Allgemeine Berichte | 01.12.2025, 09:45 Uhr

HeimatCheck: Schäden am Mendiger Erlenbrunnen sollen behoben werden

Der Brunnen ist beschädigt und das nicht erst seit gestern.  Foto: privat

Mendig. Zwischen Bell und Mendig, etwas abseits der Straße und umgeben von altem Baumbestand, plätschert seit mehr als 200 Jahren der Erlenbrunnen – oder, wie er im Volksmund heißt: die „Erlebuhr“, die „Saurebuhr“ oder schlicht die „Eedel“, benannt nach einem nahen Steinbruch. 1809 erbaut, dient er bis heute vielen Bellern als willkommener Rastpunkt auf dem Fußweg nach Mendig. Und doch bleibt stets die scherzhafte Frage im Raum: Wem gehört dieser Brunnen eigentlich?

Weil der Erlenbrunnen zwei Ausläufe besitzt, hat sich im Laufe der Zeit eine augenzwinkernde Zuordnung eingebürgert – der obere Auslauf sei „Bell“, der untere „Mendig“. Wer als Beller allerdings vom „Mennije Buhr“ trinkt, muss gelegentlich mit einem gut gelaunten Seitenblick rechnen. Trotz dieser kleinen Rivalität verbindet der Brunnen beide Gemeinden: Bereits 1931, 1964 und 1988 wurde er gemeinschaftlich renoviert, und bis heute kümmern sich Vereine aus Bell und Mendig um seinen Erhalt.

Brunnen ist seit längerer Zeit beschädigt

Doch im Moment sorgt der traditionsreiche Ort eher für Fragezeichen als für idyllische Rastmomente. Der Brunnen ist beschädigt und das nicht erst seit gestern. Eine Leserin meldete die Schäden bereits im April an die Mendiger Stadtverwaltung. Eine Reaktion blieb zunächst aus, weshalb BLICK aktuell im Rahmen des Heimatchecks im Rathaus nachfragte, wie es um die Zukunft des beliebten Ausflugsziels steht.

Diesmal kam die Antwort klar und ohne Umschweife: „Die Schäden am Erlenbrunnen sind bekannt und werden behoben“, erklärte Mendigs Stadtbürgermeister Achim Grün auf Anfrage.

Ein positives Signal – und die Hoffnung, dass der Erlenbrunnen schon bald wieder das sein kann, was er seit über zwei Jahrhunderten ist: ein Ort, an dem sich zwei Gemeinden treffen, rasten und ein Stück gemeinsame Heimat erleben.

Mitmachen beim Heimatcheck

Mit der Serie HeimatCheck möchte BLICK aktuell genau solche Anliegen aufgreifen: Bürger können ihre Sorgen und Probleme in der Heimatstadt schildern, die Redaktion recherchiert und berichtet über die Reaktionen von Verwaltung und Behörden. Auf diese Weise sollen kleine Ärgernisse und große Herausforderungen gleichermaßen Gehör finden.Schickt uns einfach eine E-Mail an heimatcheck@kruppverlag.de und schreibt uns, wo die Lage vor Ort verbessert werden muss. Wir sammeln eure Ideen und Hinweise, schauen genau hin, haken bei den Verantwortlichen nach und geben euch mit unserer Berichterstattung eine Stimme. ROB

Der Brunnen ist beschädigt und das nicht erst seit gestern. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Rund ums Haus
Sonderseite Pellenzer Lehrstellen- ind Ausbildungsmesse
Sonderseite Flowcraft
Jobmesse Nürburgring
Sonderseiten Flowcraft
Empfohlene Artikel
Der Spielplatz in Berg-Freisheim ist Gegenstand des aktuellen HeimatCheck.  Foto: privat
399

Berg-Freisheim. Im Rahmen des BLICK aktuell „HeimatChecks“ wurde die Redaktion auf den Zustand des öffentlichen Spielplatzes im Ortsteil Freisheim der Ortsgemeinde Berg aufmerksam gemacht. Ein Bürger schilderte mehrere Auffälligkeiten an der Anlage und äußerte die Sorge, dass einzelne Mängel zu einem erhöhten Verletzungsrisiko für Kinder führen könnten.

Weiterlesen

Die enge Kurve unter der Brücke in der Kölner Straße stellt Fahrradfahrer vor Herausforderungen.  Foto: ROB
1324

Sinzig. Zuschriften von Lesern zur Situation für Fahrradfahrer in Sinzig hat die Redaktion von BLICK aktuell erreicht. Thema ist der Radweg unterhalb der Brücke an der Kölner Straße. Fahrradfahrer bemängeln die enge Kurvenführung, die nur schwer zu passieren sei. Die Redaktion von BLICK aktuell fragte bei der Stadtverwaltung Sinzig nach, ob eine Entschärfung der Situation geplant ist und welche Alternativen es für Radfahrer in Richtung Rhein gibt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Baustelle der neuen Kurparkrandbebauung im Bad Neuenahr im Juli.
381

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Kurpark Bad Neuenahr, dem grünen Herzen und Veranstaltungszentrum der Kurstadt, finden derzeit äußerst umfangreiche Baumaßnahmen statt. Zum einen werden der flutgeschädigte Park selbst sowie das Kurparkterrassengebäude mit der Kleinen Bühne wiederhergestellt, zum anderen entsteht die neue Kurparkrandbebauung, die bereits vor der Flut im Sommer 2021 in Planung war. Sie umfasst...

Von Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
1121

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

(von links) Pascal Rowald, Jan Ritter und Peter Diewald im großen Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
480

Ritter: „Übernehme Verantwortung mit großem Respekt und hoher Motivation“

Bad Neuenahr-Ahrweiler: Jan Ritter ist neuer Erster Beigeordneter

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Ersten Beigeordneten. Jan Ritter wird Peter Diewald ablösen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ritter wurde vor großem Publikum unter Sitzungsleitung von Bürgermeister Pascal Rowald in dessen erster Sitzung als Stadtchef im zweiten Wahlgang zum Stadt-Vize gewählt. 21 von 36 Ratsmitglieder haben für den 46-Jährigen gestimmt, der für die CDU im Kreistag von Ahrweiler sitzt.

Weiterlesen