Allgemeine Berichte | 06.05.2018, 10:22 Uhr

Verkehrskontrollwoche in der Stadt Koblenz

Handyverstöße liegen ganz weit vorne

Handyverstöße liegen ganz weit vorne
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Koblenz. Das Thema Ablenkung im Straßenverkehr stellt rheinland-pfalzweit ein Schwerpunktthema der polizeilichen Verkehrssicherungsarbeit dar. Aktuelle Forschungen belegen, dass Fahrzeugführer bei der Nutzung des Mobiltelefons erheblich vom Verkehrsgeschehen abgelenkt werden. Gerade im Stadtverkehr mit Radfahrern und Fußgängern birgt diese Ablenkung großes Potential für schwere Verkehrsunfälle. 

Aufgrund dieses Befundes führte die Polizeiinspektion Koblenz 1, wie in den Jahren zuvor, eine Kontrollwoche mit dem Schwerpunkt “Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr“ durch. Gezielte Kontrollmaßnahmen sollten so für das Thema sensibilisieren und Verkehrssünder zum Nachdenken anregen. Die Kontrollstellen wurden verteilt im gesamten Stadtgebiet und jeweils nur für wenige Stunden eingerichtet. 

Aus polizeilicher Sicht alarmierend ist die Bilanz dieser Kontrollwoche. So konnten im Zeitraum vom 23. April bis zum 27. April im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Koblenz 1 insgesamt 314 Verkehrsverstöße festgestellt werden. Mit 164 erreichten die Handyverstöße im Vergleich zur Kontrollwoche des vorherigen Jahres ihren bisherigen Höchststand. Sie lagen damit auch erstmals über der Anzahl der registrierten Gurtverstöße, die sich auf 127 Fälle belief. Fast durchgängig zeigte sich Unverständnis für die Ahndung dieser Verstöße bei den betroffenen Fahrern und insgesamt eine Bagatellisierung der Handynutzung am Steuer. Erstaunte Reaktionen ernteten die Beamten dann jedoch bei Eröffnung der Bußgelder, derzeit 100 Euro und ein Punkt für Kraftfahrzeugführer und 55 Euro für einen Radfahrer. In einem Fall kam es sogar zu einer tätlichen Auseinandersetzung, beim Versuch den eingesetzten Beamten ein ausgefülltes Formular zu entreißen. Trauriger Abschluss der Kontrollwoche war ein Verkehrsunfall. Auf der der Kontrollstelle gegenüberliegenden Fahrbahn fuhr ein Fahrzeugführer dem Vorausfahrenden auf, weil er parallel eine Textnachricht schrieb und nicht auf den Verkehr achtete. Dieser Auffahrunfall könnte im Ergebnis zu einer Buße von 200 Euro der Erteilung von zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot führen. 

Mit dieser Kontrollwoche ist dieses Thema jedoch nicht abgeschlossen. Im Rahmen eines Maßnahmenplans wird die Polizeiinspektion Koblenz 1 das Thema Ablenkung im Straßenverkehr weiter aktiv begleiten. 

Pressemitteilung Polizeidirektion Koblenz 

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