Allgemeine Berichte | 08.09.2023

Sinziger Vorgartenwettbewerb

Grün statt Grau

Sinzig.Grüne, naturnahe Gärten bieten sowohl für die Seele als auch für die Umwelt viele Vorteile im Vergleich zu grauen Schottergärten. Hier ist eine Gegenüberstellung, die die Unterschiede verdeutlicht:

Grün für die Seele:

- Grüne Oase der Ruhe: Begrünte Gärten schaffen eine entspannende und beruhigende Umgebung. Das Zusammenspiel von Pflanzen, Blumen und Bäumen fördert das Wohlbefinden und reduziert Stress.

- Ästhetische Schönheit: Naturnahe Gärten bieten eine Fülle von Farben und Texturen, die ansprechend und harmonisch wirken. Dies kann ein Gefühl der Freude und Zufriedenheit vermitteln.

- Verbundenheit mit der Natur: Ein grüner Garten ermöglicht es den Bewohnern, sich mit der Natur zu verbinden und das Wachstum und die Veränderungen der Pflanzen im Laufe der Jahreszeiten zu erleben.

Grün für die Umwelt:

- Biodiversität: Naturnahe Gärten fördern die Vielfalt von Pflanzen, Insekten und Vögeln. Sie bieten Lebensraum und Nahrungsquellen für eine breite Palette von Tieren, was zur Erhaltung der lokalen Artenvielfalt beiträgt.

- CO2-Speicherung: Bäume und Pflanzen in einem grünen Garten absorbieren CO2 und helfen so, den Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu binden und den Treibhauseffekt zu reduzieren.

- Wasserrückhaltung: Pflanzenwurzeln in einem grünen Garten fördern die Wasseraufnahme und verhindern Erosion. Dadurch wird die Wasserversickerung unterstützt, was wichtig ist, um Grundwasserreserven aufzufüllen und Hochwasser zu reduzieren.

- Luftreinigung: Pflanzen filtern Schadstoffe aus der Luft und verbessern so die Luftqualität in der Umgebung.

Grauer Schottergarten:

- Hitzeentwicklung: Schotterflächen können sich in der Sonne stark aufheizen und zu einer lokalen Erhöhung der Umgebungstemperatur beitragen, was als „Hitzeinsel-Effekt“ bekannt ist.

- Wasserdurchlässigkeit: Schottergärten verhindern die natürliche Wasserdurchlässigkeit des Bodens und führen zu Oberflächenabfluss, wodurch Regenwasser nicht ins Grundwasser gelangt.

- Biodiversität und Lebensraum: Schottergärten bieten wenig oder gar keinen Lebensraum für Tiere und Insekten, was zu einem Verlust der Artenvielfalt führen kann.

- Ästhetik: Schottergärten werden oft als steril und unansehnlich empfunden, da sie wenig Pflanzen oder Farben enthalten.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass grüne, naturnahe Gärten nicht nur ästhetisch ansprechender sind und das Wohlbefinden fördern, sondern auch positive Auswirkungen auf die Umwelt haben, indem sie zur Biodiversität, zum Wasserrückhalt und zur Luftreinigung beitragen. Schottergärten hingegen haben oft negative Umweltauswirkungen und bieten weniger Vorteile für die Bewohner. Der Pflegeaufwand des Schottergartens wird außerdem oft unterschätzt und nimmt mit den Jahren zu. Sie sind anfällig für Unkrautwachstum, das ständige Entfernen erfordert, um die Fläche sauber zu halten. Sie können auch Staub und Schmutz ansammeln, was regelmäßiges Reinigen erforderlich machen kann. Der naturnah gestaltete Garten hingegen macht immer weniger Arbeit. Mit der Zeit und der richtigen Gestaltung kann ein stabiler und selbstregulierenden Zustand erreicht werden. Einmal etabliert, kann der Pflegeaufwand erheblich reduziert werden.

Sie haben einen artenreichen, klima- und insektenfreundlichen Vorgarten? Dann machen Sie mit beim Sinziger Vorgartenwettbewerb. Teilnehmen können alle Vorgartenbesitzer*innen im Stadtgebiet und in den Ortsteilen von Sinzig. Dazu senden Sie einfach vier aussagekräftige Fotos und einen kurzen Beschreibungstext an vorgarten@buergerforum-sinzig.de

Mehr Informationen und die Teilnahmebedingungen finden Sie auf www.vorgarten.buergerforum-sinzig.de

Einsendeschluss ist der 30.09.2023, die Sieger werden beim Weinherbst im Oktober bekannt gegeben und mit Blumengutscheinen geehrt.

Bewertungskriterien sind u.a. :

Artenreichtum, Nachhaltigkeit, standortgerechte Bepflanzung, Insektenfreundlichkeit, Umweltfreundlichkeit, Versiegelungsgrad.

Die Größe des Vorgartens spielt dabei keine Rolle.

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