Meckenheimer Hauptschule feiert 50. Geburtstag
Große Feier mit Vorstellung der Projektwoche
Meckenheim. Mit einem großen Festakt beging die Geschwister-Scholl-Hauptschule ihren 50. Geburtstag. Auf ihre ganz besondere Art und Weise, wie Rektor Peter Hauck in seiner Ansprache verkündete. Denn große Reden sollten dort nicht gehalten werden, vielmehr stand die Schule, ihr Konzept sowie die handelnden Personen im Vordergrund. Ein ganz besonderer Willkommensgruß galt dabei neben Bürgermeister Bert Spilles auch Meckenheims Ehrenbürgerin Erika Meyer zu Drewer sowie den zahlreichen Mitgliedern aus Politik und Verwaltung.
Die heutige Form der Schule spiegelt auch die Veränderung der Schullandschaft in den letzten 50 Jahren wieder. Denn am 5. März 1968 trat das „Änderungsgesetz zur Ordnung des Schulwesens“ in Kraft und damit gab es ab dem Jahr 1968/69 keine Volksschule mehr, sondern die Gemeinschaftshauptschule Meckenheim, welche mit 293 Schülern in den Klassen 5 bis 9 unter der Leitung von Rektor Karl Isenberg den Betrieb aufnahm. Im Juli 1976 erfolgte die Umbenennung in Geschwister-Scholl-Hauptschule und am 9. Oktober 1976 wurde der Grundstein zum heutigen Schulzentrum gelegt. Bei der Einweihung am 16. Dezember 1978 sagte der spätere Bundespräsident Carl Carstens: „Das Meckenheimer Schulzentrum soll als kooperatives Schulsystem mit institutionellen selbstständigen Schulformen geführt werden.“
Wie richtig er damit lag und was das für eine Erfolgsstory werden sollte, konnte er damals freilich nicht ahnen. Im Jahre 1980 gab es die erste Projektwoche und 1988 erfolgte die Umwandlung zur Ganztagsschule. Wichtig ist Rektor Peter Hauck die gute Kooperation am Campus mit dem Konrad-Adenauer-Gymnasium sowie der Theodor-Heuss Realschule. Längst macht man viele Projekte gemeinsam und die Durchlässigkeit der einzelnen Schulformen hat sich weit über die Grenzen Meckenheims herumgesprochen.
Mehr als eine Millionen Schulstunden
Weit mehr als eine Millionen Schulstunden wurden von mehr als 350 Lehrern erteilt und man trotzt wie das berühmte gallische Dorf auch allen Totenglöckchen. Sogar die letzte rot-grüne Landesregierung hat man überlebt, und das ist nicht selbstverständlich, reduzierte sich doch die Zahl der Hauptschulen im Rhein-Sieg-Kreis von 22 auf nunmehr vier. Dies alles funktioniert nur durch ein sehr hohes Engagement der Lehrkräfte welche dafür sorgen, dass die Hauptschule in Meckenheim auch überregional einen sehr guten Ruf hat und auch Schüler aus anderen Kommunen anzieht.
Ein weiterer Schwerpunkt der Schule ist das MeGA-Projekt, die Meckenheimer Garantie für Ausbildung. Diese garantiert unter gewissen Voraussetzungen jedem Schüler einen Ausbildungsplatz. Dieses Konzept basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Schule, Betrieben und Stadt. Vielfach wurde dies auch außerhalb Meckenheims versucht zu kopieren, aber so richtig gelingen will das nicht. Zur nächsten Vertragsunterzeichnung im Herbst hat sich nun auch Bildungsministerin Yvonne Gebauer angesagt, wie Peter Hauck sichtlich zufrieden betonte.
„Diese Hauptschule hat Zukunft.“
„Schule ist ein Ort, wo das Lernen gelernt wird“, so Bürgermeister Bert Spilles in seinem Grußwort, der betonte, dass die Hauptschule ihren festen Platz im Meckenheimer Bildungssystem habe. Jeder Schüler habe hier eine klare Perspektive und es wird niemand zurückgelassen. Das Fazit des Stadtchefs zur Hauptschule ist jedenfalls unmissverständlich: „Diese Hauptschule hat Zukunft.“
Gemeinsam besuchten Bert Spilles und Peter Hauck anschließend den Marktplatz der Schule. Die Schüler hatten sich im Rahmen der Projektwoche mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigt und nun ihre Arbeiten aufgestellt. So gab es Themenblöcke welche sich mit Frankreich beschäftigten, aber es wurde vor allem auch praktisch gearbeitet. So wurden in einer Projektgruppe Spielsachen aus Holz hergestellt, welche direkt auch verkauft wurden. Das gleiche galt für handgemachte Kaleidoskope.
Selbst gemachter Schmuck war jedoch der Renner. Dank einer großzügigen Spende konnten Halbedelsteine, Glasperlen und anderes Zubehör eingekauft werden und die Schüler verarbeiteten dies zu wunderbaren Schmuckstücken, was vor allem die Damenwelt faszinierte. Überhaupt stand das Thema Schönheit und Kosmetik bei den Schülern im Focus. Aber in den Projektwochen gab es auch sportliche Themen und der Förderverein hatte ebenfalls eine eigene Ausstellung mit der Geschichte der Hauptschule vorbereitet. Ebenfalls informierte man über das Thema Inklusion und für das leibliche Wohl war mit Kaffee und Kuchen ebenfalls bestens vorgesorgt. Ganz aktuell war natürlich die Wand mit den Bildern von der Kanu-Tour der Schüler. STF
