Allgemeine Berichte | 05.02.2026, 14:13 Uhr

Medentis will Photovoltaik -Freiflächenanlage an der alten Weinbauschule

Große Photovoltaik-Anlage soll in Walporzheim entstehen

Blick vom Winzerweg: Auf der Fläche links neben der alten Weinbauschule soll nach Wunsch des Eigentümers Medentis Medical eine Photovoltaik-Freiflächenanlage entstehen.  Foto: GS
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler setzt auch im privaten und gewerblichen Bereich auf erneuerbare Energien. So will Medentis Medical als Eigentümerin der alten Weinbauschule auf dem großen Areal links neben der ehemaligen Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt eine Photovoltaik-Freiflächenanlage bauen. Der entsprechende Antrag ging im August 2025 bei der Stadt ein. Jetzt hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Planungswunsch zur Kenntnis genommen und die Verwaltung mit der Erstellung einer entsprechenden Rahmenvereinbarung mit dem Investor sowie der Vorbereitung der Einleitung der für das Planvorhaben notwendigen Änderungsverfahren nach Baugesetzbuch beauftragt. Aus im bisherigen Flächennutzungsplan ausgewiesenem Grünland soll eine Sonderfläche Photovoltaik entwickelt werden, was nach ersten Analysen seitens der Stadt realisierbar erscheint. Bauland, wie im Rat nachgefragt, geht indes nicht, da die Fläche in der Wasserschutzzone II liegt.

Auch aus Ramersbach gab es Anfragen zur Projektierung einer Freiflächen-PV-Anlage. Hier beschloss der Rat allerdings die Projektierung einer PV-Freiflächenanlage südlich des Höhenstadtteils der Kreisstadt „bis auf Weiteres nicht weiterzuverfolgen“. Die Verwaltung wurde beauftragt, die anfragenden Projektierer entsprechend über die Entscheidung zu informieren. Aber, so kommentiert Grünen-Fraktionschef Christoph Scheuer: „Aufgeschoben, ist nicht aufgehoben.“

Ramersbach muss warten

Und alle Fraktionen anerkannten den Hintergrund, den Bürgermeister Guido Orthen so beschrieb: „Aufgrund der derzeitigen Auslastung der Abteilung Stadtplanung ist eine Bearbeitung derartiger Projekte nicht möglich, ohne andere laufende Planungsvorhaben einzustellen.“ Im Zuge des fortschreitenden Wiederaufbaus rücke die Bauleitplanung zunehmend in den Vordergrund, da sie die Schaffung von Baurecht, Abstimmungen mit Fachbehörden und die städtebauliche Bewertung im Rahmen des Wiederaufbaus umfasse. Aufgrund dieser Komplexität seien die planerischen Kapazitäten derzeit vollständig gebunden, sodass zusätzliche Projekte wie Photovoltaik-Freiflächenanlagen eine Verzögerung anderer, für den Wiederaufbau der Stadt zwingend erforderlicher Vorhaben bedeuten würden. Die Verwaltung soll sich daher vorrangig auf die Umsetzung des laufenden Windenergieprojektes bei Ramersbach sowie die weiteren Planungsvorhaben im Stadtgebiet konzentrieren .

Zu einem späteren Zeitpunkt könnten jedoch eigene konzeptionelle Planungen unter Berücksichtigung des gesamten Stadtgebiets angestellt werden. Dabei sollten dann die Belange und die Bereitschaft der Grundstückseigentümer sowie der landwirtschaftlichen Pächter zur Flächenbereitstellung einbezogen werden. Gleichzeitig könne geprüft werden, ob eine Projektierung durch die Ahrtal-Werke in Betracht komme oder alternativ ein offenes Interessenbekundungsverfahren bei der Identifizierung geeigneter Flächen eingeleitet werde. Sollte ein Interessensbekundungsverfahren eingeleitet werden, könnten dann die vorstellig gewordenen Projektierer erneut einbezogen werden. Perspektivisch könne dies, je nach entsprechenden Kapazitäten in der Stadtplanungsabteilung und den Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energien, frühestens 2027 wieder aufgegriffen werden GS

Blick vom Winzerweg: Auf der Fläche links neben der alten Weinbauschule soll nach Wunsch des Eigentümers Medentis Medical eine Photovoltaik-Freiflächenanlage entstehen. Foto: GS

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