Allgemeine Berichte | 10.11.2020

Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“

HER (Herlet-Garten) der Koblenzer BER?

Koblenz. Die Hauptsache die Baulücke ist endlich weg oder mit Blick auf die BUGA 29 ein zukunftsweisendes Konzept?

Vertreter des in Gründung befindlichen Vereins zur Erhaltung und Nutzung des Herlet-Gartens und der Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ trafen sich am Ort des Geschehens zur gegenseitigen Information und Abstimmung des weiteren Vorgehens.

Unbestritten wurden an vielen Stellen in Koblenz mit teils hochfliegenden, aber guten Ideen Vorhaben begonnen bei denen an einer Fertigstellung in nächster Zeit gezweifelt werden muss: Cafe Rhein-Anlagen, Münzmeisterhaus, Florinmarkt-Ensemble oder Abriss Firmungstraße 12 und 14 (Vorderhaus Herlet-Garten). Die Verwaltung schaut tatenlos zu oder hat keinen Einfluss mehr darauf.

Daher hat die Bürgerinitiative ein zukunftweisendes Konzept entwickelt, mit dem nicht nur den Herlet-Garten im Sinne seiner Bestimmung erhalten werden soll, sondern auch der anschließende Hof der Philharmonie eingebunden und aufgewertet werden kann. Die Durchverbindung beider Areale im städtischen Besitz würde nicht nur die Zugänglichkeit des Herlet-Gartens deutlich verbessern, sondern auch eine openair-Nutzung über eine entsprechende Treppenanlage oder kleine Konzertmuschel für die Philharmonie ermöglichen. Die Verbindung über eine Treppenanlage mit Behinderten-Aufzug wäre kein größeres Problem, aber u.a. ein Gewinn für die Bewohner des nahegelegenen Eltzerhofes.

Ein von der Universität Geisenheim entwickeltes ökologisches Aufzugssystem könnte hier als Pilotprojekt genutzt werden. Und in Anknüpfung an die Förderung des Herlet-Gartens über die Stiftung Natur 2010 müssten fehlende Gelder im Rahmen der BUGA 29 - Planung beantragt werden.

Forderung der BI „Unsere Altstadt“: Keine Verbindung über den Herlet-Garten hinweg gemäß Bauvoranfrage. Die geplante Überbrückung bewirkt erhebliche Verschattungen, zerschneidet ein positives Raumklima und unterbindet eine gesunde Wachstumsstruktur. Die geplante großformatige Tiefgarage würde zusätzliche, nicht vertretbare Verkehrsmengen bewirken und eine ruhige und gesunde Stadtquartierseinheit zerschneiden. Sie fordern baulich getrennte Bunkernutzung und Lückenschließung. Hierdurch die Erhaltung des Herlet-Garten als „Stadtgarten“; Renaturalisierung des Philharmonie-Innenhofes und Verbindung der Flächen zur gemeinsamen Nutzung von Natur und Kultur für alle.

Das Konzept: A) Weiterentwicklung Gartenzone als City-Arboretum; Kopplung mit Gebietszonen C/D (Freitreppenanlage, Behinderten-Aufzug)

B) Ehemaliger Bunker mit Neunutzung als Kultureinrichtung, Musikhalle, Jugendtreff als „Koblenz- bataclan“. Ausschließlich fußläufige Erreichbarkeit bei Veranstaltungen.

C) Umgestaltung des Innenbereiches Rheinische Philharmonie als Musikhof; Erhaltung und... des Baumbestandes, gestalterische und funktionale Kopplung mit Bereich A)

D) Musikveranstaltungen (z.B. Rheinische Philharmonie) mit funktionaler Ankopplung an „Musikhof“ für kleinere Veranstaltungen.

Pressemitteilung

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