Allgemeine Berichte | 21.06.2017

Meckenheimer Sängerkreis überzeugte

Großes Chor- und Solistenkonzer mit Melodien von Klassik bis Pop

Der Männerchor unter der Leitung von Valery Kashlyaev. StF

Meckenheim. Mit einem bunten Programm und einem Querschnitt der Arbeit der Chöre hatte der Sängerkreis Meckenheim e.V. am vergangenen Sonntag zu seinem Chor- und Solistenkonzert geladen. Dazu konnte der Vorsitzende Heinrich Müller auch den Frauen- und Männerchor des GV „Liederkranz“ Lengsdorf e.V. begrüßen, mit dem man nunmehr seit rund 40 Jahren eine Chorgemeinschaft hat. Ebenfalls mit auf der Bühne das Saxophonquartett „Padafrage“, und dies alles unter der künstlerischen Gesamtleitung von Diplom-Chorleiter Valery Kashlyaev. Den Auftakt machte jedoch der Männerchor, der sich direkt zwei Nummern von Franz Schubert vorgenommen hatte. „Abendfrieden“ und „La Pastorella“, die auch Lust auf mehr machten. Und das gab es dann auch bei dem Stück „Im Dorf da geht die Glocke schon“. Anschließend hatte der Frauenchor seinen Auftritt, dem man jedoch im Rückblick ein etwas besseres Händchen bei der Titelauswahl gewünscht hätte. Das „Ave Maria“ klang noch sehr vertraut, aber das man sich an die deutsche Fassung von „The Rose“ von Amanda McBroom herangewagt hatte, muss als mutig bezeichnet werden. Im Original von Bette Midler mit einem Golden Globe ausgezeichnet, haben sich auch Barbara Streisand oder Bonnie Tyler an diesem Stück abgearbeitet, Frauen mit sehr eindrucksvollen und markanten Solostimmen. Man kann sich dies sicherlich mit einer überragenden Solistin auch als Chor vorstellen, aber in der gezeigten Version kam es nur bemüht herüber. Das galt auch für das in der zweiten Halbzeit dargebrachte Lied „Vielen Dank für die Blumen“ von Udo Jürgens. Auch wenn der Text es nicht unbedingt hergibt, es ist über Generationen das Lied von „Tom und Jerry“. Die markante Stimme von Jürgens und die schnelle Handlung im TV-Vorspann macht es nicht gerade einfach für einen Frauenchor. Da kam „La Provence“, das in der Interpretation von Nana Mouskuori am bekanntesten ist, deutlich besser und angenehmer herüber.

Gut gestimmt in die Pause

Ganz ohne Gesang kam das das Saxophonquartett „Padafrage“ aus, das mit Werken von Gershwin überzeugte, aber auch den „Pink Panther“ sehr eindrucksvoll intonierte. Der Männerchor übernahm jedoch den Abschluss der ersten Halbzeit und brillierte geradezu. Manfred Wolkewitz als Solist hatte zunächst seinen großen Auftritt, und dann hatte sich der Chor geradezu in einen Rausch gesungen. „Freunde, lasst uns trinken“, hieß das Lied von Reinhard Mey, und dass Mozart dann auch einen passenden Trinkkanon geschrieben hatte, war das richtige Zeichen um sich in der Pause zu erfrischen. Nach der Pause ging es flott weiter, und bei „Über den Wolken“ oder „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens ging dem Chor das Herz auf, dem Publikum ebenso, denn es gab viel Beifall für die Gesangskünste und am Ende des Konzertes viele zufriedene Gesichter. STF

Der Männerchor unter der Leitung von Valery Kashlyaev. Foto: StF

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