Berufsinfomarkt der Berufsbildenden Schule des Kreises Ahrweiler zog auch bei seiner 28. Auflage zahlreiche junge Menschen und Familien an
Großes Interesse an handwerklichen Berufen
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seinem Ruf als größter und facettenreichster Ausstellung in Sachen Beruf, Ausbildung und Berufsorientierte Schulformen ist der Berufsinfomarkt der Berufsbildenden Schule (BBS) des Kreises Ahrweiler auch in seiner 28. Auflage gerecht geworden. Mehr als 90 Aussteller aus den unterschiedlichsten Bereichen präsentierten dabei die zahlreichen Möglichkeiten beruflicher Bildung für junge Menschen. Eines der Erfolgsrezepte ist dabei die enge Zusammenarbeit der BBS mit ihren dualen Partnern: der Industrie- und Handelskammer Koblenz, der Kreishandwerkerschaft Ahrweiler, der Handwerkskammer Koblenz und der Agentur für Arbeit. Beim Berufsinfomarkt hatten zukünftige Auszubildende und angehende Vollzeitschüler die Möglichkeit, sich von Vertretern der Innungen, der IHK, einzelner Betriebe und öffentlicher Arbeitgeber ebenso wie von Mitarbeitern der Agentur für Arbeit, Lehrern und Schülern der BBS in allen Fragen der schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung beraten zu lassen – Informationen von Fachleuten aus erster Hand, die sich tagtäglich mit Fragen der beruflichen Bildung beschäftigen und dabei helfen konnten, erste Weichenstellungen vorzunehmen.
Enormer Besucherzuspruch
Der enorme Besucherzuspruch bestätigte dabei die Intention der Veranstalter. Zahlreiche junge Menschen waren gekommen – oft mit der Familie – um teilweise hautnah in verschiedene Berufe hineinzuschnuppern. Einmal aktiv hobeln bei den Schreinern, einen Schaltkreis verbinden bei der Elektrotechnik oder Live-Metall-Bearbeitung bei der Metallhandwerker-Innung: all das und noch einiges mehr war möglich. Das Spektrum der vorgestellten Berufe reichte dabei vom sozialen- und Pflegebereich über die Gastronomie, die Nahrungs- Getränke und Genussmittelindustrie und die verschiedenen Handwerksgewerke bis hin zu Bundeswehr und Polizei. Zudem stellte sich das umfangreiche Schulangebot der BBS vor. Auch die Fachräume, Küchen und Werkstätten standen in diesem Jahr wieder zur Verfügung – ein umfassendes kulinarisches Angebot inklusive. Auffallend war, dass nicht „nur“ Arbeitgeber, Meister oder bereits ausgebildete Fachkräfte die verschiedenen Berufe vertraten, sondern zum Teil auch aktive Auszubildende, die somit direkt von ihren Erfahrungen berichten konnten.
Positives Fazit
Dass Aktionen wie der Berufsinfomarkt von großer Wichtigkeit sind, ist unbestritten. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze kann nach Meinung zahlreicher Experten in den nächsten Jahren bedrohliche Ausmaße annehmen. Schon heute haben Handwerk und Industrie, die Dienstleistungsbranche und der öffentliche Dienst Schwierigkeiten, geeignete Bewerber für Ausbildungsplätze zu finden. Umgekehrt bedeutet das aber auch: Die Chance auf einen passenden Ausbildungsplatz ist so hoch wie nie. Das Fazit war nach dem 28. Berufsinfomarkt durchweg positiv. „Ich wusste bislang gar nicht, dass es überhaupt so viele Ausbildungsberufe gibt. Ich kann mir gut vorstellen, im Bereich der Kfz-Mechatronik eine Ausbildung zu beginnen und habe mir heute hierzu schon erste Infos geholt“, sagte der 17-jährige Marc aus Remagen zu „Blick aktuell“. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Tag. Wir hatten große Besucherströme, großes Interesse an handwerklichen Berufen, aber auch für unsere Bildungsgänge. Hier können Schülerinnen und Schüler beraten werden, die die passende Möglichkeit suchen, wie es nach der Schule weitergehen kann – sei es, dass man sich höher qualifiziert oder in eine Ausbildung geht. Was wir sehen ist, dass nicht nur unsere Schülerzahlen, sondern auch die Zahl der Auszubildenden gestiegen ist. Wir glauben, dass gerade die Menschen im Ahrtal wissen, wie wichtig Ausbildung ist, wie wichtig das Handwerk ist, weil sie jeden Tag erleben, dass es Handwerker sind, die das Ahrtal wiederaufbauen.
Dank an alle Beteiligten
„Mein Dank gilt den vielen beteiligten Firmen und all denen, die den Berufsinfomarkt unterstützen. Es gibt doch nichts besseres, als den jungen Leuten zu zeigen ‚das könnte doch etwas für Dich sein‘. Die BBS ist die größte Schule des Kreises Ahrweiler – bei weiter steigenden Schülerzahlen. Ich denke, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“, bilanzierte der Kreisbeigeordnete MdL Horst Gies. Auch Thomas Nelles vom Vorstand der Schreiner-Innung Ahrweiler zog ein zufriedenes Resümee: „Wir hatten viele Gäste und darunter auch etliche, die sich wirklich intensiv für den Beruf des Tischlers/Schreiners und die dazugehörige Ausbildung interessiert und erste Kontakte geknüpft haben“.
Unter fachkundiger Anleitung von Schreinermeister Thomas Nelles konnten Interessierte sich in Sachen Holzbearbeitung versuchen. Foto: DU
