Allgemeine Berichte | 03.11.2023

Die Stadt Koblenz informiert

Gutachten über Bäume in der Südallee ist öffentlich

Im August wurden 38 Bäume auf der Südallee von einem Gutachterbüro auf ihre Standfestigkeit hin überprüft. Foto: Stadt Koblenz / Verena Groß

Koblenz. Ein Gutachten über den Zustand der Bäume in der Südallee liegt jetzt vor. Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen stellt das knapp 200 Seiten starke Dokument auf seiner Internetseite zur Verfügung. Aufgrund der Datenlage nach Zugversuchen durch einen Baumsachverständigen ist die Fällung von 15 Bäumen zwischen Friedrich-Ebert-Ring und Markenbildchenweg zwingend erforderlich. Der Gutachter hat festgestellt, dass die 15 Robinien und Ahorne umstürzen oder abbrechen könnten. Bereits im Juli war eine Robinie an der Ecke Roonstraße allein durch Windkraft auf ein Haus gestürzt. Die Stadt muss die Gefahrenstellen beseitigen, um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

Bei weiteren 16 Bäumen hat der Gutachter festgestellt, dass die Standsicherheit bereits beeinträchtigt ist. Diese Bäume sind vorgeschädigt. Auch sie werden aus Gründen der Verkehrssicherheit bis zum 29. Februar gefällt. Bisher wurden 38 der 52 Bäume auf der Mittelachse zwischen Friedrich-Ebert-Ring und Johannes-Müller-Straße untersucht. Darunter sind alle Robinien und ein Teil der Ahornbäume. An 15 weiteren Ahornbäumen im zweiten Bauabschnitt (zwischen Roonstraße und Johannes-Müller-Straße) sollen in Kürze weitere Zugversuche durchgeführt werden. Von den bisher 38 untersuchten Bäumen auf dem Mittelstreifen werden vom Gutachter nur sieben als standsicher eingestuft.

Für den Ausbau der Südallee ist geplant, alle Bäume im Mittelstreifen zu ersetzen, da bei den Bauarbeiten tief in den Straßenkörper und damit in den Wurzelraum eingegriffen werden muss. Außerdem muss der über Jahrzehnte verdichtete und überdüngte Boden im Mittelstreifen großflächig ausgetauscht werden, bevor dort neue Bäume gepflanzt werden können. Da Robinie und Ahorn oberflächennah wurzeln, werden sie durch Eingriffe in ihre Umgebung zusätzlich geschwächt. Anders die Platanen, deren Wurzeln bis zu 30 Meter tief reichen können. Die fünf stattlichen Platanen an der Rizza- und Roonstraße, die noch aus den Anfangsjahren der Südallee als bürgerliche Prachtstraße stammen, werden während des Ausbaus aufwendig erhalten.

Am Ende des ersten und zweiten Bauabschnitts wird der Mittelstreifen neu bepflanzt. Mit insgesamt 142 gleichartigen Bäumen zwischen Friedrich-Ebert-Ring und Johannes-Müller-Straße soll der ursprüngliche Alleecharakter, der sich auch im Straßennamen widerspiegelt, wiederhergestellt werden. Darüber hinaus will der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen durch die Pflanzung so genannter Klimabäume für einen zukunftssicheren Bestand sorgen.

Das Gutachten zu den Zugversuchen bietet der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen auf seiner Internetseite www.koblenzer-stadtgruen.de unter der Rubrik „Aktuelles“ zum Download an.

BA

Die roten Punkte auf der Karte markieren die 15 Bäume auf der Mittelachse der Südallee, die als Gefahrenstellen gefällt werden müssen. Illustration: Stadt Koblenz / Stephan Dally

Die roten Punkte auf der Karte markieren die 15 Bäume auf der Mittelachse der Südallee, die als Gefahrenstellen gefällt werden müssen. Illustration: Stadt Koblenz / Stephan Dally

Im August wurden 38 Bäume auf der Südallee von einem Gutachterbüro auf ihre Standfestigkeit hin überprüft. Foto: Stadt Koblenz / Verena Groß

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