Allgemeine Berichte | 02.02.2021

Friseur-Innung appelliert an Politik und die Solidarität der Gesellschaft

„Haarsträubende Entwicklung“

Daniel Röber. Foto: privat

Kreis Ahrweiler. „Es muss dringend etwas passieren“, fasst Daniel Röber, Obermeister der Friseur-Innung Ahrweiler, die Situation im Friseur-Handwerk zusammen. Er sieht die Saloninhaber im Stich gelassen. Er vermisst aber auch, wie viele seiner Kollegen, die Solidarität der Gesellschaft. „Die Politik hat unsere ganzen Bemühungen, die wir seit dem letzten Lockdown mit großem finanziellen Aufwand betrieben haben, schlichtweg nicht berücksichtigt. In den Salons sind die Hygienestandards durch die Anordnungen der Berufsgenossenschaft höher als die der Landesverordnung, führt er an. „Ein Friseurbesuch bedeutet kein Infektionsrisiko. „Mir sind keine Infektionen bekannt, die nachweislich durch einen Friseurbesuch entstanden sind.“ Dennoch mussten auch die Friseursalons seit dem 16. Dezember schließen. Bis zum 14. Februar dürfen Friseure nicht öffnen und es dürfen keine Friseurdienstleistungen ausgeführt werden. Die Zeit danach? Ungewiss… Die Regelung der Schließung und der Untersagung von Friseurdienstleistungen trifft alle gleich. Sollte man meinen, doch weit gefehlt! Daniel Röber bringt es auf den Punkt: „Schauen Sie sich doch die Politiker, Fußballprofis und einige Kunden an, die scheinbar nicht vor fünf Wochen das letzte Mal auf einem Friseurstuhl saßen. Innungskollegen melden sich bei ihm und machen ihrem Ärger Luft. Bei Vielen ist es reine Verzweiflung und die Angst vor der Zukunft. „Es macht schon traurig, wenn man hört, dass Friseurkollegen von Mitarbeitern und Kunden hintergangen werden. Der Salon darf nicht öffnen, der Kunde kontaktiert seinen Friseur privat und man trifft sich „auf einen Kaffee“ im heimischen Wohnzimmer.

Diese Situation trifft die Saloninhaber schwer, emotional wie finanziell. Denn wer sich jetzt frisieren lässt, der kommt nach dem Lockdown nicht sofort in den Salon. „Statt solidarisch gemeinsam die Zeit zu meistern, wird gegeneinander gekämpft.“

Röbers Appell als Obermeister richtet sich an alle Kunden: „Fragt euren Friseur bitte nicht, ob er eine Ausnahme macht und euch die Haare schneidet. Ihr tut ihm damit keinen Gefallen, wartet auf die Salonöffnung. Wir brauchen euch mehr denn je.“ Besonders bemängelt er auch die schleppende Unterstützung von Seiten der Politik. „Versprechen alleine reicht nicht, das Geld muss auch kommen. Ich schätze, dass 30 Prozent der selbstständigen Friseure bundesweit diesen zweiten Lockdown nicht überleben werden.“

Daniel Röber ist vom Hygienekonzept der Friseure überzeugt, bei Einhaltung ist ein Friseurbesuch sicher. Er fordert: „Am 14. Februar muss der Lockdown für die Friseure vorbei sein, sonst ist es mit dem ein oder anderen Friseur bald vorbei.“

Daniel Röber. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Anlagenmechaniker
Container Anzeige
SB Standesamt
Titelanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
44

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Auf der Bühne herrschte bei den Spielen eine lockere Atmosphäre.  Foto:WAMFO.de
17

Nürburgring. Ally-Pally-Atmosphäre am Nürburgring: Tausende Fans der fliegenden Pfeile haben die Ringarena am vergangenen Samstag erneut in einen Darts-Tempel verwandelt. In den Trikots ihrer Lieblingsspieler oder kreativ verkleidet als Zwerg oder Zielscheibe, erlebten rund 4.000 Besucher bereits im fünften Jahr spannende Partien zwischen den bekannten Größen des (Dart)Sports. Auf der Bühne der „Darts-Arena“ lieferten sich die Darts-Stars spannende Duelle.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
426

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
15

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
425

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Rund um´s Haus
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Koblenz blüht
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Osterangebot
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige