Allgemeine Berichte | 15.12.2016, 15:46 Uhr

Der Verein „Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel e.V.“ hatte eingeladen

Gottesdienst der besonderen Art

Der Verein „Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel e.V.“ hatte zum Gottesdienst eingeladen.Privat
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Bad Bodendorf. In der Kirche St. Sebastianus Bad Bodendorf ein ganz besonderer ökumenischer Gottesdienst statt. Der Verein „Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel e.V.“ hatte Eltern und Angehörige von verstorbenen Kindern, gleich welchen Alters, zu einem Gedenkgottesdienst eingeladen. Pfarrer Jan Gruzlak und die Gemeindereferentin Josefine Bonn gestalteten zusammen mit betroffenen Eltern den Ablauf dieses Gottesdienstes.

Der Organist Thomas Portugall und die Singruppe „tonArt“ sorgten für eine wunderbare und sehr stimmungsvolle musikalische Umrahmung. Als Symbol hatte man in diesem Jahr die ausgerissene Wurzel gewählt. „Entwurzelt , so fühlen sich viele Eltern und Angehörige nach dem Tod ihres Kindes,“ ist die Botschaft des Vereins. Der Bereich vor dem Altar war im Sinne des Symbols gestaltet. Eine Baumwurzel ragte in der Mitte hervor und gleich einem Waldboden waren Moos und Waldfrüchte auf erdfarbigem Dekostoff arrangiert. Nach der sehr berührenden Predigt des Pfarrers wurden unter Begleitung leiser Orgelmusik Karten für jedes Kind ausgeteilt. Auf diese wurden dann die Namen der Kinder eingetragen. Nach einer Weile wurden die Karten wieder eingesammelt, zum Altar gebracht und dort die jeweiligen Namen laut vorgelesen. Nach jedem genannten Namen wurde ein Kerzenlicht angezündet und mit der Karte auf der Altartreppe um die Wurzel herum aufgestellt. Die Namenskarten und Lichter fanden so einen schönen und angemessenen Platz. Am Schluss leuchteten fast 100 Kerzenlichter und vermittelten ein sehr feierliches Gesamtbild. Viele Besucher des Gottesdienstes verweilten lange vor diesem Lichtermeer. Das Angebot des Vereins, nach dem Gottesdienst noch zu bleiben, wurde von vielen gerne angenommen. Man stärkte sich mit selbstgebackenen Kuchen, Kaffee, Tee oder einem Gläschen Wein. Es gab sehr viel Raum, um bei Gesprächen seine Trauer mit anderen zu teilen.

Der Verein „Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel e.V.“ besteht seit 1996 und finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. „Wir freuen uns über jede finanzielle Unterstützung“, so die 1. Vorsitzende Gisela Meier zu Biesen. Und weiter: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, Eltern, die den Tod eines Kindes beklagen in ihrer Trauer und Verzweiflung beizustehen.“

Wer dem Verein in Form einer Spende oder mit einer Mitgliedschaft helfen möchten, kann Kontakt aufnehmen: Anneliese Boaro, Tel. 02641-3969950 (Auf Wunsch wird eine Spendenquittung ausgestellt).

Der Verein „Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel e.V.“ hatte zum Gottesdienst eingeladen.Foto: Privat

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