Streuobstwiesenverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.
Gründungsversammlung mit Wahlen
Bachem. Bernd Walther, stellvertretender Ortsvorsteher von Bachem, hatte kürzlich zur Gründungsversammlung eingeladen.
In seiner Begrüßung erläuterte Walther, dass er von Bürgermeister Guido Orthen gebeten wurde, sich mit einem hierfür neu zu gründeten Verein, auch in Vorbereitung der Landesgartenschau 2022, um die Pflege der Streuobstwiese Bachem zu kümmern. Darüber hinaus soll der neue Verein sich auch nach der Landesgartenschau langfristig um weitere Obstwiesen im Bereich der Gemarkung kümmern. Zweck des Vereins soll daneben sein, Fördermittel im Rahmen des Programms EULLa (Entwicklung von Umwelt, Landwirtschaft und Landschaft) zu erhalten, die die Stadt als kommunale Körperschaft nicht erhalten würde. Gemäß den „EULLa-Grundsätzen des Landes Rheinland-Pfalz für den Vertragsnaturschutz Streuobst“ ist der Lebensraum Streuobstwiese eine besondere Bereicherung der Kulturlandschaft und trägt wesentlich zur Biotopvernetzung bei. Die Vielfalt der dort lebenden Tiere und Pflanzen soll ebenso wie die vorhandene Sortenvielfalt gefördert werden. In Natura 2000- Gebieten soll zudem der günstige Zustand der geschützten Arten und Lebensräume erhalten werden.
Erhaltung des artenreiches Lebensraumes
Ziel der Maßnahmen ist daher die langfristige Erhaltung des artenreichen Lebensraumes Streuobstwiesen durch eine sachgerechte Bewirtschaftung der Bäume. Soweit erforderlich können Sanierungsschnitte gefördert werden. Durch die Pflanzung landes- und regionalspezifisch angepasster Sorten soll zudem die Sortenvielfalt von Streuobst gewahrt werden. Zusätzliche Strukturen sollen neu geschaffen werden, Vernetzungsfunktionen erfüllen und das Landschaftsbild bereichern. Im Rahmen der EULLa-Richtlinien gibt es projektbezogene Zuschüsse (Festbeträge) pro Baum / pro Art, dazu auch für Mähwiesen und Weiden. Wie der ebenfalls anwesende Jens Heckenbach, Leiter Tiefbau und Betriebshof der Stadt mitteilte, sind im Budget der LaGa22 für den Bereich Streuobstwiese 100.000 Euro eingeplant.
Wahl des Gründungsvorstandes
Nach der Registrierung der Gründungsmitglieder folgte die Wahl eines Gründungsvorstandes, der zunächst kommissarisch die Geschicke des neuen Vereins bis zur Mitgliederversammlung führen wird. Dazu übernahm der Ortsvorsteher Georg Schikowski für die Wahl des Vorsitzenden die Aufgabe des Wahlleiters. Nach der einstimmigen Wahl des vorgeschlagenen Bernd Walther zum Vorsitzenden übernahm dieser die Wahlleitung und im Weiteren wurden alle weiteren Kandidaten einstimmig in ihre neuen Aufgaben gewählt, dies sind Jörn Kampmann (in Abwesenheit) als stellvertretender Vorsitzenden, Wolfgang Heinen (ebenfalls in Abwesenheit) als Kassenwart und Heinz Kurth als Beisitzer. Für den Posten des Schriftführers konnte noch kein Kandidat gefunden werden.
Der Entwurf der Satzung, die vom Justitiar der Stadt geprüft wurde, jedoch noch nicht durch das Finanzamt und durch das Landwirtschaftsministerium abgesegnet ist, wurde in der vorgelegten Version einstimmig gebilligt.
Zur Festlegung der Mitgliedsbeiträge präsentierte Bernd Walther einen Vorschlag, der einstimmig angenommen wurde, danach werden Einzelpersonen zu einem Beitrag von 12,00 Euro herangezogen, Familien, unabhängig von der Anzahl der Familienmitglieder, zahlen 24,00 Euro und juristische Personen, also Institutionen, Körperschaften, etc. zahlen einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 120,00 Euro. Wie Walther von Bgm Orthen im Vorfeld erfahren hatte, wird die Stadt BNA-AW Mitglied im Verein werden.
Unter dem TOP „Verschiedenes“ erläuterte Bernd Walther, dass im Bereich der Streuobstwiesen Nistkästen und -Röhren installiert werden, darüber hinaus sollen Insektenhotels und ein großes Bienenhotel errichtet werden, auch Steinhaufen für Eidechsen und andere Kleintiere sind fest eingeplant.
Jens Heckenbach ergänzte abschließend, dass man mit der Gestaltung der „natürlichen“ Streuobstwiesen im Rahmen der LaGa22 für die Einwohner auch Gestaltungsideen, beispielsweise für deren eigene Vorgärten aufzeigen möchte. Alles in allem eine weitere hoffnungsvolle Initiative, die Bevölkerung der Stadt in Sachen Landesgartenschau mitzunehmen.
Die Streuobstwiese in Richtung Ahrweiler.
Vorsitzender Bernd Walther.
Die Streuobstwiese am Radweg und Jugendgästehaus.
