Allgemeine Berichte | 08.12.2025, 10:06 Uhr

Kreisverwaltung: Verspätungen und Unstimmigkeiten im ÖPNV bitte melden!

HeimatCheck: Bad Neuenahr: Bei Busverspätungen drohen Strafen

Wenn der Bus zu spät kommt, ist das ärgerlich - diese Erfahrung machen auch manche Bürger des Kreises Ahrweiler.  Foto: ROB
361

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wer im Kreis Ahrweiler auf den Bus angewiesen ist, braucht manchmal eines: Geduld. Ein Leser schildert gegenüber BLICK aktuell, eine Situation, die Pendler, Schüler und Senioren nur zu gut kennen: Busse, die deutlich vor der Zeit an der Haltestelle abfahren, überhaupt nicht erscheinen oder so massiv verspätet sind, sodass der Anschluss verpasst wird. Für Betroffene bedeutet das geplatzte Termine und lange Wartezeiten. Gerade an der Haltestelle am Krankenhaus in Bad Neuenahr soll es regelmäßig zu Verspätungen kommen. Doch wie ist es um den Busverkehr im Kreis wirklich bestellt? Die Kreisverwaltung Ahrweiler hat Antworten auf drängende Fragen.

Auf die Anfrage von BLICK aktuell, wie die Kreisverwaltung die geschilderten Probleme einschätzt, verweist diese zunächst darauf, dass sich pauschale Aussagen zur Pünktlichkeit kaum treffen ließen. Witterungssituationen und schwankendes Verkehrsaufkommen könnten zu Abweichungen führen, die im Alltag nicht zu vermeiden seien. Offiziell gilt die Abfahrt eines Linienbusses bis zu fünf Minuten nach der angegebenen Zeit noch als pünktlich. Wird diese Grenze überschritten oder fährt der Bus zu früh ab, drohen dem Verkehrsunternehmen Vertragsstrafen, die nach der Höhe der Verspätung gestaffelt. Auffällig ist jedoch, dass der Kreis bislang keinerlei Beschwerden zu den genannten Abfahrtsproblemen an der Haltestelle „Krankenhaus“ Bad Neuenahr-Ahrweiler erhalten habe. Für Fahrgäste bedeutet dies: Nur wenn Missstände offiziell gemeldet werden, kann der Kreis tätig werden.

Kreis steuert den Preis nicht

Auch bei der Preisgestaltung hagelt es Kritik. Ein Einzelfahrschein für die Strecke vom Peter-Joerres-Gymnasium zur Bachemer Brücke soll 4,00 Euro kosten. Ein Betrag, der bei vielen für Kopfschütteln sorgt. Die Kreisverwaltung macht jedoch klar, dass sie auf die Tarifhöhe keinen Einfluss hat. Im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) gilt ein gesetzlich verankertes Indexverfahren, das die Kostenentwicklung der Verkehrsunternehmen widerspiegelt. Diese Tarife müssen vom Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz genehmigt werden, der streng auf die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen achtet. Preissteigerungen resultieren unter anderem aus bundesweiten Indizes wie dem Arbeitskostenindex des Statistischen Bundesamtes sowie landesspezifischen Faktoren wie dem Rheinland-Pfalz-Index. Der Kreis Ahrweiler steuert die Preisgestaltung somit nicht.

Mitmachen beim Heimatcheck

Mit der Serie Heimatcheck möchte BLICK aktuell genau solche Anliegen aufgreifen: Bürger können ihre Sorgen und Probleme in der Heimatstadt schildern, die Redaktion recherchiert und berichtet über die Reaktionen von Verwaltung und Behörden. Auf diese Weise sollen kleine Ärgernisse und große Herausforderungen gleichermaßen Gehör finden.Schickt uns einfach eine E-Mail an heimatcheck@kruppverlag.de und schreibt uns, wo die Lage vor Ort verbessert werden muss. Wir sammeln eure Ideen und Hinweise, schauen genau hin, haken bei den Verantwortlichen nach und geben euch mit unserer Berichterstattung eine Stimme. ROB

Wenn der Bus zu spät kommt, ist das ärgerlich - diese Erfahrung machen auch manche Bürger des Kreises Ahrweiler. Foto: ROB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0605#
40 Jahre Brandschutz Balter
Empfohlene Artikel
Der Spielplatz in Berg-Freisheim ist Gegenstand des aktuellen HeimatCheck.  Foto: privat
414

Berg-Freisheim. Im Rahmen des BLICK aktuell „HeimatChecks“ wurde die Redaktion auf den Zustand des öffentlichen Spielplatzes im Ortsteil Freisheim der Ortsgemeinde Berg aufmerksam gemacht. Ein Bürger schilderte mehrere Auffälligkeiten an der Anlage und äußerte die Sorge, dass einzelne Mängel zu einem erhöhten Verletzungsrisiko für Kinder führen könnten.

Weiterlesen

Die enge Kurve unter der Brücke in der Kölner Straße stellt Fahrradfahrer vor Herausforderungen.  Foto: ROB
1341

Sinzig. Zuschriften von Lesern zur Situation für Fahrradfahrer in Sinzig hat die Redaktion von BLICK aktuell erreicht. Thema ist der Radweg unterhalb der Brücke an der Kölner Straße. Fahrradfahrer bemängeln die enge Kurvenführung, die nur schwer zu passieren sei. Die Redaktion von BLICK aktuell fragte bei der Stadtverwaltung Sinzig nach, ob eine Entschärfung der Situation geplant ist und welche Alternativen es für Radfahrer in Richtung Rhein gibt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Seit dem 3. Juni 2026 ist die Bonner Nordbrücke gesperrt.
127

Die städtische Taskforce prüft weitere Maßnahmen, um die Auswirkungen der Sperrung der Nordbrücke auf den Verkehr zu verringern. Dazu zählt auch die Idee, Teile der Strombrücke vorübergehend als Park-and-Ride-Standort (P+R) zu nutzen.

Weiterlesen

Ansicht der Rheinanlagen in Andernach
122

Umgestaltung der Rheinanlagen

Einwohnerversammlung am 11. November

Andernach. Die Stadt Andernach plant, die Rheinanlagen in den kommenden Jahren neu zu gestalten und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Sie sind ein wichtiger Teil des öffentlichen Raums und erfüllen zahlreiche unterschiedliche Funktionen. Bei der Bedarfsplanung werden deshalb hohe Anforderungen an die gestalterischen und funktionalen Qualitäten berücksichtigt. Zentrale Fragen sind unter anderem, wie die Rheinanlagen künftig genutzt werden sollen und welche Anforderungen sie erfüllen müssen.

Von Stadt Andernach aus Andernach

Weiterlesen