helga Maria Pütz (Naunheim) 02654/ 964743 oder per Mail info@ echogermany.de.

Die bestellten „Zukunftstüten“ können vormittags bei Ortsbürgermeister Peter Wilkes im Büro der Ortsgemeindeverwaltung oder zu den Öffnungszeiten bei der Physiotherapie Praxis Dirk Fergen, Hinter der Mühle 14, abgeholt werden.

Von links nach rechts: Landwirtschaftsmeister Peter Geisen, Imker Guido Ackermann, Carlos Schneider, Rosemarie Müller, Pater Shijo, Helga Pütz, Landwirt Johannes Maur.Foto: privat

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