„Gonggggggggggggg“ – oder ab mit der App
„Gonggggggggggggg“. So startet die neueste App, die ich mir aufs mein Handy geladen habe. Eine Meditations-App. Damit soll ich mehr Ruhe und Gelassenheit in mein Leben lassen. Super! Klingt gut, finde ich. Stoisch und entspannt wie ein Buddha auf Stress und Probleme zu reagieren, voller Güte und Warmherzigkeit all den Pappnasen um mich herum begegnen zu können. Ganz wunderbar! Bloß: Ich hab einfach keine Zeit für den Kram. Echt jetzt.
Morgens beim Frühstücken zum Beispiel. „Gonggggggggggggg… finde mehr Ruhe und Achtsamkeit in Deinem Leben.“ Dummer Weise geht mein Blick dabei auf die Uhr und ich springe hektisch auf. „Nicht jetzt!“, rufe ich und hechte vom Kaffeetisch mit einem Satz in die Dusche. Schließlich muss ich in einer halben Stunde bei meinem Zahnarzt im Stuhl sitzen.
Auf dem Weg in die Praxis ertönt es erneut. „Gonggggggggggggg… finde mehr Ruhe und Achtsamkeit in Deinem Leben.“ Die 45 Sekunden, die ich an der roten Ampel stehe, will ich gerne nutzen. Doch da hupt schon jemand hinter mir, weil es mittlerweile grün geworden ist. Also nix mit Meditation und weiter Richtung Doc. Im Wartezimmer nehme ich einen neuen Anlauf „Gonggggggggggggg… finde mehr Ruhe und Achtsamkeit in Deinem Leben.“ Endlich! Jetzt aber. Doch dann kommt meine Nachbarin Ilse rein und die hat immer den neuesten Klatsch parat. Das ist mir dann doch wichtiger als mein neuer Seelenfrieden. Wieder zuhause angekommen versuche ich es erneut. Setze mich in meine Kissen, schließe die Augen, begrüße die Sonne und lasse meine Gedanken nun jetzt aber wirklich mal fließen „Gonggggggggggggg… finde mehr Ruhe und Achtsamkeit in Deinem Leben.“ Das aber findet mein Ferienhund Bobby doof. Der steht an der Haustür und jault, will nun erstmal meine Achtsamkeit für sich und bisschen Frischluft schnuppern. Soll er haben. Meditieren kann ich auch abends.
Gesagt, getan – und gelassen. Denn wie ich den letzten Versuch für diesen Tag unternehme, meine Yogamatte ausbreite, mich mit einer Tasse Tee darauf bette und gaaaaanz locker ein- und aus- und wieder einatme, Glückseligkeit und Liebe in mir nachspüre, klingelt das Telefon. Soll es. Ich lass es klingeln. Ganz achtsam. Doch dann springt der Feuermelder plötzlich an. Meine Bratkartoffeln melden sich. Die brutzeln absolut tiefenentspannt in der Pfanne und sind dabei, zu Steinkohle zu werden. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr habe ich meine Meditations-App schnell deinstalliert. Wer braucht nach so einem Knall schon einen Gong?!
Habt es gut,
Eure Karla
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