Allgemeine Berichte | 07.03.2020, 10:07 Uhr

Kinderhort „Zweite Heimat“ Höhr-Grenzhausen versucht einen Balanceakt

Hausaufgaben – das tägliche Leid oder die tägliche Chance?

Die Kinder im Hort haben eine Stunde Zeit, ihre Hausaufgaben in Kleingruppen zu erledigen.Foto: privat
87

Höhr-Grenzhausen. Wer erinnert sich gerne an die täglichen Hausaufgaben seiner Schulzeit? Draußen strahlender Sonnenschein, Freunde die klingeln und fragen, ob man rauskommt, aber leider, leider hatte man noch einen ganzen Berg Hausaufgaben vor sich und somit war nix mit Spielen. Auch bei Regenwetter und Affenkälte, waren die Hausaufgaben nicht viel leichter zu ertragen. Aber alles Gejammer war zwecklos, jedenfalls bei den meisten oder?

So war es früher und so geht es heute noch vielen Schülern, besonders den Grundschulkindern mit ihrem ausgeprägten Bewegungsdrang. Kinder haben ein Recht auf Freizeit, aber auch auf Bildung. Wie kann man diesen als Widerspruch erscheinenden Rechten vielleicht ein wenig näher zusammenbringen?

Diese Frage stellt sich natürlich auch täglich im Kinderhort „Zweite Heimat“. Das Ei des Kolumbus in dieser Frage haben sie gewiss noch nicht gefunden, aber sie versuchen einen für alle Seiten befriedigenden Weg zu gehen. Die Kinder im Hort haben eine Stunde Zeit, ihre Hausaufgaben in Kleingruppen zu erledigen. Bei Fragen stehen ihnen pädagogische Fachkräfte zur Seite, denn was man schon morgens in der Schule nicht kapiert hat, versteht man am Nachmittag alleine nicht besser. Hier gilt für sie das Prinzip: „Zusammen so viel wie nötig, alleine so viel wie möglich“ (Maria Montessori).

Natürlich gibt es auch Kinder, die keine ganze Stunde benötigen, die haben halt früher Freizeit, alle anderen dürfen nach dieser Stunde auch zusammenpacken, hier wird aber durch ein mit Eltern und Schule entwickeltes Kommunikationssystem im Hausaufgabenheft mitgeteilt, wie die täglichen Hausaufgaben gelaufen sind. Somit haben Eltern, Lehrer und auch die Kinder des Hortes täglich eine Rückmeldung der Leistungen während der Hausaufgabenzeit und können entsprechend reagieren. Und damit ist dann auch der Weg zur gemeinsamen Freizeit endlich geebnet. Ach ja, die Freitagnachmittage gehören dann doch ganz dem gemeinsamen Spiel ganz nach Albert Einstein: „Spiel ist die höchste Form der Forschung“.

Pressemitteilung des Jugend- und Kulturzentrum „Zweite Heimat“

Die Kinder im Hort haben eine Stunde Zeit, ihre Hausaufgaben in Kleingruppen zu erledigen.Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
10

Neuwied/Unkel/Erpel. Die KreisVolkshochschule (kvhs) Neuwied lädt Ende November zu drei vielseitigen Workshops in Unkel und Erpel ein. Den Auftakt macht am Dienstag, 24. November (18:00–21:00 Uhr) in der Stefan-Andres-Schule in Unkel der Kochkurs „Suppen als Vorspeise, zum Sattessen und festlich“ (U351-26-2), bei dem wärmende Rezeptvariationen zubereitet und gemeinsam verkostet werden. Ebenfalls in...

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 30
58

Regelmäßig präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Kleiderstube
Imageanzeige Dauerauftrag 11/2025
Stellenanzeige Kita Leitung / Erzieher / päd. Fachkräfte
Titelanzeige
Goldener Werbeherbst / Jubiläum
Stellenanzeige ZFA
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
456

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
129

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen