Showkonzert der Tomburg Winds in der Meckenheimer Jungholzhalle
Grandioser Auftritt zementiert Status als musikalisches Aushängeschild der Region
Sinfonisches Blasorchester eroberte das mit 800 Besuchern restlos ausverkaufte Haus im Orkan
Meckenheim. Die „Tomburg Winds“ eroberten die mit 800 Besuchern restlos ausverkaufte Jungholzhalle im Sturm, nein – im Orkan. Laut, fetzig, modern, rhythmisch und dabei überaus wandlungsfähig präsentierte sich das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Adi Becker beim Show-Konzert in Meckenheim unter dem Titel „Rock! Pop! Tomburg Winds!“ Ein schöneres Abschiedsgeschenk hätten die mehr als 60 Musiker dem scheidenden Musikschulleiter Claus Kratzenberg wohl nicht machen können, geht er doch nach mehr als 35 Jahren als Dozent und fünf Jahren als Leiter der Musikschule demnächst in den wohlverdienten Ruhestand – und trug an diesem Abend selbst als Orchestermusiker im Ensemble zum großartigen Erfolg bei. Wobei es am Anfang eine winzigkleine Panne gab, denn Adi Becker wartete hinter den Kulissen vergeblich darauf, dass das Saallicht für seinen Einmarsch ausginge. Doch die Lampen blieben an, und das Konzert begann mit leichter Verzögerung. „Aber so ist es viel besser für unsere Videoaufnahmen“, scherzte Becker. Einen Ruf wie Donnerhall müssen sich besonders Musiker hart erarbeiten, und das tat das Sinfonische Blasorchester gleich mit der Konzerteröffnung „Child Anthem“ der kanadischen Rockgruppe „Toto“ samt bombastischem Gitarrensolo von Mike Schneider auf seiner scharf gemachten Fender Telecaster, das seinem musikalischen Vorbild Steven Lukather nicht im mindesten nachstand. Beim Potpourri „Total Toto“ mit den größten Hits der Hall-of-Fame-Band wie „Africa“, „Rosanna“ und „Hold the Line“ klatschte das Publikum fleißig mit. Doch es geht auch anders, das zeigten die Tomburg Winds beim anschließenden Michael-Jackson-Hit „Thriller“, den Adi Becker eigens für diese große Bühnenshow im rock-sinfonischen Sound neu interpretierte und ganz nebenbei die ganze versteckte Schönheit des von Rod Temperton geschriebenen Stücks offenlegte. Tragende Säule bei dieser Performance war Solist Thomas Schüller, der mit der Querflöte die geheimnisvolle Spannung dieses Lieds perfekt einzufangen wusste. Großartig auch der Auftritt von Sängerin Sonja Spittel beim französischen „Si J’étais Un Homme“ („Wenn ich ein Mann wäre“) von Diane Tell aus dem Film „If I were a boy“. Einmal mehr wurde dabei deutlich, welch großartige Solokünstler die „Tomburg Winds“ in ihren Reihen haben.
Eine Klasse für sich allerdings war die Gastsängerin Jemma Endersby, die das Ensemble für den zweiten Teil des Konzerts dazugewinnen konnte. Die Sängerin stand bereits mit namhaften Größen der internationalen Musikszene auf der Bühne, so mit den Fantastischen Vier, Max Herre, Rea Garvey und Tom Gäbel – und das vollkommen zu Recht. Stimmgewaltig und emotional, mitreißend und nuanciert schüttelte sie scheinbar anstrengungslos Carole Kings „Natural Woman“ ebenso aus dem Ärmel wie das aufpeitschende „Proud Mary“ von John Fogerty oder das leidenschaftliche „Purple Rain“ von Prince.
Diese Stücke hatte Adi Becker ihr und dem Sinfonischen Blasorchester wie einen perfekt sitzenden Maßanzug auf den Leib geschrieben. Das galt auch für das Medley der besten Lieder von Burt Bacharach und Hal David unter dem Titel „Burt and Hal for-ever“. Umjubelt waren auch die Stücke „The Best of Earth, Wind and Fire“ und die Hommage „Symphonicity“ an den Popsänger Sting. Willens und bereit, in die großen Fußstapfen des Sinfonischen Blasorchesters zu treten, ist das ambitionierte Jugendblasorchester der „Tomburg Winds“ unter der Leitung von David Witsch. Darüber gibt es nach ihrem sensationellen Auftritt mit dem „Bongo Song“ des Safri Duo und dem Soundtrack „Highlights from Guardians of the Galaxy“ keinerlei Diskussionen. Großartig gelangen auch die Lieder „Perfect“ von Ed Sheeran oder „Firework“ von Katy Perry, bevor „The King of Pop“ Michael Jackson noch einmal mit einem Medley zu Ehren kam. Die im Stehen dargebrachten Ovationen des restlosn begeisterten Publikums hatten sich die beiden Ensembles redlich verdient und zementierten damit ihren Status als musikalische Aushängeschilder der ganzen Region.
JOST
An der Querflöte zeigte Solist Thomas Schüller bei Michael Jacksons „Thriller“ sein ganzes Können, unterstützt von den „Tomburg Winds“ unter der Leitung von Adi Becker.
Sängerin Sonja Spittel hatte einen großen Auftritt beim Showkonzert in der Jungholzhalle.
Das Jugendblasorchester der Tomburg Winds ist bereit, in die großen Fußstapfen zu treten.
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