Brexbachtalbahn e.V.
Große Augen, kleine Räder und viel Liebe zum Detail
Urbar. Wer bei der Urbarer Modelleisenbahnbörse ausgestiegen ist, bekam alles rund um den Miniatur-Schienenverkehr zu sehen. Nach langer coronabedingter Zwangspause standen alle Signale für eine Neuauflage wieder auf grün, zu der etwa 30 Anbieter und Händler aus der Region angereist sind. Sie präsentierten ein umfassendes Angebot an Artikeln rund um die Modellbahn in allen Nenngrößen. Neben Lokomotiven, Wagen, Gebäuden, Gleismaterial oder Zubehör für die Landschaftsgestaltung erwarten die Besucher auch Literatur und DVDs rund um die kleine und große Eisenbahn. Wie schon in den Jahren zuvor machte auch der Verein Brexbachtalbahn als Vertreter der großen Eisenbahn hier Station. Denn wie bei den kleinen Modellbahnen geht es auch bei der „Brex“ um Landschaft, Erlebnis, Emotion, Vereinsarbeit und Begeisterung für die Sache. Auch hier zählen Faszination, Handarbeit, Mitmachern und kleinste Details, die für echte und historisch authentische Erlebnisse und Eindrücke sorgen. Schließlich ist die Brexbachtalbahn mit ihren vielen Viadukten, Tunnel und Burgen oben auf den Bergen eine „Modellbahn in groß“. Parallelen und Freundschaften zwischen den Vereinen gibt es bereits seit vielen Jahren. „Wir kennen uns schon lange und haben uns immer gegenseitig unterstützt“, sagte Adi Bongartz, Vorsitzender des Brexbachtalbahn e.V. Sein Wunsch wie auch der von vielen Freunden der Brexbachtalbahn im In-und Ausland ist es jetzt aber, dass wie auf der Modellbahn auch auf der „Brex“ endlich wieder Züge rollen. Die Strecke ist von Siershahn bis Grenzau in Betrieb, kann jedoch nur von der Westerwälder Seite kommend aus angefahren werden. Fahrzeuge müssen also alle erst nach Siershahn überführt werden, was wegen der stark frequentierten Strecke in Richtung Montabaur und Limburg schwierig und mit hohen Kosten verbunden ist. Es fehlt die dringend benötigte Anbindung der „Brex“ an die Hauptstrecke in Engers, um den Kletterwald und das Pfadfinderlager in Sayn ebenso wie auch die Sayner Hütte oder den Schmetterlingsgarten endlich an einen nachhaltigen und klimafreundlichen Bahn-und Touristikverkehr anzubinden. Diese Anbindung ist vom Betreiber der „Brex“ auch auf Grundlage des Allgemeinen Eisenbahnrechts zum diskriminierungsfreien Zugang zu einer Bahnstrecke längst beantragt, es liegt auch schon eine Unternehmensgenehmigung bis zum Kletterwald vor, aber von Seiten der DB Netz AG wird bisher alles verzögert. Hier sind Land wie die kommunale Politik gefordert, allen Ankündigungen für mehr Schienenverkehr im Rahmen der notwendigen Verkehrswende endlich Handlungswillen zu zeigen und Taten folgen zu lassen.
Pressemitteilung
Brexbachtalbahn e.V.
Lutz Dunz, Gernot Kallweit und Adi Bongartz repräsentieren die Brexbachtalbahn auf der Modellbahnbörse. Foto: privat