HeimatHelden: Monika Ackermann packt mit Herz beim DRK im Brohltal an
Weibern. Das Deutsche Rotes Kreuz begleitet Monika Ackermann schon ihr ganzes Leben. Bereits ihr Vater engagierte sich beim Roten Kreuz – und auch für sie selbst wurde das Ehrenamt später zu einem wichtigen Teil ihres Lebens. Heute gehört die 64-Jährige zu den engagierten Kräften im DRK-Ortsverein Weibern und ist dort aus dem Vereinsleben kaum wegzudenken.
Mit rund 1000 Ehrenamtlichen bildet das Ehrenamt das Herzstück des DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V.. Menschen wie Monika Ackermann stehen dabei stellvertretend für all jene, die ihre Freizeit investieren, um anderen zu helfen und die Gemeinschaft zu stärken.
Zum Roten Kreuz kam sie im Alter von 28 Jahren. Über Nachbarn hatte sie viel Positives über den Ortsverein Weibern gehört – und entschied sich schließlich, selbst aktiv zu werden. Rückblickend bezeichnet sie diesen Schritt als eine der wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens. „Ich habe hier so viele wunderbare Menschen kennengelernt, die mir sehr viel Kraft und Halt gegeben haben“, erzählt sie. Besonders in einer schweren Zeit sei der Zusammenhalt innerhalb des Ortsvereins für sie von unschätzbarem Wert gewesen: Als ihr Mann im Alter von nur 57 Jahren verstarb, hätten ihre Kameradinnen und Kameraden sie aufgefangen und durch die schwierige Zeit begleitet.
Gerade dieser starke Zusammenhalt mache das Ehrenamt beim DRK für sie so besonders. Im Ortsverein spiele das Alter keine Rolle – Jung und Alt arbeiteten selbstverständlich zusammen. „Wir lernen alle voneinander und das macht einfach nur Spaß“, sagt Ackermann. Besonders freut sie sich über das Engagement der jungen Menschen: „Sie sind die Zukunft des Roten Kreuzes und deshalb stehe ich ihnen auch mit Rat und Tat zur Seite.“
Die Aufgaben der dreifachen Mutter und fünffachen Großmutter sind vielfältig. Sie engagiert sich im Sanitätsdienst, ist als First Responder im Einsatz, unterstützt den Verpflegungsdienst und hilft regelmäßig bei Blutspendeterminen. Darüber hinaus war sie seit 2008 immer wieder im Rahmen der Auslandshilfe in der Ukraine unterwegs, um Hilfsgüter zu transportieren.
Eine dieser Fahrten verbindet sie bis heute mit einer sehr persönlichen Erinnerung. Vor ihrer ersten Reise sortierte sie Kleidungsstücke ihres verstorbenen Mannes aus und brachte diese mit in die Ukraine. „Genau das hat mir geholfen, seinen Verlust besser zu verarbeiten“, erinnert sie sich.
Monika Ackermann möchte andere Menschen ermutigen, selbst den Schritt ins Ehrenamt zu wagen. Ihrer Erfahrung nach werde jeder offen aufgenommen und schnell Teil der Gemeinschaft. Für sie steht fest: Das Engagement beim Roten Kreuz bedeutet weit mehr als reine Hilfeleistung. Es fördere den Zusammenhalt, stärke das Sozialverhalten und gebe auch Menschen mit Handicap einen festen Platz innerhalb der Gemeinschaft.
Mitmachen bei den HeimatHelden:
BLICK aktuell möchte weiterhin Menschen und Initiativen vorstellen, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft engagieren. Wer einen HeimatHelden kennt, kann Vorschläge mit einer kurzen Beschreibung per E-Mail an redaktion@kruppverlag.de senden.
ROB
Das Engagement beim DRK ist für Monika Ackermann (li.), ihre Tochter Petra Knauf (re.) und Enkel Eric (mi.) eine Familien- und auch Ehrensache. (Foto: Leonie Degen / DRK-Ortsverein Weibern.)