Veranstaltung Demenz – Bilder und Eindrücke
Gut besucht und tolle Rückmeldungen
Symptome der beiden Vergesslichkeiten erläutert
Swisttal. Das Seniorenbüro Swisttal lud Interessierte ins Rathaus Ludendorf zu einer Veranstaltung zum Thema Demenz ein, die einen leichten Einstieg in das schwierige Thema geben sollte. Es meldeten sich zunächst nur 17 Leute an. Mit dem Beginn der Veranstaltung waren es 46 Interessierte! Zum Start um 14 Uhr waren im Ratssaal fast alle Stühle besetzt, was nur selten vorkommt. Der Beigeordnete der Gemeinde Swisttal Hans-Dieter Wirtz begrüßte die die Gäste herzlich. Renate Brand vom Sozial-Psychiatrischen-Zentrum Meckenheim (SPZ) sprach ein Grußwort und stellte kurz das SPZ vor. Der erste Programmpunkt war der Vortrag „Vergesslich oder dement“. Der Seniorenbeauftragte der Gemeinde Swisttal erläuterte den Unterschied zwischen der Altersvergesslichkeit und einer demenziellen Vergesslichkeit. Er formulierte den folgenden grundsätzlichen Unterschied: Wenn man etwas vergessen hat, es einem aber wieder einfällt, dann kann man fast sicher sein, dass es sich um keine demenzielle Vergesslichkeit handeln wird. Anschließend besprach er die Symptome der beiden Vergesslichkeiten. Das letzte Thema seines Vortrags waren andere Ursachen für demenzielle Symptome, die aber eher auf körperliche Probleme beruhten und daher – im Gegensatz zur Demenz – wieder korrigierbar wären.
Zum Abschluss beantwortete er noch offenen Fragen der Gäste zu den besprochenen Themen.
Lisa Killian aus Buschhoven, Leiterin des Kunstvereins Swisttal, führte in den nächsten Programmpunkt ein und eröffnete die Vernissage zum Thema Demenz. Sie hatte einen Tag vorher die Werke in den Fluren des Rathauses gekonnt platziert. Nun konnten die Besucher*innen der Veranstaltung die Kunstwerke betrachten und sich mit den Künstlerinnen, die neben ihren Bildern standen, unterhalten.
Wieder im Ratssaal der Gemeinde las Karl-Heinz Elsner aus Morenhoven aus seinem (Tage-) Buch über die Pflege seiner an Demenz verstorbenen Frau vor. Es war ein bewegender Bericht über die emotionalen Herausforderungen seiner sehr anspruchsvollen Tätigkeit.
Informationen und Hinweise
Zum Abschluss der Veranstaltung gab Gerhard Endruschat noch einige (ermutigende!) Informationen und Hinweise zur Demenz und wies auf weitere Aktionen des Seniorenbüros zu diesem Thema hin. So folgt schon am Mittwoch, dem 2. Oktober, ein ganz besonderer Vortrag: „Humor und Demenz“! Prof. Dr. Rolf D. Hirsch aus Bonn ist ab 14.30 Uhr der Redner im katholischen Pfarrzentrum, Bornheimer Straße 2 in Heimerzheim.
Nach dem Ende der Veranstaltung wurde noch diskutiert und die Veranstaltung als sehr abwechslungsreich und gelungen bezeichnet. Eine ältere Dame sagte zu dem Seniorenbeauftragten Gerhard Endruschat, dass sie nun ihren an einer demenziellen Krankheit verstorbenen Mann besser verstehen würde und die Informationen des heutigen Tages, damals gebraucht hätte.
