Neuestes Musical-Projekt der IGS Pellenz
„Hannahs Traum“
Schülermusical ließ die Hummerichhalle beben
Plaidt. Gute zweieinhalb Stunden erlebten die Besucher am letzten Sonntag ein wahres Feuerwerk professioneller Bühnenkunst bei der Aufführung des Schülermusicals von Martin Becker und Hans Bretz, in der bis zum letzten Platz besetzten Hummerichhalle. Wieder einmal mehr bringen die Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Pellenz sowie unterstützende Lehrer und Eltern mit „Hannahs Traum“ ein Musical der Extraklasse auf die Bühne. Bereits 6.000 Besucher erfreuten sich bisher an den Aufführungen des Stückes, das erst vor gut einer Woche seine Premiere feierte. Die Zahlen lassen erahnen, dass auch das neunte Musical des größten Schul-Musical-Projekts Deutschlands zum Besuchermagnet mutieren wird. So sorgte auch die letzte von insgesamt zwölf Vorstellungen in der Plaidter Hummerichhalle für volles Haus, sodass die Verantwortlichen noch jede Menge Stühle nachkarren mussten, ehe die Vorstellung schließlich beginnen konnte. Das aktuelle Stück „Hannahs Traum“ greift den Umgang mit digitalen Medien auf. Raubt uns die Dauerberieselung durch die digitale Medienwelt unsere Fantasie? Verpackt in einem Märchen, begibt sich das Musical auf die Suche nach einer Antwort.
Die Handlung
Irgendwann in naher Zukunft - irgendwo auf dieser Welt - in irgendeinem kleinen Haus lebt Hannah. Sie liest mit Vorliebe spannende Bücher. Mittlerweile schreibt sie selbst voller Begeisterung fantasievolle Geschichten. Ihre Geschichten sammelt sie in einem Buch. Darin unterscheidet sich Hannah von ihren Mitmenschen, die sich in der digitalen Medienwelt der Dauerberieselung verfangen haben. Momentan hat Hannah hohes Fieber und ihre Mutter macht sich große Sorgen um sie. In ihren Fieberträumen begibt sich Hannah in eine imaginäre Welt. Sie stolpert mitten in eine bedrohliche Auseinandersetzung. Die Welt der Fantasie stirbt einen langsamen Tod und die gefühllose, digitale Eiswelt wird immer mächtiger. Nur die Menschen können die Fantasiewelt retten, aber sie haben sich an das Götzenbild der digitalen Eiswelt verkauft. Sie können nur noch auf ihren Handys wischen. Ideen- und einfallslos versinken sie im Sumpf der phrasenhaften, inhaltsleeren Dauerberieselung.
Lustige Szenen mit einem „Hamburger“ und einer „Bratwurst“
Angeleitet durch künstlerisch professionelle Unterstützung sind die Akteure über sich selbst hinausgewachsen. Die Sängerinnen und Sänger brillierten mit beeindruckenden Stimmen, wofür sie zu Recht Szenenapplaus erhielten. Und auch alle Tänzerinnen und Tänzer überzeugten durch ihr Können auf der Bühne. In aufwendig choreografierten Tänzen in ausgefallen Kostümen gaben sie alles, um den Zuschauern die bestmögliche Show zu bieten. Für lustige Szenen sorgten allen voran ein „Hamburger“ und eine „Bratwurst“ mit ihren Auftritten. „Wir haben schließlich ein Stück für ein Publikum im Alter von fünf bis 80 Jahren geschrieben“, erklärt Martin Becker die Vielfalt. Eine große Herausforderung - die den Musical-Machern hervorragend gelungen ist. Dass hinter all dem, jede Menge Arbeit, Fleiß und Mühe steckt, versteht sich von selbst. 14 Monate lang haben die rund 250 Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit für das Musical geprobt. Alle Mitwirkenden hatten sich aufgemacht, Zeit, Talent und viel Energie in das Musical einzubringen. „Es ist ein großartiges Ensemble zusammengewachsen“, sagt Martin Becker. Insbesondere in der letzten Probewoche seien eine starke Gemeinschaft und ein wunderbares Miteinander entstanden. Becker möchte auch die Sponsoren nicht unerwähnt lassen. „Ohne sie wäre so ein umfangreiches Projekt nicht zu stemmen. Trotz ausverkaufter Vorstellungen spielt das Musical gerade einmal die Hälfte der Kosten ein“, betont Becker. Alleine die aufwendigen Kostüme der 140 Tänzerinnen und Tänzer schlügen ordentlich zu Buche. „Viele Sponsoren unterstützen uns schon seit Jahren“, erklärt Becker, dass diese sich ausschließlich aus Firmen und Privatleuten zusammensetzen. Von der öffentlichen Hand gäbe es keinerlei Zuschüsse, obwohl das Projekt ein pädagogisches Ziel verfolge. Neben den Liedtexten und Choreografien entdeckten die Schülerinnen und Schüler sich selbst und ihre eigenen Kompetenzen besser kennen. Zudem müssten sie sich in den Dienst der Gruppe stellen und dabei Verantwortung übernehmen.
Diese positiven Erfahrungen fördern ein positives Selbstbild und wirkten damit gewaltpräventiv.
„Letztendlich zählt jedoch vor allem die Begeisterung und die Freude, mit der alle Beteiligten bei der Sache sind“, sagt Becker. Und diese Begeisterung war es schließlich, die man als Zuschauer über 150 Minuten erleben konnte. Erleben konnte man immer wieder tolle Musik, passend dazu choreografierte Tänze und Gesang, sowie jede Menge Specialeffekts.
Mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen zollte das Publikum dem Ensemble schließlich den gebührenden Respekt für seine Leistungen.
Die „Hüterin“ will die Fantasie bewahren.
Die „Eisige“ will mithilfe ihres Gesellen „Frost“ die Fantasie einfrieren.
Zur Freude der weiblichen Märchenfiguren taucht auch Elvis in Hannahs Träumen auf.
Hannah verfolgen im Fieberwahn seltsame Träume.

Es ist wieder eine grandiose Inszenierung mit hervorragenden Darstellern gelungen.......Hut ab......und bedingungslos zu empfehlen. Einfach nur top!!!!
Kann ich absolut bestätigen. Das war wieder eine tolle Show. Ganz großen Respekt vor den Planern und Machern, also mindestens der ganzen IGS Pellenz. Ganz großes Kino.