Allgemeine Berichte | 23.11.2016, 13:51 Uhr

Krönender Abschluss von Käpt’n Book in Wachtberg

Grandioses Heimspiel von Oliver Steller in der Burg Adendorf

Grandioses Heimspiel von Oliver Steller in der Burg Adendorf
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Wachtberg-Adendorf -War schon die Lesung von Paul Maar im letzten Jahr in der Burg Adendorf ein wahres Highlight und atmosphärisch kaum noch zu toppen, so schaffte es der Gitarrist und Sänger Oliver Steller an selbiger Stelle und am letzten Tag des Rheinischen Lesefestes „Käpt’n Book“ in Wachtberg, sein junges und altes Publikum schon mit dem ersten Lied ganz in seinen lyrischen Bann zu ziehen und bis zum Schluss immer wieder zu frenetischen Beifallsstürmen zu verleiten.

Für den Wachtberger Rezitator ein grandioses „Heimspiel“, das noch lange in Erinnerung bleiben wird! Und das mit wahrlich schwerer Kost, mit dem Vortrag von, man lese und höre und staune, … Gedichten!

Mit Lyrik!

Zum Beispiel mit skurrilen Zeilen von Peter Maiwald oder mit solch sicher nicht einfachen Balladen wie dem „Erlköng“ von Goethe oder dem Gedicht „Von den Antipoden“ von Ernst Jandl, das am Schluss die Kinder gar im Chor freudig mitskandierten.

Im traumhaften Zusammen-Spiel mit seinem Drummer Thomas Diemer, dessen sprechender Trommel namens „Fridolin“ und vor allem mit seiner eigenen Lieblings-Gitarre, genannt „Frieda“, präsentierte und rezitierte und interpretierte Oliver Steller, inzwischen bundesweit wohl die „Stimme deutscher Lyrik“ (FAZ), zahlreiche Gedichte und Lieder und zauberte dann nicht nur so nebenbei mit einem kleinen roten Tuch, indem er es urplötzlich und unter Zuhilfenahme eines fantastischen Trommelwirbels vor den verwunderten Augen aller verschwinden ließ, sondern er bezauberte zudem mit seiner warmherzigen Bühnenpräsenz im wunderschönen, bei freiem Eintritt restlos „ausverkauften“ Rittersaal der Wasserburg nicht nur die kleinen, sondern auch „großen, schon erwachsenen Kinder“.

Eingefleischte Kenner und Fans

Und auch das junge Publikum selbst, das in Teilen offensichtlich aus eingefleischten Steller-Kennern und überzeugten Steller-Fans bestand, wusste - wohl sicher auch zur Überraschung ihrer Eltern - seinen eigenen literarischen Beitrag zu liefern, als es die unterschiedlichsten und schwierigsten Zungenbrecher spontan zum Programm beisteuerte und den „Meister“ fast an die Grenze seiner eigenen, legendären Zungenfertigkeiten brachte, bis dieser dann doch am Schluss – selbstverständlich und locker - souverän wieder die Oberhand gewann.

Wenn Kinder im Chor auswendig Gedichte zitieren, die merkwürdigsten Refrains spontan mitsingen, den Rezitator am Schluss dieser „musikalischen Lesung“ mit herzlichem Applaus zu mehreren Zugaben verführen können, dann braucht einem um die Leseförderung hier im schönen Wachtberg nicht bange zu sein!

Jedes Jahr geht genau deshalb – nun schon zum 7. Mal - „Käpt’n Book“ hier ans Wachtberger Ländchen und packt seine kostbare Fracht, seinen prall gefüllten Bücherkoffer aus.

Dieses Jahr fanden so – bei über 500 Lesungen von 57 AutorInnen in 25 Städten und Gemeinden insgesamt in diesen beiden Wochen - neben der einmalig wunderbaren „Location“ Burg Adendorf allein hier in Wachtberg, in Kitas und Schulen, im Drehwerk 17/19 und in der Halle der Firma Jardeco in Villip, wieder über 30 Veranstaltungen im Rahmen von „Käpt‘n Book“ statt.

Die wohl besten und interessantesten JugendbuchautorInnen kommen Jahr für Jahr im gar nicht „so traurigen Monat November“ aus ganz Deutschland, mit Lutz van Dijk sogar aus Südafrika, an den Rhein, lesen aus ihren aktuellen Büchern vor, stehen im Anschluss ihrem jungen Publikum Rede und Antwort und leisten somit einen unschätzbaren Beitrag zur Leseförderung an der jugendlichen Basis.

Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach, denn merke: „Wenn Hänschen nicht liest, liest Hans nimmermehr!“ Und Hannah wohl auch nicht!

Grandioses Heimspiel von Oliver Steller in der Burg Adendorf

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